Neues Online-Portal „hashtag-ausbildung“

Smartphone-Ansicht des neuen Online-Portals hashtag-ausbildung.de.

Mit einem „Hashtag“ (Schlagwort, Zeichen: #) kennzeichnen Jugendliche in den digitalen Medien das, was sie interessiert. Diesen Gedanken greift das Ausbildungsportal „hashtag-ausbildung.de“ auf, das die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) in Kooperation mit der ontavio GmbH aus Lennestadt ins Leben gerufen hat.

Unter dem Motto „Dein Berufseinstieg in der Region“ erhalten Jugendliche authentische Einblicke in heimische Unternehmen und deren Ausbildungsmöglichkeiten, digital sowie aus der Perspektive von Auszubildenden und dual Studierenden. Schülerinnen und Schüler sind in der digitalen Welt zu Hause, sie kommunizieren online: mit Bildern und Videos, die sie sich gegenseitig zeigen, in kurzen Nachrichten, Kommentaren zu Aktivitäten anderer oder einfach mit einem „Like“. Genau diese Art der Kommunikation greift das neue Portal auf – und das mit Fokus auf die berufliche Ausbildung in Betrieben.

Jugendliche in den letzten Schuljahrgängen beschäftigen sich viel mit den Fragen rund um ihre Zukunft: Was erwartet mich in meiner Ausbildung? Mit wem werde ich dort zu tun haben? Wie sieht mein Arbeitstag aus? Naht die Schwelle zwischen Schule und Beruf, kann sich viel Unsicherheit breitmachen. Dem wirken verschiedenste Angebote zur Berufsorientierung entgegen – von der Ausbildungs- oder Berufsmesse über die Berufsfelderkundung bis hin zum Praktikum. Das Internet ist ebenso eine wichtige Informationsquelle. Hier fehlt jedoch häufig der direkte Draht zu anderen Jugendlichen, insbesondere zu Auszubildenden, die den richtigen Beruf und den passenden Betrieb gefunden haben.

„Hier kann ‚hashtag-ausbildung.de‘ eine Brücke bilden: Betriebe stellen sich vor und ermöglichen ihren aktuellen Auszubildenden, aus dem betrieblichen Alltag zu berichten“, begründet IHK-Geschäftsführer Klaus Fenster das Engagement der Kammer. Denn: „Die betriebliche Erstausbildung ist für die Unternehmen in der Region nach wie vor die beste Möglichkeit, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“

Das Portal funktioniert ähnlich wie andere soziale Netzwerke und lässt sich leicht bedienen. Ziel ist es, dass Auszubildende regelmäßig kurze Nachrichten veröffentlichen. So erhalten Ausbildungsbetriebe Aufmerksamkeit, erlangen Glaubwürdigkeit. Beides ist unerlässlich, um zukünftige Auszubildende zu gewinnen. Mit einem Klick können die jugendlichen Leserinnen und Leser dann Fragen stellen und erhalten die Antwort direkt aus dem betrieblichen Alltag sowie von Gleichaltrigen. Andrea Schulte, Projektverantwortliche bei ontavio, ist sicher, dass das bei der jugendlichen Zielgruppe ankommt: „Mehr denn je kommt es beim Arbeitgebermarketing darauf an, sein eigenes Profil zu schärfen. Das gelingt umso eher, je besser mit den jungen Leuten auf Augenhöhe kommuniziert wird.“

Mit Hilfe der „Hashtags“ können die jungen Leserinnen und Leser bestimmte Betriebe oder Berufe abonnieren, sodass sie bei ihren Interessen auf dem neuesten Stand bleiben. Das schafft schon frühzeitig eine Bindung zum Betrieb. Deshalb richtet sich das Portal insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, die so auf einfache Art und Weise eine moderne Methode zur Gewinnung von Auszubildenden nutzen können.

„Es erfordert ein wenig Mut, den eigenen Auszubildenden die Nutzung der Plattform zu überlassen. Aber es lohnt sich, denn die Resonanz zeigt, dass der direkte Draht am besten wirkt“, unterstreicht Klaus Fenster. Für die Schülerinnen und Schüler liegt der Mehrwert auf der Hand, ergänzt Andrea Schulte: „Sie erfahren, ob der Betrieb zu ihnen passt, ob die Ausbildung sie reizt und können ihre Fragen gleich loswerden. So entsteht im Idealfall ein stetiger Dialog, von dem letztendlich alle profitieren.“

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