{"id":8545,"date":"2018-01-31T08:54:43","date_gmt":"2018-01-31T07:54:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=8545"},"modified":"2018-01-31T08:54:43","modified_gmt":"2018-01-31T07:54:43","slug":"24-stunden-streiks-scheinbar-von-langer-hand-vorbereitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/24-stunden-streiks-scheinbar-von-langer-hand-vorbereitet\/","title":{"rendered":"&#8222;24-Stunden-Streiks scheinbar von langer Hand vorbereitet&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Als \u201e\u00fcberfl\u00fcssig, rechtswidrig und sch\u00e4dlich\u201c haben die NRW-Metallarbeitgeber die Einleitung von Ganztagesstreiks durch die IG Metall kritisiert. Der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen, Dr. Luitwin Mallmann, warf der IG Metall vor, eine L\u00f6sung der laufenden Tarifrunde von vornherein nur nach versch\u00e4rften Arbeitskampfma\u00dfnahmen angestrebt zu haben. \u201eF\u00fcr eine derartige Eskalation habe ich kein Verst\u00e4ndnis\u201c, sagte er am Mittwoch in D\u00fcsseldorf. Die am vergangenen Wochenende in Stuttgart abgebrochenen Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten gewesen, als die IG Metall den Arbeitgebern am Samstagmorgen \u201eultimativ ein v\u00f6llig \u00fcberzogenes und deshalb unannehmbares Forderungspaket\u201c vorgelegt habe. \u201eDas konnten wir beim besten Willen nicht annehmen\u201c, erkl\u00e4rte er. Hier gebe es einen engen Schulterschluss zwischen allen Metallarbeitgeberverb\u00e4nden in Deutschland.<\/p>\n<p>Angesichts der nach wie vor bestehenden Forderung nach einem Teillohnausgleich f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Besch\u00e4ftigtengruppen werde METALL NRW nun in einem Hauptsacheverfahren gegen die rechtswidrigen Streikma\u00dfnahmen der IG Metall am Arbeitsgericht in Frankfurt klagen. \u201eDie Gewerkschaft will, dass die Unternehmen Mitarbeiter f\u00fcr gleiche Arbeitsleistung unterschiedlich verg\u00fcten. Das w\u00e4re eine im Kern rechtswidrige Forderung, f\u00fcr die nicht gestreikt werden darf\u201c, betonte Mallmann. In Deutschland k\u00f6nnten dies nur Gerichte feststellen. Sie anzurufen st\u00fcnde jedermann frei. Stelle das Gericht eine Rechtswidrigkeit der Forderung und des Streiks fest, dann m\u00fcsse die IG Metall mit Schadensersatzforderungen in betr\u00e4chtlichem Umfang rechnen. Die Gewerkschaft wisse sehr genau um die St\u00f6ranf\u00e4lligkeit der internationalen Lieferketten in der global vernetzten deutschen Metall- und Elektroindustrie. \u201e24-Stunden-Streiks gehen nicht nur richtig ins Geld, sondern verspielen viel Vertrauen bei unseren Kunden\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Mallmann forderte die IG Metall auf, gemeinsam mit den Arbeitgebern alle M\u00f6glichkeiten auszuloten, doch noch zu einer tragf\u00e4higen L\u00f6sung in der Tarifauseinandersetzung zu kommen. \u201eSonst taumelt der gr\u00f6\u00dfte deutsche Industriezweig in einen Fl\u00e4chenstreik\u201c, erkl\u00e4rte Mallmann. In einem auf Arbeitskampf programmierten Tarifklima lasse sich ein vern\u00fcnftiger und f\u00fcr beide Seiten tragf\u00e4higer Kompromiss jedenfalls nicht erreichen. Der IG Metall m\u00fcsse klar werden, dass die Unternehmen eine verfehlte Tarifpolitik nicht mittragen k\u00f6nnten, die den Betrieben Arbeitsvolumen in Zeiten von Fachkr\u00e4ftemangel wegnehme und dazu die Arbeitskosten in g\u00e4nzlich unvertr\u00e4gliche H\u00f6hen treibe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als \u201e\u00fcberfl\u00fcssig, rechtswidrig und sch\u00e4dlich\u201c haben die NRW-Metallarbeitgeber die Einleitung von Ganztagesstreiks durch die IG Metall kritisiert. Der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8229,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-8545","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Tarifrunde2017_Logo_Kachel-e1513287845986.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8545"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8545\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8547,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8545\/revisions\/8547"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}