{"id":9168,"date":"2018-04-26T09:41:17","date_gmt":"2018-04-26T07:41:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=9168"},"modified":"2018-04-26T09:41:17","modified_gmt":"2018-04-26T07:41:17","slug":"in-deutschland-fehlen-frauen-in-maennerberufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/in-deutschland-fehlen-frauen-in-maennerberufen\/","title":{"rendered":"In Deutschland fehlen Frauen in M\u00e4nnerberufen"},"content":{"rendered":"<p class=\"HeroArticle_lead\">Immer mehr Ausbildungspl\u00e4tze bleiben unbesetzt, w\u00e4hrend auf dem Arbeitsmarkt junge Fachkr\u00e4fte fehlen. Der j\u00e4hrliche Aktionstag Girls\u2019Day bringt seit 2001 technische und naturwissenschaftliche Berufe n\u00e4her \u2013 eine gute Initiative, denn in vielen dieser m\u00e4nnertypischen Berufen fehlt der Nachwuchs. Doch auch in frauentypischen Berufen mangelt es an m\u00e4nnlichen Fachkr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Die Sozialverb\u00e4nde klagen seit Jahren \u00fcber Engp\u00e4sse bei den Gesundheits- und Krankenpflegern sowie den Altenpflegern \u2013 Berufe, die als frauentypisch gelten. Gerade einmal 20 bis 25 Prozent der Sch\u00fcler, die eine Ausbildung in diesem Bereich anfangen, sind m\u00e4nnlich. Bei Erziehern, ebenfalls ein Beruf mit gro\u00dfen Engp\u00e4ssen, ist es sogar nur jeder f\u00fcnfte. Seit 2011 findet deshalb parallel zum Girls\u2019Day der bundesweite Boys\u2019Day statt, der jungen M\u00e4nnern jene f\u00fcr sie neuen Berufe nahebringt, in denen der Anteil von weiblichen Besch\u00e4ftigten besonders hoch ist.<\/p>\n<div class=\"TextAddonBox modLeft\">\n<div class=\"TeaserPersonBasic Item\">\n<p>Eine besondere Herausforderung, M\u00e4nner in die typischen Frauenberufe in der Pflege zu bringen, sind die Einkommensperspektiven. Denn obwohl diese Berufe durch den demografischen Wandel immer wichtiger werden, l\u00e4sst die Bezahlung zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Ohne Frage spielen Gehaltsperspektiven und Aufstiegschancen bei der Berufsentscheidung von Jugendlichen eine Rolle \u2013 bei jungen M\u00e4nnern noch mehr als bei jungen Frauen. Doch Geld ist f\u00fcr junge Menschen nicht alles. Studien zeigen, dass eine erf\u00fcllende und sinnstiftende Arbeit f\u00fcr viele Jugendliche genauso wichtig ist. Darauf m\u00fcssen besonders Unternehmen im sozialen Bereich aufbauen und sich bei den Jugendlichen fr\u00fchzeitig als attraktiver Arbeitgeber positionieren, wie eine\u00a0<a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/studien\/gutachten\/beitrag\/alexander-burstedde-lydia-malin-paula-risius-rezepte-gegen-den-fachkraeftemangel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie des Kompetenzzentrums Fachkr\u00e4ftesicherung (Kofa)<\/a>belegt.<\/p>\n<p>Gerade eingefahrene Rollenklischees k\u00f6nnen nur langfristig aufgebrochen werden, deshalb brauchen die Chefs viel Ausdauer \u2013 und am besten Vorbilder. Unternehmen k\u00f6nnen zum Beispiel Mitarbeiter in die Schulen schicken, um \u00fcber vermeintliche Frauenberufe zu informieren \u2013 und nat\u00fcrlich umgekehrt. Oder sie holen sich am Girls\u2018Day und Boys\u2019Day den Nachwuchs direkt ins Haus. F\u00fcr diese Aktionstage spricht, dass sich die Zahlen der Ausbildungs- und Studienanf\u00e4ngerinnen in technischen Bereichen seit Einf\u00fchrung des Girls&#8217;Days positiv entwickeln. Mit gut 21.000 Studienanf\u00e4ngerinnen in den Ingenieurwissenschaften haben zuletzt so viele Frauen wie noch nie ein Technikstudium begonnen, belegte eine Langzeitstudie.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Ausbildungspl\u00e4tze bleiben unbesetzt, w\u00e4hrend auf dem Arbeitsmarkt junge Fachkr\u00e4fte fehlen. 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