{"id":886,"date":"2012-10-10T08:16:08","date_gmt":"2012-10-10T06:16:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=886"},"modified":"2012-10-10T08:16:08","modified_gmt":"2012-10-10T06:16:08","slug":"die-zeichen-stehen-auf-abkuehlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/die-zeichen-stehen-auf-abkuehlung\/","title":{"rendered":"Die Zeichen stehen auf Abk\u00fchlung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/konjunkturklima2-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-888\" title=\"Konjunkturklimaindex Sommer 2012\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/konjunkturklima2-12-300x209.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/konjunkturklima2-12-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/konjunkturklima2-12.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Siegen, 9. Oktober 2012. \u201eDie Konjunktur im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) ist aktuell noch ganz robust\u201c, so Klaus Th. Vetter. Der IHK-Pr\u00e4sident erl\u00e4uterte im Rahmen einer Pressekonferenz die Ergebnisse der j\u00fcngsten Konjunkturumfrage, an der sich 540 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung beteiligt hatten. Auslastung und Besch\u00e4ftigung sind bei der Mehrzahl der Industriebetriebe gut. Im Dienstleistungssektor sind Zeichen f\u00fcr eine Abschw\u00e4chung nur vereinzelt zu erkennen. Gegen die St\u00f6rfeuer, denen die Konjunktur immer mehr ausgesetzt ist, sind allerdings auch die Unternehmen in Siegen-Wittgenstein und Olpe nicht immun. \u201eDie Zeichen f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate stehen daher eindeutig auf Abk\u00fchlung\u201c, so Vetter.<\/p>\n<p>Kennzeichnend f\u00fcr die robuste Verfassung ist unter anderem das hohe Niveau der Ums\u00e4tze im Verarbeitenden Gewerbe, dem wichtigsten Wirtschaftsbereich und gr\u00f6\u00dften Arbeitgeber. Auch wenn die Zuw\u00e4chse beim Umsatz nicht mehr die Rekordwerte der Vorjahre erreichen, ist das Niveau hoch. 2011 hatte die Industrie den h\u00f6chsten je erwirtschafteten Umsatz erzielt und die 16 Milliarden-Euro-Marke nur knapp verfehlt. Bis zum Juli konnten die Industrieunternehmen ihren Umsatz noch einmal um 0,7 Prozent steigern. Auch die hohe Kapazit\u00e4tsauslastung der Industrie ist ein untr\u00fcgliches Zeichen f\u00fcr die gute Verfassung. Robust zeigt sich auch der Arbeitsmarkt, der gl\u00e4nzend dasteht. Dass die Unternehmen aber von den Entwicklungen der internationalen Konjunktur, vor allen Dingen aber von den wenig erfreulichen Nachrichten \u00fcber die anhaltende Finanz- und Schuldenkrise nicht unbeeinflusst sind, das zeigt der skeptische Blick der Unternehmen auf die n\u00e4chsten Monate. Im Konjunkturklimaindex kommt dies deutlich zum Ausdruck. Er ist gegen\u00fcber dem Jahresanfang von 117 auf 100 Punkte gefallen. Damit erreicht er wieder den Stand vom Herbst 2008. Bei aller Skepsis gegen\u00fcber der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung: Die Mehrzahl der Betriebe geht nicht davon aus, dass die anstehende Abk\u00fchlung f\u00fcr sie zu einem tiefen und lang anhaltenden Konjunktureinbruch f\u00fchrt wie zuletzt 2009. Dazu tr\u00e4gt auch die insgesamt gute Verfassung der Betriebe bei. Sie sind in den letzten Jahren deutlich wettbewerbsf\u00e4higer und krisenresistenter geworden.<\/p>\n<p>\u00dcber alle Wirtschaftsbereiche betrachtet, verschlechterte sich insbesondere die Einsch\u00e4tzung der Unternehmen f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate. Nur noch 15 Prozent der Betriebe erwarten eine bessere Entwicklung, 29 Prozent bef\u00fcrchten Verschlechterungen. Damit hat sich die Zahl der pessimistischen Unternehmen fast verdoppelt. Aber immer noch deutlich mehr als jeder zweite Befragte geht davon aus, dass sich an dem bisherigen Gesch\u00e4ftsverlauf auch in den n\u00e4chsten Monaten nichts \u00e4ndert.