Studierendenzahl weiter auf hohem Niveau

An der Universität Siegen ist die Zahl der Erstsemester zum Beginn des Wintersemesters 2017/ 2018 gemäß Landestrend leicht gesunken. Auch die Gesamtzahl der Studierenden geht leicht zurück, bleibt aber auf insgesamt hohem Niveau.

An der Universität Siegen beginnt im Oktober 2017 das neue Wintersemester – und die Sanierung des Campus Adolf-Reichwein-Straße. Die Studierendenzahlen des Wintersemesters 2017/18 zeigen, dass sich der Landestrend in Nordrhein-Westfalen auch an der Uni Siegen widerspiegelt und die Studierendenzahlen leicht absinken. Dies entspricht auch der Schätzung der Kultusministerkonferenz für das Studienjahr 2017 (KMK).

Aktuell weist die Universität Siegen (Stand: 10.10.2017) eine Gesamtzahl von 19.195 Studierenden im Wintersemester 2017/2018 aus. Im Vergleich zum Vorjahr (19.675 Studierende) ist die Zahl der Studierenden um 2,4 Prozent gesunken. Bei der Zahl der Erstsemester verzeichnet die Universität Siegen einen Rückgang von 7,9 Prozent: 2.476 Erstsemester sind eingeschrieben, im vergangenen Wintersemester waren es 2.687. Ein erfreuliches Plus gibt es dagegen bei der Zahl der internationalen Studierenden in Siegen. Im neuen Wintersemester sind es nun 2.254 (Vorjahr: 2.248), ein Zuwachs von 0,3 Prozent. Hinzu kommen rund 100 ausländische Studieninteressierte, die den Deutschsprachkurs an der Universität Siegen absolvieren.

Damit befindet sich die Universität Siegen im Landesschnitt. In NRW ist die Zahl der Studienanfänger um 5,7 Prozent auf insgesamt 100.316 gesunken. Auch die Gesamtzahl der Studierenden im Land ging um 3,7 Prozent auf nun 740.154 zurück (Stand: 27.09.2017). Offizielle Daten aller NRW-Hochschulen liegen zum Stichtag 01.12.2017 vor.

„Der Rückgang kommt für uns nicht überraschend und lässt sich anhand der demografischen Entwicklung erklären“, erläuterte Prof. Dr. Michael Bongardt, Prorektor für Studium, Lehre und Lehrerbildung an der Universität Siegen. „Die Gruppe der potentiellen StudienanfängerInnen wird insgesamt zahlenmäßig kleiner. Uns freut jedoch die hohe Zahl der Studierenden, die von anderen Hochschulen an die Uni Siegen wechseln – sei es, um hier den Master zu machen, oder schon während des Bachelor-Studiums. Sie zeigt, dass unsere Universität auch außerhalb der Region zunehmend als attraktiv wahrgenommen wird.“

Besonders nachgefragt sind an der Uni Siegen im neuen Semester die Bachelor Lehramt-Studiengänge. Insgesamt 1.074 Studierende haben sich neu eingeschrieben, im Bachelor ist das ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auffallend ist neben der stark nachgefragten Schulstufe „Lehramt Grundschule“ auch das Plus für die Schulstufe „Lehramt Gymnasium / Gesamtschulen“, hier stieg die Zahl der EinschreiberInnen um 33 Prozent auf 531 StudienanfängerInnen an. Zu den beliebtesten Fächern zählen Deutsch, Englisch und Mathematik. „Zusammengenommen sind die Lehramtsstudiengänge in der Beliebtheitsskala mit Abstand die Nummer 1“, sagte Philipp Schmidt, Leiter des Referats Studierendenservice.

Zum Wintersemester 2017/18 startet erstmals der international ausgerichtete englischsprachige Master-Studiengang „Nanoscience and Nanotechnology“ sowie im Gymnasialen Lehramt die Unterrichtsfächer Musik und Kunst als Großfach. Eine weitere Neuerung ist die Öffnung des Lehramtsmasters für Berufskollegs mit einer technischen Fächerkombination für Bachelorabsolventen aus ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen von Universitäten und Fachhochschulen, das sogenannte „Modell C“.

Auf dem Campus Adolf-Reichwein-Straße ist parallel zum Semesterbeginn auch die großangelegte Campus-Modernisierung gestartet. Mensa, Universitätsbibliothek und zwei Büro- und Seminargebäude werden innen wie außen vollständig erneuert – eine Campusfläche von 34.000 Quadratmetern. Die Baustelle ist eingerichtet, LKW schaffen Baumaterial und Geräte heran. Die Modernisierung ist Teil des so genannten „Hochschulbaukonsolidierungsprogramms“ (HKoP), aufgelegt von der Landesregierung, um den Sanierungsstau an den NRW-Hochschulen aufzulösen. Das Siegener Projekt ist dabei eines der größten im Land.

„Die Modernisierung verfolgt das große Ziel, einen attraktiven Lehr- und Lernraum zu schaffen und den Campus zu einem Ort zu machen, an dem sich Studierende und MitarbeiterInnen gerne aufhalten“, erklärte Uni-Kanzler Ulf Richter. „Auch wenn es in den kommenden zwei Jahren sicherlich immer mal wieder ruckelt, lohnt es sich, diesen Weg zu gehen. Der Wettbewerb zwischen den Hochschulen wird stärker, da ist ein moderner, attraktiver Campus unabdingbar.“

Für Mensa und Caféteria wurden zwischen der Haardter-Berg-Schule und dem Verwaltungsgebäude AVZ zwei Interimsmodulbauten (die Gebäude „IM“ und „IC“) errichtet, seit dem 4. Oktober läuft dort der Betrieb. „Die Abläufe müssen sich an den neuen Standorten erst einspielen. Es ist deutlich enger, wir müssen Rücksicht aufeinander nehmen und miteinander sprechen. Aber wir haben mit der Modernisierung eine Perspektive, für die sich diese Einbußen lohnen“, versicherte der Geschäftsführer des Studierendenwerks, Detlef Rujanski.

Läuft alles nach Plan, soll die Campusmodernisierung Ende 2019 abgeschlossen sein. Hintergrundinformationen und Aktuelles zum Bau gibt es auf dem Bauportal der Uni Siegen, unter www.uni-siegen.de/baut.

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