Girl Power beim Brückenbau

Die Gewinnerinnen: Annika Wickel, Johanna Langenmeier und Sophie Voß (v.l.) Bildnachweis: Universität Siegen

Auch beim 15. Schülerwettbewerb „Papierbrücken“ war die Spannung in der Aula des Paul-Bonatz-Gebäudes der Uni Siegen groß. Eine Rekord-Teilnehmerzahl von über 80 Schülern und Schülerinnen von insgesamt zehn Schulen aus der Region fieberten der entscheidenden Messung entgegen. Welche Brücke würde am meisten Gewicht aushalten? Jedes der 19 Teams aus den Jahrgangsstufen 10 bis 13 hatte im Vorfeld eine Brücke aus Papier selbst gebaut. Nun musste noch getestet werden, welche Brücke die größte Last aushält. Das war das entscheidende Kriterium für den Sieg. Am Ende lag die Konstruktion von drei Schülerinnen vom Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium (FJM) Siegen vorn.

Die Regeln: Jede Gruppe sollte eine Brücke aus Papier konstruieren, die selbst nicht mehr als 300 Gramm wiegen durfte, aber eine größtmögliche Last tragen konnte. Die Schüler verwendeten lediglich Papier und handelsüblichen Kleber. Die Brücke muss dabei bestimmte Randbedingungen einhalten wie Stützweite sowie Breite und Höhe des Querschnitts. „Brückenbau“ heißt für Jugendliche, auf spielerische Weise einen ersten Einblick in die Fragestellungen der Bauingenieure zu erhalten, in Teams mit Kreativität praktische Aufgaben aus der Welt der Bauingenieure zu lösen und an der Uni erstes Wissen über bautechnische Themen zu erfahren. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Die Schüler verzierten die Brücken mit Fähnchen, aufgemalten Backsteinen oder Minions. Bewertet wurden die Tragfähigkeit der Brücke, die Dokumentation, die kreativen Ideen und die Qualität der Ausführung. Die Belastungsprobe fand dann wie in den Jahren zuvor live in der Uni vor Publikum statt.

Annika Wickel, Johanna Langenmeier und Sophie Voß aus der Klasse Q1/Q2 des Fürst-Johann-Moritz-Gymnasiums in Siegen waren überglücklich und sagten: „Wir sind selbst aber schon überrascht, dass es so gut gehalten hat.“ Die 169 Gramm leichte Papierbrücke der Siegerinnen hielt im Belastungstest 28,45 Kilogramm Maximallast aus und wurde mit einem Geldpreis von 150 Euro prämiert. Die Schülerinnen erreichten 970 von 1000 Gesamtpunkten. „970 von 1000 möglichen Punkten. Das ist ein tolles Ergebnis“, sagte Dipl.-Ing. Jörg Wieland. Sie verwiesen so das Gymnasium Maria Königin Lennestadt (21,15 kg und 738 Punkte) und das Gymnasium Wilnsdorf (9,15 kg und 691 Punkte) auf die Plätze 2 und 3, die jeweils mit 100 Euro und 50 Euro bedacht wurden. Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhielten eine Urkunde und einen Sachpreis. Die Preise wurden gestiftet vom Förderverein für Architektur und Bauingenieurwesen an der Uni Siegen.

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