{"id":8689,"date":"2018-02-15T11:40:53","date_gmt":"2018-02-15T10:40:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=8689"},"modified":"2018-02-15T11:41:43","modified_gmt":"2018-02-15T10:41:43","slug":"8689-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/8689-2\/","title":{"rendered":"Intermediate Care-Station f\u00fcr zwei Millionen Euro"},"content":{"rendered":"<p>Das <a href=\"http:\/\/www.jung-stilling.de\/start\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Diakonie Klinikum Jung-Stilling<\/a> in Siegen hat im Zuge seiner umfangreichen Neubau- und Modernisierungsma\u00dfnahmen zwei Millionen Euro in eine neue Intermediate Care-Station investiert. Auf 350 Quadratmetern finden sich f\u00fcnf gro\u00dfz\u00fcgige Doppelzimmer mit eigenen B\u00e4dern und Nebenr\u00e4ume.\u00a0Hier k\u00f6nnen Vitalfunktionen mit moderner Technik rund um die Uhr \u00fcberwacht, Schwerkranke besonders umfassend gepflegt und bald auch langzeitbeatmete Patienten von der k\u00fcnstlichen Beatmung entw\u00f6hnt werden.<\/p>\n<p>Die neue Station verf\u00fcgt \u00fcber Medizintechnik \u00e4hnlich einer Intensivstation und er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten. Behandelt und gepflegt werden Patienten aller Fachrichtungen. \u201eMit der neuen Intermediate Care-Station richten wir uns zudem auf steigende Patientenzahlen ein\u201c, erkl\u00e4rt Privatdozent Dr. Reiner Giebler, Chefarzt der An\u00e4sthesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin. \u201eZum einen sp\u00fcren wir den demographischen Wandel und behandeln immer mehr Menschen aus altersbedingten Gr\u00fcnden, zum anderen w\u00e4chst mit dem medizinischen Fortschritt auch der Bedarf an Intensivbetten.\u201c<\/p>\n<p>Der Begriff Intermediate Care stammt aus dem Englischen und bedeutet Zwischenpflege, denn die Intermediate Care-Station verbindet Intensiv- und Normalstation. Hier werden Kranke versorgt, die keine Intensivstation brauchen, aber trotzdem ununterbrochen \u00fcberwacht werden m\u00fcssen und besonders pflegebed\u00fcrftig sind. Oft sind das kardiologische oder frisch operierte Patienten. \u201eManche Operationen sind sehr belastend und es ist wichtig, anschlie\u00dfend die Vitalfunktionen zu kontrollieren, um m\u00f6gliche Schwierigkeiten zu verhindern oder fr\u00fch zu erkennen\u201c, sagt Neurochirurg Professor Dr. Veit Braun, Medizinischer Direktor des Diakonie Klinikums. Weil die neue Station intensivmedizinisch \u2013 beispielsweise mit Beatmungsger\u00e4ten und umfangreichen Monitoring f\u00fcr die Herz-Kreislauf-Funktionen \u2013 ausgestattet ist, kann das Krankenhaus hier au\u00dferdem bald das sogenannte Weaning durchf\u00fchren. Damit ist die Entw\u00f6hnung von der k\u00fcnstlichen Beatmung gemeint. Denn werden Patienten \u00fcber l\u00e4ngere Zeit\u00a0 k\u00fcnstlich beatmet, bildet sich ihre Atemmuskulatur zur\u00fcck und sie m\u00fcssen das eigenst\u00e4ndige Atmen erst langsam wieder trainieren. Bislang war das im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in der Intensivstation m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Intermediate Care-Station entlastet die operativen und konservativen Intensivstationen und sorgt zugleich f\u00fcr mehr Patientensicherheit. \u201ePatienten k\u00f6nnen die Intensivstation fr\u00fcher verlassen und wir haben Platz f\u00fcr neue intensivpflichtige Notf\u00e4lle\u201c, erkl\u00e4rt Hubert Becher, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Diakonie Klinikums. \u201eZugleich vermeiden wir fr\u00fchzeitige Verlegungen auf die Normalstation, die zu ungeplanten und notfallm\u00e4\u00dfigen R\u00fcckverlegungen auf die Intensivstation f\u00fchren k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Aber nicht nur Patienten, auch Mitarbeiter profitieren: Weil weniger besonders pflegebed\u00fcrftige Patienten von der Intensivstation direkt in die normalen Stationen verlegt werden, entlastet das dort die Pflegekr\u00e4fte. \u201ePatienten, die bis vor kurzem intensivpflichtig waren, haben oft ganz andere Bed\u00fcrfnisse\u201c, wei\u00df Pflegedirektor Sascha Frank. Betreut werden die Patienten in der Intermediate Care-Station von einem multiprofessionellen Team, das unter anderem aus Medizinern, Pflegefachkr\u00e4ften und Physiotherapeuten besteht. Eine Fachkraft ist f\u00fcr maximal zwei bis drei Patienten da und immer eine Pflegefachkraft mit der Fachweiterbildung An\u00e4sthesie und Intensivpflege im Dienst. 20 Prozent der Mitarbeiter m\u00fcssen deshalb \u00fcber diese Zusatzqualifikation verf\u00fcgen. Pflegerische Leiterin der Station ist Regina Wilhelm. \u201eF\u00fcr das Weaning bilden wir zus\u00e4tzliche Mitarbeiter aus, die dann das Team komplettieren\u201c, sagt Becher.<\/p>\n<p>Die bisherige, ebenfalls zehn Betten umfassende Intermediate Care-Station bleibt vorerst bestehen. Sp\u00e4ter soll auch sie medizintechnisch und optisch ert\u00fcchtigt und in den Bestand der Intensivstation \u00fcbergehen. Im Endausbau wird diese aus 33 Intensivbetten bestehen. Mit diesen Ma\u00dfnahmen setzt das Klinikum weitere Teile des aktuellen Feststellungsbescheides der Bezirksregierung um.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen hat im Zuge seiner umfangreichen Neubau- und Modernisierungsma\u00dfnahmen zwei Millionen Euro in eine neue Intermediate Care-Station investiert. 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