Route 57: Hof löst Kocherscheidt ab

Amtswechsel beim Verein Route 57: Eckehard Hof (l.) hat die Position des Vorsitzenden von Christian F. Kocherscheidt übernommen.

„Den vielen Stimmen für die Route 57 mehr Gewicht verleihen – das ist unser Ziel. Und dafür haben wir uns gezielt breiter aufgestellt!“ Eckehard Hof ist neuer Vorsitzender des Vereins, dessen Name längst Inbegriff eines der wichtigsten Verkehrsprojekte der Region ist: der Ortsumgehungskette, die das Siegerland besser mit dem Wittgensteiner Land verbinden soll. Eckehard Hof tritt damit die Nachfolge von Christian F. Kocherscheidt an, der das Amt aus persönlichen Gründen abgibt. In der jüngsten Mitgliederversammlung dankte der neue Vereinschef seinem Vorgänger für sein großes Engagement über viele Jahre, das auch dazu beigetragen habe, dass die „Route 57“ heute im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes verortet sei.

Argumente für die Route 57 sollen unterstrichen werden
Die Fortschritte in der Planung und Umsetzung des Projektes verliefen allerdings ausgesprochen zäh. Hinzu kämen immer wieder Versuche von interessierter Seite, die Sinnhaftigkeit der Ortsumgehungen in Frage zu stellen. „Hier wird es in den kommenden Monaten erneut darauf ankommen, die vielen Argumente für die Route 57 öffentlichkeitswirksam klar zu machen, auch gegenüber den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung“, betont Eckehard Hof. Immerhin sei die Ortsumgehungskette nicht nur irgendeine Straße, sondern ein wichtiger Beitrag, die Zukunft des heimischen Wirtschafts- und Lebensraumes zu sichern. Dabei gehe es auch, aber längst nicht nur, um wirtschaftliche Fragen, hebt Ingo Degenhardt hervor. Der heimische DGB-Chef und frisch wiedergewählte stellvertretende Vorsitzende wirbt seit langem dafür, bei der Route 57 eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen: „Dieses Projekt trägt dazu bei, ökonomische, ökologische und soziale Herausforderungen zu bewältigen, vor denen wir vermehrt stehen.“ Der Region werde der „Sprung in die Zukunft“ nicht gelingen, wenn sie hierfür nicht die infrastrukturellen Voraussetzungen schaffe. „Ich möchte, dass auch in 30 Jahren Berufseinsteiger in Siegen-Wittgenstein noch attraktive Arbeitsplätze vor Ort vorfinden und nachfolgende Generationen hier ihren Lebensmittelpunkt setzen können.“

Der Verein Route 57 e.V. setzt sich beharrlich für eine bessere Verkehrsverbindung zwischen Wittgenstein und dem Siegerland ein.

Generationenübergreifende Arbeit für die Route 57
Die Planungen für die Route 57 erstreckten sich bereits über viele Jahre. Es sei offenkundig, dass noch sehr viel Geduld vonnöten sein werde, bis nach der Südumgehung Kreuztal weitere Ortsumgehungen in Sichtweite rückten, betont Christoph Schorge, neuer zweiter stellvertretender Vorsitzender: „Das Thema beschäftigt längst auch jüngere Generationen, die von der besseren Verkehrsverbindung einmal profitieren sollen. Es geht darum, dass sie und ihre Kinder hier später optimale Entfaltungschancen vorfinden, für die wir unter anderem mit einer guten Verkehrsinfrastruktur vorsorgen wollen.“ Die Vorsitzenden von Route 57 e.V. werden von einem breit aufgestellten Team im Vorstand unterstützt. Zu Beisitzern wurden gewählt: Michel Löcker, Tarek Kleber, Holger Saßmannshausen, Luiza Licina-Bode, Volkmar Klein, Thomas Dienst, Peter Müller, Gregor Smeets, Reiner Jung, Elke Thorwarth und Bernd Weide. Das Amt des Kassenwartes führt Hans-Peter Langer weiter. Neuer Schriftführer ist Christof Dickel. „Mit dieser Besetzung ist es uns gelungen, im Vorstand einen generationenübergreifenden Bogen zu spannen und die wichtige Arbeit im Interesse eines lebenswerten Arbeits- und Lebensstandortes in die Zukunft zu führen“, unterstreicht Eckehard Hof. Die Vorstandsmitglieder seien zudem sämtlich gut vernetzt und könnten damit ideal in die Breite der Gesellschaft wirken. Dies sei wichtig, um einen möglichst großen Widerhall zu erzeugen. Er habe keinerlei Zweifel daran, dass die Mehrheit der Menschen in den betroffenen Kommunen für die Route 57 sei, allerdings hinterlasse der allgemeine Frust angesichts langer Planungszeiträume für Infrastrukturen, gleich welcher Art, Spuren. „Hier lautet unsere Botschaft an die Politik: Beschleunigt endlich die Verfahren, damit der Anschluss nicht endgültig verpasst wird!“

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