<\/p>\n<p>Durchaus unterschiedlich ist die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Die Industrieunternehmen erfahren die Konjunkturabschw\u00e4chung durch nachlassende Auftragseing\u00e4nge, das gilt sowohl f\u00fcr das Inlands- wie auch f\u00fcr das Auslandsgesch\u00e4ft. Deswegen werden die Unternehmen auch bei ihren Investitionsabsichten vorsichtiger. \u00d6fter als noch zu Jahresbeginn wollen die Betriebe Investitionen zur\u00fcckstellen. Knapp ein Drittel der Industriebetriebe beurteilt die aktuelle Lage als gut. 17 Prozent als schlecht. Fast die H\u00e4lfte der Unternehmen sind zu \u00fcber 85 Prozent und 84 Prozent sind zu \u00fcber 70 Prozent ausgelastet. Das sind h\u00f6here Anteile als zu Jahresbeginn. Den Auftragsbestand stufen \u00fcber drei Viertel der Firmen als ausreichend bis hoch ein. Die Aussagen zu den Ertr\u00e4gen fallen allerdings nicht mehr so positiv aus. Unterm Strich bef\u00fcrchtet im Industriesektor jeder dritte Betrieb k\u00fcnftig ung\u00fcnstigere Gesch\u00e4fte. Nur noch 16 Prozent erwarten Verbesserungen. Jeder zweite Betrieb geht allerdings auch davon aus, dass sich an seiner derzeitigen Lage in den n\u00e4chsten Monaten nichts Wesentliches \u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Auch im Baugewerbe ist eine gewisse Beruhigung erkennbar, bei nach wie vor guter Auslastung. 39 Prozent der Betriebe melden eine gute Gesch\u00e4ftslage, weit \u00fcber die H\u00e4lfte ist immer noch zufrieden. Nur sechs Prozent bewerten ihre aktuelle Lage schlecht. Zuw\u00e4chse zeigen der gewerbliche, der Wohnungs- und auch der Stra\u00dfenbau. Angesichts der bevorstehenden Wintersaison und des ged\u00e4mpfteren Investitionsklimas f\u00fcrchtet aber fast jeder dritte Baubetrieb in den kommenden Monaten schlechtere Gesch\u00e4ftsabschl\u00fcsse, nur sechs Prozent gehen davon aus, dass es weiter besser wird. Die \u00fcberwiegende Mehrzahl von 63 Prozent geht von einem stabilen Verlauf aus.<\/p>\n<p>Etwas skeptischer bewerten die Einzelh\u00e4ndler ihre aktuelle Gesch\u00e4ftslage. Ein Drittel beschreibt die Lage als schlecht, nur knapp jeder Vierte als gut. \u00dcber ein Drittel der H\u00e4ndler berichten \u00fcber Umsatzeinbu\u00dfen in den vergangenen Monaten. Negativ beurteilt vor allen Dingen der Kfz- und der Textilhandel seine aktuelle Lage. Insgesamt bezeichnen \u00fcber die H\u00e4lfte der Einzelhandelsbetriebe das Kaufverhalten derzeit als zur\u00fcckhaltend. Obwohl robuster Arbeitsmarkt und stabile Einkommensentwicklung die Konsumgrundlage prinzipiell verbessern, werden die Verbraucher durch die Euro-Schulden-Krise verunsichert und die Kauflaune durch hohe Energie- und Spritpreise vermiest. Dementsprechend setzen die Einzelh\u00e4ndler auch kaum auf Besserungen. Nur zw\u00f6lf Prozent der Betriebe erwarten k\u00fcnftig bessere Gesch\u00e4fte, 28 Prozent bef\u00fcrchten dagegen Einbu\u00dfen.<\/p>\n<p>Deutlich besser ist die Stimmungslage im Gro\u00dfhandel. 42 Prozent der befragten Unternehmen berichten \u00fcber eine gute Gesch\u00e4ftslage. F\u00fcr jeden Zweiten ist sie immer noch befriedigend. Und nur acht Prozent bewerten sie als schlecht. Der produktionsnahe Gro\u00dfhandel profitiert aktuell noch von der guten Auslastung der Industrie, bef\u00fcrchtet aber Einbu\u00dfen in den n\u00e4chsten Monaten. Im Ergebnis setzt ein F\u00fcnftel aller Gro\u00dfhandelsbetriebe weiter auf Zuw\u00e4chse. Mehr als jeder Vierte ist aber auch skeptisch eingestellt.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie die Gro\u00dfh\u00e4ndler sind auch die regionalen Dienstleistungsunternehmen mit ihrer aktuellen Situation noch sehr zufrieden. \u00dcber ein Drittel bewertet die aktuelle Lage gut, nur zehn Prozent schlecht und jeder Dritte verzeichnete zuletzt Umsatzzuw\u00e4chse. Verkehrsgewerbe und unternehmensnahe Dienstleister erzielten diese besonders durch positive Impulse der Industrie, nun allerdings registrieren sie auch hier z\u00f6gerlichere Auftragseing\u00e4nge.<\/p>\n<p>Der regionale Arbeitsmarkt bleibt in robuster Verfassung. Die Arbeitslosenquote liegt mit f\u00fcnf Prozent Ende September nur um 0,1 Prozentpunkte \u00fcber dem Vorjahr. Im Kreis Olpe und im Altkreis Wittgenstein liegt sie mit 4,2 Prozent bzw. 4,0 Prozent noch deutlich unter dieser Marke. Im Altkreis Siegen werden 5,6 Prozent Arbeitslose gez\u00e4hlt. Alleine die Industrie hat in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten \u00fcber 1100 Arbeitspl\u00e4tze geschaffen, was einem Zuwachs von 2,2 Prozent entspricht. Die Einstellungsneigung der regionalen Wirtschaft f\u00e4llt insgesamt allerdings geringer aus als zum Fr\u00fchjahr. Trotzdem wollen unter dem Strich mehr Betriebe ihre Besch\u00e4ftigung aus- statt abbauen. Auch im Gro\u00dfhandel und bei den Dienstleistern bleibt die Einstellungsneigung ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 9. Oktober 2012. \u201eDie Konjunktur im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) ist aktuell noch ganz robust\u201c, so Klaus Th. Vetter. 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