Vom Zwei-Mann-Betrieb zum Weltmarktführer

Bei Transfluid wird permanent Neues entwickelt, um die Rohrbearbeitung für viele Produkte in aller Welt besser zu machen.

Wer morgens den Wasserhahn aufdreht, später in sein Auto steigt und dann vielleicht mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, wird wohl nicht auf Anhieb vermuten, dass eine Lösung aus dem Sauerland dabei mithilft, das alles möglich zu machen. Doch auch Schiffe schippern über die Ozeane und medizinische Geräte retten Leben, weil das Sauerländer Unternehmen Transfluid seit 30 Jahren seine außergewöhnlichen Hightech-Maschinen für die Rohrbearbeitung entwickelt.

Die beiden Transfluid-Geschäftsführer Ludger Bludau (l.) und Gerd Nöker (r.) gründeten 1988 gemeinsam das Unternehmen.

Begonnen hat alles 1988, als Ludger Bludau und Gerd Nöker die Unternehmung in Schmallenberg starteten. Wie es sich gehört, hatten die Gründer der heutigen Transfluid Maschinenbau GmbH bereits hervorragende Ideen im Gepäck. Aber wie erfolgreich der Zwei-Mann-Betrieb einmal werden würde, konnten sich die beiden damals wohl noch nicht vorstellen. Bereits die erste Entwicklung, die Transfluid im Gründungsjahr – damals noch als Nöker & Bludau oHG – auf den weltweiten Markt brachte, bedeutete eine kleine Sensation. Immerhin war die manuelle Biegemaschine ZB 616 für kleine Serien bis zur Rohrgröße 16 mm die allererste ihrer Art. Sie ist mittlerweile als unerreichter Dauerbrenner t bend MB 642 weltweit gefragt und macht klar, was Transfluid bis heute so besonders macht. Es sind die guten Ideen, die Liebe zum technischen Detail und vor allem ist es die Motivation, immer wieder aufs Neue mit Innovationen über Standards hinauszugehen. So bringen die Schmallenberger den Fortschritt in unterschiedlichsten Branchen voran. Heute ist das 200 Mitarbeiter starke Team der Lösungsfinder international gefragter Partner und seit 2013 sogar Weltmarktführer für die sogenannte CNC-gesteuerte rollierende Rohrumformung. Mit ihrer Hilfe können hoch- und höchstfeste Materialien bearbeitet werden. Das ist besonders für die Automobil-, Raumfahrt und Flugzeugindustrie spannend, wo Stabilität und Leichtigkeit besonders gefragt sind.

Zur Entwicklung solcher Technologien braucht es natürlich auch entsprechenden Entfaltungsraum. Achtmal hat Transfluid bisher angebaut. So auch in diesem Jahr mit der erneuten Erweiterung der Produktionsflächen auf jetzt mehr als 7.000 Quadratmeter. Insbesondere für den Bereich der Automatisierungssysteme, also dort, wo verschiedene Bearbeitungsverfahren wie Umformen, Biegen und Trennen kombiniert werden, ist nun noch mehr Platz vorhanden – auch für das Wachstum in den kommenden Jahren. Gewachsen ist in der Unternehmensgeschichte ebenfalls die Geschäftsführung von zwei auf fünf Köpfe. Seit 2008 verstärken Benedikt Hümmler, Burkhard Tigges und Stefanie Flaeper das Gründer-Duo Bludau und Nöker. Mit vereinten Kräften halten die Fünf das Unternehmen auf Erfolgskurs, tatkräftig unterstützt von dem starken Team, in dem noch heute zehn Mitarbeiter beschäftigt sind, die in den Anfangsjahren mit gestartet sind.

Wer 2018 bei Transfluid durch die großzügigen Fertigungshallen geht, trifft auf vollautomatisierte Fertigungszellen und Roboter. Hochmoderne Technologien werden hier entwickelt. 12.000 dieser Maschinen sind inzwischen weltweit im Einsatz. „Als wir 1988 loslegten, lagen solche hochkomplexen Anlagen, wie wir sie jetzt bauen, noch in weiter Ferne. Was da heute entsteht, ist wirklich faszinierend und wird natürlich auch von dem großen Thema der Digitalisierung stark beeinflusst. Hier haben wir natürlich unsere Anlagen längst 4.0-fähig gemacht. Und die Entwicklungen gehen weiter. Aber gerade diese Entwicklungen und Innovationen machen es ja so spannend“, so Unternehmensgründer Gerd Nöker. Für die Schmallenberger liegt der besondere Reiz ihrer Arbeit gerade darin, mit neuen Ideen die Welt mitzubewegen und das Leben in unterschiedlichsten Bereichen einfacher zu machen.

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