Digitalisierung, Bauhaus, berufliche Bildung

Wie soll die berufliche Bildung der Zukunft aussehen? Diese Frage wird vom 11. bis 13. März 2019 bei den „20. Hochschultagen Berufliche Bildung“ (HTBB) diskutiert. Zum ersten Mal findet die renommierte Veranstaltung zur Berufsbildungsforschung an der Universität Siegen statt. Thema im nächsten Jahr ist die „Digitale Welt – Bildung und Arbeit in Transformationsgesellschaften im Bauhaus-Jahr“. Die Arbeitsgemeinschaft Berufliche Bildung (AGBB) organisiert die alle zwei Jahre stattfindenden Hochschultage Berufliche Bildung gemeinsam mit der Siegener Berufs- und Wirtschaftspädagogin Prof.‘in Dr. Ulrike Buchmann als Ausrichterin.

In der vergangenen Woche traf sich der Beirat der HTBB zur konstituierenden Sitzung, um über die Ausrichtung und Programmplanung zu diskutieren. Ziel der HTBB ist es, mit rund 800 AkteurInnen der beruflichen Bildung darüber ins Gespräch zu kommen, wie die berufliche Bildung angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher Transformationsprozesse gegenwärtig und zukünftig ihrer Funktion gerecht werden kann: Welche Herausforderungen sehen die AkteurInnen für die berufliche Bildung angesichts von Entwicklungen, die unter Begriffen wie „Wirtschaft 4.0“, „Industrie 4.0“ oder „Gesundheit 4.0“ zusammengefasst werden? Welche Ideen zur Bewältigung dieser Herausforderungen werden derzeit diskutiert? Welche Gestaltungsperspektiven im Hinblick auf das Handlungsfeld berufliche Bildung und darüber hinaus werden in den Blick genommen? Dazu werden insgesamt 18 Fachtagungen und 19 Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten und AkteurInnen angeboten.

„Wir feiern 2019 ein doppeltes Jubiläum: Zum einen bieten die Hochschultage Berufliche Bildung bereits zum zwanzigsten Mal die Möglichkeit über aktuelle Themen der Berufsbildungsforschung zu diskutieren, zum anderen werden wir die besondere Gelegenheit des 100. Jubiläums des Bauhauses nutzen, um uns von den dort entwickelten konzeptionellen Ansätzen inspirieren zu lassen“, stellte die Ausrichterin Ulrike Buchmann in der Beiratssitzung heraus. Die zugrundeliegenden handlungsleitenden Prinzipien ermutigten dazu, das Bauhaus als regulative Idee im digitalen Zeitalter neu zu erfinden. Dies bedeute, einen Universalismus zu Grunde zu legen, der Ganzes und Teile relationierbar und damit für alle verstehbar mache, der Umgang mit und die Bearbeitung von gesellschaftlich provozierten Wiedersprüchen, ein spezifisches Theorie-Praxis-Verhältnis sowie Gestaltung als reale Utopie zu begreifen.

Eine breite Auswahl, die den Beirat begeisterte und zur Mitgestaltung animierte – ganz im Sinne der Ausrichterin Prof.’in Dr. Buchmann, die neben der Beratung durch das Gremium auch auf die Wirkung der einzelnen Mitglieder als MultiplikatorInnen in der Region setzt. Der Kanzler der Universität Siegen, Ulf Richter, bedankte sich bei Prof.’in Dr. Ulrike Buchmann und ihrem Team für die gelungene programmatische und inhaltliche Planung. „Bereits als Frau Buchmann mit der Anfrage der AGBB an das Rektorat herantrat, die Hochschultage Berufliche Bildung an der Universität Siegen auszurichten, haben wir das Potential für die Universität und die Region erkannt. Die Zusammensetzung des Beirats unterstreicht dies. Wir unterstützen die Hochschultage an unserer Universität gern.“ Der Beirat besteht – neben dem Vorstand der AGBB und FachkollegInnen weiterer Hochschulstandorte – unter anderem aus hochkarätigen VertreterInnen der Uni Siegen, der Berufskollegs in Siegen und Olpe, der Politik, der Wirtschaft, des Gesundheitswesens, der Stadt Siegen und der Kreise Siegen-Wittgenstein, Olpe und Altenkirchen.

Abgerundet wird das inhaltliche Programm durch eine Auftaktveranstaltung, ein Tagungsfest und eine Abschlussveranstaltung. „Die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Yvonne Gebauer, wird die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernehmen und zum Auftakt nach Siegen kommen“ kündigte Ulrike Buchmann an.

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