{"id":955,"date":"2012-10-31T14:55:32","date_gmt":"2012-10-31T13:55:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=955"},"modified":"2012-11-07T10:46:36","modified_gmt":"2012-11-07T09:46:36","slug":"bundesumweltminister-peter-altmaier-energiewende-nur-mit-der-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/bundesumweltminister-peter-altmaier-energiewende-nur-mit-der-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Bundesumweltminister Peter Altmaier: Energiewende nur mit der Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_956\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/124-12-Bundesumweltminister-Altmaier-bei-der-IHK-Siegen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-956\" class=\"size-medium wp-image-956\" title=\"Bundesumweltminister Altmaier bei der IHK Siegen.\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/124-12-Bundesumweltminister-Altmaier-bei-der-IHK-Siegen-300x196.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/124-12-Bundesumweltminister-Altmaier-bei-der-IHK-Siegen-300x196.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/124-12-Bundesumweltminister-Altmaier-bei-der-IHK-Siegen.jpg 700w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-956\" class=\"wp-caption-text\">Bundesumweltminister Peter Altmaier (3. v. li.) lie\u00df keinen Zweifel: \u201eIch m\u00f6chte, dass diese Energiewende ein Erfolg wird.\u201c<\/p><\/div>\n<p>Siegen, 31. Oktober 2012. \u201eIch m\u00f6chte eine Energiewende mit der Wirtschaft und nicht gegen sie\u201c, bekannte Peter Altmaier, Bundesminister f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (CDU), k\u00fcrzlich bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Siegen. Dabei ging es um die Frage: \u201eDeutsche Energiepolitik \u2013 quo vadis?\u201c Rund 200 Unternehmer sowie Repr\u00e4sentanten aus Politik und Gesellschaft wollten wissen, wohin der Weg geht.<\/p>\n<p>\u201eDie Energiewende ist so etwas wie eine Operation am offenen Herzen der Volkswirtschaft w\u00e4hrend eines Marathonlaufes um Wettbewerbsf\u00e4higkeit\u201c \u2013 so beschrieb der trotz Erkrankung gut gelaunte Minister die Problematik. Er pers\u00f6nlich glaube, dass der Ausstieg aus der Kernenergie richtig war, betonte Peter Altmaier. Man m\u00fcsse ihn so gestalten, dass er f\u00fcr den Standort Deutschland ein Gewinn wird. Viele Unternehmer h\u00e4tten durch den Ausbau der erneuerbaren Energien ein neues Gesch\u00e4ftsfeld gefunden. Zum ersten Mal k\u00f6nne man in Deutschland \u201eGeld verdienen und dazu noch f\u00fcr einen guten Zweck\u201c.<\/p>\n<p>Peter Altmaier lie\u00df keinen Zweifel: \u201eIch m\u00f6chte, dass diese Energiewende ein Erfolg wird.\u201c Dabei ist ihm die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft besonders wichtig. Der Anteil der erneuerbaren Energien von heute 25 Prozent m\u00fcsse bis 2050 auf 80 Prozent ansteigen: \u201eDas ist eine Herausforderung, die k\u00f6nnen Sie nur gemeinsam mit der Wirtschaft bew\u00e4ltigen.\u201c Er werde die volkswirtschaftlichen und die kostenm\u00e4\u00dfigen Auswirkungen der Energiewende nie verharmlosen, sagte Altmaier zu. Und er werde das Seine zu, um sie zu begrenzen. Aber auch die Wirtschaft m\u00fcsse das Ihre tue, damit die Energiewende gelinge. Die Umsetzung vor Ort k\u00f6nnten nur die Unternehmen leisten, \u201edie das Knowhow haben und die wissen, wie man solche Prozesse steuert und wie man damit gutes Geld verdient\u201c.<\/p>\n<p>Peter Altmaier ging auch auf das umstrittene EEG (Erneuerbare Energien-Gesetz) ein, das eine Ausgleichsregelung f\u00fcr Unternehmen mit sehr hohem Energieverbrauch absichert. Viele Unternehmer f\u00fcrchten, dass sie durch eine \u00c4nderung des Gesetzes k\u00fcnftig nicht mehr unter diese Ausgleichsregelung fallen. Das Gesetz ist in seinen Augen keine Subventionsregelung f\u00fcr die Industrie, sondern erhalte Arbeitspl\u00e4tze. Er k\u00f6nne aber nicht versprechen, dass es auf alle ausgedehnt werden k\u00f6nne, die die Ausgleichsregelung haben m\u00f6chten. Allen Akteuren machte er das Angebot, mit ihnen dar\u00fcber zu reden, ob die Abgrenzungen richtig gezogen worden sind. Auch ein weiteres \u201ehei\u00dfes Eisen\u201c packte Peter Altmaier an: \u201eDer Strom muss vom Norden in den S\u00fcden. Deshalb brauchen wir Gleichstromleitungen.