Campus-Modernisierung: Es läuft „richtig gut“

Seit gut zehn Monaten ist der Adolf-Reichwein-Campus der Uni Siegen fest in der Hand der Bauarbeiter.

Nach gut zehn Monaten Bauzeit auf dem Adolf-Reichwein-Campus ziehen die Verantwortlichen des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, der Baufirma Züblin und der Universität Siegen ein positives Zwischenfazit.

Seit gut zehn Monaten sind Mensa, Universitätsbibliothek und die Büro- und Seminargebäude „H“ und „K“ auf dem Adolf-Reichwein-Campus der Uni Siegen fest in der Hand der Bauarbeiter. Bis Ende 2019 soll der Trakt innen wie außen komplett erneuert und modernisiert werden. VertreterInnen des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) NRW, der ausführenden Baufirma Züblin und des Baudezernats der Universität haben jetzt ein positives Zwischenfazit gezogen. „Die Baumaßnahme läuft richtig gut, die Termine werden eingehalten, die Kosten liegen im Rahmen – wir sind rundherum zufrieden“, sagte der Baudezernent der Uni Siegen, Jörg Münker.

Die Teilnehmer des Pressegesprächs zur „Campus-Modernisierung“ konnten sich beim gemeinsamen Rundgang ein Bild von der Baustelle machen.

Bei einem gemeinsamen Rundgang über die Baustelle wurde deutlich: Es hat sich viel getan, einige wichtige Meilensteine des Projektes konnten in den vergangenen Monaten abgeschlossen werden. So ist der gesamte Sanierungstrakt komplett entkernt. „Wir haben sämtliche Zwischenwände, Einbauten, Teppichböden, Heizkörper, Lüftungskanäle und die gesamte Elektroinstallation ausgebaut“, erklärte Christopher Leyck Dieken, Projektleiter der Firma Züblin. Insgesamt seien rund 5.400 Tonnen Bauschutt abtransportiert worden. Auch die Schadstoffsanierung und der Abbruch der Balkone und Fluchttreppen an der Außenfassade sind abgeschlossen. Aktuell bekommen die Gebäude neue Fenster. Auf einzelnen Etagen läuft bereits der Innenausbau.

VertreterInnen von BLB, Universität und Züblin arbeiten bei der Maßnahme eng zusammen und stimmen sich regelmäßig ab. Das funktioniere sehr gut, sagte Merle Tietz, Ableitungsleiterin Planen und Bauen beim BLB. „Eine grundsätzliche Herausforderung bei einer Sanierung im Bestand ist der Zustand der bestehenden Gebäudesubstanz. Man findet immer Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat.“ Beispielsweise stellte sich im Bereich der Mensa eine Zwischendecke als marode heraus und muss nun erneuert werden. Auf unlösbare Probleme sei man bisher aber nicht gestoßen, betonte BLB-Projektleiterin Isabelle Wortmann: „Wir haben von vorneherein ausreichend zeitliche Puffer eingebaut, um mit unvorhergesehenen Situationen umzugehen.“

Bis Ende 2019 soll der Trakt innen wie außen komplett erneuert und modernisiert werden.

Spannend geht es auf der Baustelle auch in den kommenden Monaten bis zum Winter weiter. An den Außenfassaden des H- und K-Gebäudes werden zunächst die Unterkonstruktionen und anschließend die Elemente der neuen Blechfassade montiert. Damit wird sich das äußere Erscheinungsbild der weithin sichtbaren Bürotürme deutlich ändern: weg vom charakteristischen Blauton, hin zu einer weißen Fassade mit anthrazit abgesetzten Fensterbändern. Anschließend werden auch die beiden großen, alles überragenden Baustellen-Krane wieder verschwinden.

Im Innern der Sanierungsgebäude wird unterdessen mehr und mehr sichtbar, was Studierende und MitarbeiterInnen nach dem Umbau erwartet. In der Bibliothek erstrahlen Teile der Betondecke bereits in einem frischen „Lichtgrau“. Die UB werde nach der Sanierung als moderner Lern- und Arbeitsort „eines der Highlights“ der Universität, verspricht Baudezernent Münker. Die Büro- und Seminargebäude „H“ und „K“ erhalten unter anderem eine neue Raumaufteilung, auf einzelnen Etagen ist das schon sichtbar. Die Flure werden künftig breiter, in einer „Mittelzone“ entstehen gemeinschaftliche Aufenthalts- und Arbeitsflächen.

Hintergrund:

Die Maßnahme ist Teil des „Hochschulbaukonsolidierungsprogramms“ (HKoP) des Landes NRW. Es steht ein Gesamtbudget von 113,7 Millionen Euro zur Verfügung, den Großteil der Kosten trägt das Land NRW, 11 Prozent steuert die Universität Siegen bei. Der Sanierungsbereich umfasst mit rund 34.000 Quadratmetern etwa ein Drittel der gesamten Fläche des Adolf-Reichwein-Campus.

 

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