Die Hoffnung stirbt zuletzt

Überall in unserer Region werden derzeit Straßen saniert und Glasfaserkabel verlegt. Und das ist auch gut so. Immerhin haben wir lange genug geklagt über den schlechten Zustand der vorhandenen Infrastruktur. Jetzt ist das Geld auf einmal da, das die Region über viele Jahre eingefordert hat. Allerdings scheinen so manche Maßnahmen dabei planerisch wenig nachvollziehbar zu sein und führen dementsprechend zu Irritationen in der Wirtschaft und in der betroffenen Bevölkerung. Nehmen wir zum Beispiel die geplante Sanierung der B 62 in Bad Laasphe. Die Ortsdurchfahrt soll jetzt zwar erst in 2019 saniert werden, allerdings droht dabei immer noch das Damoklesschwert der Vollsperrung. Für die davon betroffenen Unternehmen und Geschäftsleute eine Katastrophe mit erheblichen Umsatzeinbußen. Angeblich ist eine einspurige Baustellenlösung nicht möglich, da der Unterbau der Straße bis in eine Tiefe von 1,60 Meter erneuert werden muss. Erstaunlicherweise wurde die Straße vor ungefähr zwölf Jahren bereits saniert ohne diesen Aufwand. Nun mag man es den Fachleuten von Straßen NRW abnehmen, dass eine solche grundlegende Sanierung erforderlich ist, aber es stellt sich durchaus die Frage, warum das nicht schon beim letzten Mal gemacht wurde.

Im Übrigen macht die Ortsdurchfahrt in Bad Laasphe keineswegs den Eindruck, dass eine solche Grundsanierung unbedingt notwendig ist. Da gibt es ganz andere Problemfälle, wie beispielsweise die L 719 von Feudingen über die Siegquelle nach Walpersdorf. Diese Straße, die täglich von vielen Pendlern für den Weg nach Siegen genutzt wird, ist in einem geradezu erbärmlichen Zustand. Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Seit Jahren schon gibt es deshalb eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h, kurzzeitig sogar mal auf 30 km/h. Hier wären die Mittel, die in eine nahezu intakte Bundesstraße investiert werden sollen, sicherlich viel besser eingesetzt. Aber wie heißt es ja so schön: Die Wege der Obrigkeit sind manchmal verschlungen und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Ho

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