{"id":8855,"date":"2018-03-13T08:15:44","date_gmt":"2018-03-13T07:15:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=8855"},"modified":"2018-03-13T08:15:44","modified_gmt":"2018-03-13T07:15:44","slug":"stadt-steht-vor-einer-riesenchance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/stadt-steht-vor-einer-riesenchance\/","title":{"rendered":"\u201eStadt steht vor einer Riesenchance\u201c"},"content":{"rendered":"<p>110 G\u00e4ste z\u00e4hlte das Wirtschaftsgespr\u00e4ch der IHK Siegen bei der Gebr. Kemper GmbH + Co. KG in Olpe \u2013 zur Freude von IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel: \u201eDas zeigt, welch hohen Stellenwert dieses Veranstaltungsformat in der Region genie\u00dft.\u201c Beherrschendes Thema war die anstehende Neugestaltung der Olper Innenstadt. Das Gesicht der Stadt wird sich in den n\u00e4chsten Jahren stark ver\u00e4ndern. Die grundlegenden Weichen werden bereits in diesem Jahr gestellt. Eindringlich warb B\u00fcrgermeister Peter Weber daher daf\u00fcr, sich in den Prozess f\u00fcr ein st\u00e4dtebauliches Entwicklungskonzept einzubringen.<\/p>\n<p>Die Herausforderung bestehe darin, unterschiedliche Areale der Innenstadt k\u00fcnftig m\u00f6glichst gut zu verbinden, erkl\u00e4rte B\u00fcrgermeister Peter Weber: \u201eHierzu geh\u00f6ren neben der St\u00e4rkung und Vernetzung von Sport-, Freizeit- und Erholungsfunktionen im Bereich des Obersees neue Nutzungsideen f\u00fcr den Standort der Realschule und den Bereich des jetzigen Rathauses, aber auch eine Aufwertung und Vernetzung \u00f6ffentlicher R\u00e4ume sowie neue Nutzungsans\u00e4tze f\u00fcr weitere Fl\u00e4chen im Bereich des alten Bahnhofs.\u201c Der B\u00fcrgermeister k\u00fcndigte eine erste B\u00fcrgerinformation f\u00fcr den Ideen- und Gestaltungsprozess am 19. M\u00e4rz an und vermerkte sogleich erste Anregungen. So warb Willi Hempelmann (WIVCON-ENEGRY) f\u00fcr die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Innenstadt. Auch die Ansiedlung von Co-Working Spaces wurde genannt.<\/p>\n<p>Das st\u00e4dtebauliche Entwicklungskonzept soll bis Jahresende erarbeitet sein. Die Umsetzung ist bis 2023 vorgesehen. Die Planung f\u00fcr den Neubau des Rathauses l\u00e4uft bereits. Sie soll 2022 abgeschlossen sein. Die Entscheidung f\u00fcr den Neubau und die damit einhergehenden M\u00f6glichkeiten einer st\u00e4dtebaulichen Neugestaltung der Olper Innenstadt berge eine \u201eRiesenchance\u201c, unterstrich Klaus Gr\u00e4bener. \u201eOlpe schafft jetzt die Strukturen f\u00fcr die kommenden 40 oder 50 Jahre. So kann sich die Stadt im interkommunalen Wettbewerb ideal aufstellen und gut behaupten. Wenn B\u00fcrgermeister Weber den Prozess weiterhin so unaufgeregt und konsequent steuert wie bisher, wird dies erfolgreich sein\u201c, erl\u00e4uterte der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer und verwies zur Veranschaulichung auf die \u00e4u\u00dferst positive Entwicklung der Stadt Siegen seit der Regionale 2013.<\/p>\n<p>Gute Perspektiven b\u00f6te dies auch dem \u00f6rtlichen Einzelhandel, der von guten Ausgangsvoraussetzungen profitiere: Der Einzelhandelsumsatz vor Ort liegt demnach bei fast 8100 Euro pro Kopf und damit um 2250 Euro \u00fcber dem Bundesdurchschnitt. Die Handelszentralit\u00e4t liegt bei 131 Punkten. Olpe zieht also in erheblichem Ma\u00dfe Kaufkraft von au\u00dferhalb an. Als Erfolgsfaktor machte IHK-Handelsreferent Marco Butz eine besonders engagierte und gemeinsam wirkende H\u00e4ndlerschaft aus. Er empfahl jedoch zugleich mehr Aktivit\u00e4ten im Onlinebereich.<\/p>\n<p>Einig waren sich die Gespr\u00e4chsteilnehmer darin, dass sich die Neugestaltung der Innenstadt positiv auf die Lebensqualit\u00e4t auswirken wird \u2013 ein wichtiger Faktor f\u00fcr die Gewinnung von Fachkr\u00e4ften. Aktuell weist Olpe eine Rekordbesch\u00e4ftigung von rund 14.720 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten auf. Im vergangenen Jahr wurden 130 neue Ausbildungsvertr\u00e4ge abgeschlossen. Gleichwohl werde der Fachkr\u00e4ftemangel langsam sp\u00fcrbar. \u201eNoch haben wir kein gravierendes Problem. Trotzdem w\u00fcnschen wir uns mehr junge Menschen in der betrieblichen Ausbildung. Der zunehmende Trend zum Studium geht genau in die falsche Richtung\u201c, gab Torsten Walter (Walter GmbH) zu bedenken.<\/p>\n<p>Eine traditionell hohe Ausbildungsquote von 8 bis 10 Prozent erreicht das gastgebende Unternehmen Kemper. Derzeit gebe es kaum einen Mangel an jungen Fachkr\u00e4ften, da jahrelang \u00fcber Bedarf ausgebildet worden sei, erkl\u00e4rte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Winfried Fischer. Es gelinge immer wieder, das Interesse junger Menschen zu gewinnen, etwa in ganzj\u00e4hrig stattfindenden Berufserkundungstagen. Den stetigen Ausbildungsanstrengungen in den technischen und kaufm\u00e4nnischen Berufen, aber auch dem Angebot eines dualen Studiums sei zudem das vergleichsweise junge Durchschnittsalter der Belegschaft zu verdanken. \u201eAllerdings gibt es auch Fachkr\u00e4fte, die wir nicht durch eigene Ausbildung gewinnen k\u00f6nnen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass die Region als solche attraktiv bleibt\u201c, erg\u00e4nzte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rupprecht Kemper. Das 1864 gegr\u00fcndete Familienunternehmen hat heute Tochterunternehmen weltweit und z\u00e4hlt knapp 900 Mitarbeiter, 800 davon am Standort in Olpe. Kemper genie\u00dft einen hervorragenden Ruf in seinen drei Gesch\u00e4ftsbereichen Gusstechnik, Geb\u00e4udetechnik und Walzprodukte und steht weltweit f\u00fcr pr\u00e4zise und hochqualitative Buntmetallprodukte und Metallhalbzeuge. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Sanit\u00e4r-Armaturen aus Rotguss und Edelstahl f\u00fcr die Trinkwasserinstallation in oberster Qualit\u00e4t und ist Spezialist f\u00fcr besonders anspruchsvolle Gussteile sowie f\u00fcr gewalzte B\u00e4nder aus Bronze und anderen Kupferlegierungen f\u00fcr die Automobil-, Kommunikations- und Elektrotechnik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>110 G\u00e4ste z\u00e4hlte das Wirtschaftsgespr\u00e4ch der IHK Siegen bei der Gebr. Kemper GmbH + Co. 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