Mobilitätskonzept startet in neue Phase

Die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes für den Kreis Siegen-Wittgenstein startet in eine neue Phase. Nach der Sommerpause erhalten rund 10.000 Haushalte im Kreisgebiet per Post einen Fragebogen zu ihren Mobilitätsgewohnheiten. Mitte September wird der Kreis die Einzelheiten der Befragung vorstellen und die Werbetrommel zum Mitmachen rühren. „Denn je höher die Rücklaufquote ist, umso besser werden die Erkenntnisse sein, die wir in das Mobilitätskonzept einfließen lassen können“, sagt Landrat Andreas Müller.

Für die Erstellung des Mobilitätskonzeptes hat der Kreis Fördermittel des Bundes erhalten. Bis Frühjahr 2018 soll die Erarbeitung abgeschlossen sein. Dem Landrat war es von Anfang an wichtig, möglichst viele in die Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes einzubeziehen: „Denn die Frage, wie wir künftig von A nach B kommen, ist eigentlich für jeden von uns relevant“, unterstreicht Müller: „Dabei haben wir sowohl alltagstaugliche und sofort umsetzbare Projekte, als auch mittelfristige Visionen im Blick. Das beginnt bei Mitfahr-Bänken in den Dörfern und reicht bis hin zum Carsharing oder zu selbstfahrenden Elektroautos, die das Potenzial haben, den Öffentlichen Nahverkehr zu revolutionieren.“

Im Rahmen der Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes hat der Kreis seit November 2016 insgesamt vier Mobilitätskonferenzen zu unterschiedlichen Themen durchgeführt. Um „Mobil sein – mobil bleiben in Siegen-Wittgenstein“ ging es bei der Auftaktveranstaltung. Im April 2017 stand dann die Frage „Mobilität – echt elektrisch in Siegen-Wittgenstein?!“ im Mittelpunkt. Um Car- und Bike-Sharing-Angebote gerade mit Blick auf ländliche Regionen wie Siegen-Wittgenstein ging es im Mai. Und im Juli widmete sich die vierte Mobilitätskonferenz dem Fuß- und Rad-Verkehr – unter dem Motto: „Null-CO2 auf Kurzstrecken?!“

Die Ergebnisse aller vier Konferenzen sollen in das Mobilitätskonzept einfließen, genauso wie die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung. Bis Ende des Jahres werden die Fragebögen ausgewertet. Danach beginnt die Erstellung des Gesamtkonzeptes.

„Mobilitätsfragen sind entscheidende Zukunftsfragen“, unterstreicht Landrat Andreas Müller: „Für die Lebensqualität von vielen von uns ist es ganz entscheidend, dass wir flexibel und bezahlbar unterwegs sein können. Gleichzeitig ist die Frage, wie wir mobil sind, auch ganz zentral für unsere Bemühungen zum Umwelt- und Klimaschutz“, so Müller. Deshalb sieht der Kreis das Mobilitätskonzept auch als Teil seiner Bemühungen zur Erarbeitung eines umfassenden Klimaschutzkonzeptes.

Vor dem Eintritt in die nächste Phase dankt der Landrat ganz herzlich allen, die sich bisher bereits in die Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes eingebracht haben; „Bei vielen habe ich das große Interesse und das leidenschaftliche Engagement für diese Fragen gespürt und es hat viele Ideen und Vorschläge gegeben, die auch wirklich Hand und Fuß haben“, freut sich Müller. Im nächsten Schritt wünscht er sich nun, dass sich im Herbst möglichst viele derer, die angeschrieben werden, an der Mobilitätsbefragung beteiligen, um eine gute Datenbasis für die abschließenden Arbeiten zu erhalten.

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