\u201c Allerdings frage er sich, ob man davon vier gleichzeitig ben\u00f6tige. \u201eMan muss den Mut haben, nicht alle Entscheidungen gleichzeitig zu treffen.\u201c Zum Schluss wies der Minister auf die Chancen der Energiewende f\u00fcr die Industrie hin. Innovative Ideen und Technikbegeisterung k\u00f6nnten dazu beitragen, \u201edie Energiewende bezahlbar zu halten\u201c. Der Appell an die Unternehmer im Saal: \u201eKrempeln Sie die \u00c4rmel hoch. Dann k\u00f6nnen Sie f\u00fcr unser Land etwas wirklich Gutes erreichen.\u201c<\/p>\n<p>Zuvor hatte IHK-Vizepr\u00e4sident Dipl.-Ing. Axel Barten in seiner Begr\u00fc\u00dfungsrede die Forderungen der Unternehmen im Kammerbezirk auf den Punkt gebracht: \u201eWir brauchen dringend eine verl\u00e4ssliche und berechenbare Energiepolitik, die die Stromversorgung nachhaltig sichert, Netzstabilit\u00e4t jederzeit gew\u00e4hrleistet und auch Strom dauerhaft zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen bereitstellt.\u201c Die \u201ePowerregion\u201c mit den Leitbranchen Metall- und Maschinenbau, mit starken Unternehmen im Bereich der Automotive-Zulieferer und der Kunststoffindustrie sei die industriest\u00e4rkste in ganz Nordrhein-Westfalen. Die mittelst\u00e4ndischen und meist inhabergef\u00fchrten Unternehmen seien in beachtlichem Umfang energieintensiv. Jede energiepolitische Weichenstellung schlage hier besonders durch. Axel Barten: \u201eDer weltweite Wettbewerb nimmt keine R\u00fccksicht auf standortspezifische Sonderbelastungen, die auf bundesdeutsche Energiekosten-Topzuschl\u00e4ge zur\u00fcckzuf\u00fchren sind.\u201c<\/p>\n<p>Klartext redeten drei von der Energiewende besonders nachhaltig betroffene Unternehmer bei der von Dirk Glaser, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der in Olpe ans\u00e4ssigen S\u00fcdwestfalen Agentur GmbH, moderierten Diskussionsrunde mit dem Minister. Dr.-Ing. Christopher Gr\u00fcnewald, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Gebr. Gr\u00fcnewald GmbH &amp; Co.KG in Kirchhundem-Hofolpe, konfrontierte den Minister mit der Sorge um eine auch k\u00fcnftig l\u00fcckenlose Energieversorgung, die \u201e24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche zu bezahlbaren Kosten\u201c funktioniere. Ein weiteres gravierendes Problem sieht er in \u00c4nderungen der H\u00e4rtefallregelung f\u00fcr sein Papierunternehmen: \u201eWenn sie wegfallen w\u00fcrde, w\u00e4ren wir tot.\u201c Johannes Buch, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Karl Buch Walzengie\u00dferei GmbH &amp; Co.KG in Siegen-Weidenau, kritisierte, dass die Energiewende in vielen Bereichen nicht zu Ende gedacht worden sei. Die Gie\u00dfereien w\u00fcrden durch \u00c4nderungen im EEG hoch belastet: \u201eDas f\u00fchrt zum Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen.\u201c Winfried Stork, Chief Legal Officer der Muhr und Bender KG (Mubea) in Attendorn, bef\u00fcrchtet, dass durch Neuregelungen im EEG extrem hohe Kosten auf die Unternehmen zukommen. Au\u00dferdem forderte er von der Politik Planungssicherheit: \u201eWenn st\u00e4ndig neue Bestimmungen kommen, kann man nicht planen.\u201c Dr. Gerd Bollermann, Regierungspr\u00e4sident der Bezirksregung Arnsberg, sieht die Energiewende als Herausforderung f\u00fcr die Region. Sie schaffe auch Mehrwerte, etwa durch den Ausbau der Windenergie. Allerdings m\u00fcsse man sie nicht nur mit der Wirtschaft, sondern auch mit der Region bew\u00e4ltigen: \u201eWir k\u00f6nnen sie nur machen, wenn wir die Akzeptanz der Menschen haben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 31. Oktober 2012. \u201eIch m\u00f6chte eine Energiewende mit der Wirtschaft und nicht gegen sie\u201c, bekannte Peter Altmaier, Bundesminister f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (CDU),&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":956,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-955","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/124-12-Bundesumweltminister-Altmaier-bei-der-IHK-Siegen.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=955"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/955\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":959,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/955\/revisions\/959"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/956"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}