{"id":9724,"date":"2018-07-10T09:44:01","date_gmt":"2018-07-10T07:44:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=9724"},"modified":"2018-07-10T09:44:01","modified_gmt":"2018-07-10T07:44:01","slug":"in-nrw-geht-wieder-was","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/in-nrw-geht-wieder-was\/","title":{"rendered":"\u201eIn NRW geht wieder was!\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Die NRW-Unternehmensverb\u00e4nde haben am Montag auf ihrem Unternehmertag in D\u00fcsseldorf eine positive Zwischenbilanz des ersten Jahres der Landesregierung gezogen. Das wirtschaftspolitische Klima in Nordrhein-Westfalen habe sich deutlich verbessert. Dies sei insbesondere den Entfesselungspaketen zu verdanken. \u201eViele Unternehmen und Gr\u00fcnder haben das Gef\u00fchl: In NRW geht wieder was\u201c, sagte der Pr\u00e4sident der Landesvereinigung der Unternehmensverb\u00e4nde Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, in Anwesenheit von NRW-Ministerpr\u00e4sident Armin Laschet. Die Landesregierung habe au\u00dferdem mit ihrer innovationsfreundlichen Agenda ein wichtiges Signal f\u00fcr den Aufholprozess gesetzt. \u00dcberdies werde in NRW endlich wieder entschlossen am Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gearbeitet. \u201eDie Landesregierung hat gleich zu Beginn ein ordentliches Tempo vorgelegt\u201c, lobte Kirchhoff.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Zugleich forderte der NRW-Unternehmerpr\u00e4sident die Landesregierung jedoch auf, das Tempo konsequent hochzuhalten, um Nordrhein-Westfalen im Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte wieder nach vorn zu bringen. Es gebe Bereiche, in denen dringend etwas passieren m\u00fcsse. \u201eDie Extra-Rucks\u00e4cke der \u00fcberzogenen Umweltregulierung mit Sonderbelastungen f\u00fcr die NRW-Wirtschaft m\u00fcssen jetzt weg\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff. Auch die Industriepolitik des Landes k\u00f6nne eine Tempoversch\u00e4rfung vertragen. Die Landesregierung m\u00fcsse sich noch mehr darum k\u00fcmmern, dass wieder mehr Industrieunternehmen in NRW investierten. \u201eAllein mit Start-ups, aber ohne eine starke Industrie, wird der Aufholprozess nicht gelingen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mit Blick auf die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission warnte Kirchhoff vor klimapolitischen Schnellsch\u00fcssen. Es d\u00fcrfe kein blindes Wettrennen um den fr\u00fchesten Ausstiegstermin aus der Kohleverstromung am gr\u00fcnen Tisch geben. \u201eGerade f\u00fcr unser Bundesland steht viel auf dem Spiel\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff. Nordrhein-Westfalen ben\u00f6tige eine energiepolitische Agenda, die Versorgungssicherheit mit Strom zu jeder Sekunde und wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise gew\u00e4hrleiste. Gleichzeitig m\u00fcssten die Voraussetzungen f\u00fcr industrielle Neuansiedlungen im Rheinischen Revier geschaffen werden. \u201eDas ist auch meine klare Erwartung an die Landesregierung\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gro\u00dfe Erwartungen habe die NRW-Wirtschaft auch an die von der Landesregierung angek\u00fcndigte Ruhrgebietskonferenz. \u201eDas d\u00fcrfen keine Kaffee-Runden werden\u201c, so Kirchhoff. Um die gro\u00dfen Potenziale des mit sechs Millionen Menschen gr\u00f6\u00dften Ballungsraums Deutschlands zu nutzen, seien gro\u00dfe Anstrengungen und vor allem ein gutes Prozess-Management erforderlich. \u201eDas Ruhrgebiet braucht neuen Gemeinschaftsgeist statt altes Kirchturmdenken\u201c, sagte er. Wenn f\u00fcr diese Region jetzt in gro\u00dfen Linien gedacht und ganz NRW in den mehrj\u00e4hrigen Prozess einbezogen werde, k\u00f6nne dort die Zukunftsregion Europas entstehen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Deutlich kritisierte der NRW-Unternehmerpr\u00e4sident das Erscheinungsbild der Bundesregierung. Er habe kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Berliner Theater der vergangenen Wochen. \u201eIch erwarte jetzt dringend, dass die Bundesregierung wieder zum Mannschaftsspiel zur\u00fcckfindet und aufh\u00f6rt, aufs eigene Tor zu schie\u00dfen\u201c, betonte Kirchhoff. Angesichts heftiger Angriffe auf den freien Welthandel durch Strafz\u00f6lle und zunehmenden Protektionismus ben\u00f6tige Deutschland jetzt eine Bundesregierung, die international Verantwortung zeige und im eigenen Land die Hausaufgaben erledige.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Deutschland k\u00f6nne die gewaltigen Herausforderungen nur bew\u00e4ltigen, wenn die Wirtschaft stark bleibe. Leider atme der Koalitionsvertrag von Union und SPD den Geist einer scheinbaren Unverwundbarkeit Deutschlands. Die fortgesetzte Umverteilungspolitik gehe zulasten der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Unternehmen. Die Politik m\u00fcsse aufpassen, dass der Bogen nicht \u00fcberspannt werde.\u00a0 Statt immer neuer Verteilungsprojekte ben\u00f6tige das Land viel mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur, \u201eDas ist der Job, den die Bundesregierung jetzt leisten muss\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In der dem Unternehmertag vorausgegangenen Mitgliederversammlung hatten die nordrhein-westf\u00e4lischen Unternehmer Arndt G. Kirchhoff f\u00fcr zwei weitere Jahre zu ihrem Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. Kirchhoff ist CEO der KIRCHHOFF Automotive GmbH &amp; Co KG mit Sitz in Iserlohn. Das Familienunternehmen besch\u00e4ftigt weltweit rund 12.500 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die NRW-Unternehmensverb\u00e4nde haben am Montag auf ihrem Unternehmertag in D\u00fcsseldorf eine positive Zwischenbilanz des ersten Jahres der Landesregierung gezogen. Das wirtschaftspolitische Klima in Nordrhein-Westfalen habe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9725,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[32,4,11],"tags":[],"class_list":["post-9724","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-meinung","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/18-7-9_Kirchhoff_UT2018.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9724","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9724"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9724\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9726,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9724\/revisions\/9726"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9724"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9724"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9724"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}