{"id":8504,"date":"2018-01-26T08:38:20","date_gmt":"2018-01-26T07:38:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=8504"},"modified":"2018-01-26T11:13:14","modified_gmt":"2018-01-26T10:13:14","slug":"uni-siegen-und-rwth-aachen-forschen-gemeinsam-an-der-fabrik-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/uni-siegen-und-rwth-aachen-forschen-gemeinsam-an-der-fabrik-der-zukunft\/","title":{"rendered":"Uni Siegen und RWTH Aachen forschen gemeinsam an der Fabrik der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Wie sieht die Fabrik der Zukunft aus? Das m\u00f6chten die Universit\u00e4t Siegen und die RWTH Aachen k\u00fcnftig gemeinsam erforschen. Mit geb\u00fcndelten Kompetenzen und in Kooperation mit Unternehmen in S\u00fcdwestfalen, untersuchen die Hochschulteams, wie sich Fabriken in Zeiten der Digitalisierung weiterentwickeln und optimieren k\u00f6nnen. Am Mittwoch, 24. Januar 2018, haben der Rektor der Universit\u00e4t Siegen, Prof. Dr. Holger Burckhart, sein Aachener Kollege Prof. Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg sowie Prof. Dr.-Ing. Peter Burggr\u00e4f von der Uni Siegen offiziell den Kooperationsvertrag unterzeichnet.<\/p>\n<p>\u201eEs wird eine Kooperation mit gegenseitigem Gewinn f\u00fcr das Thema selbst als auch die Standorte an sich&#8220;, sagte Prof.\u00a0 Burckhart bei der Unterzeichnung. Die RWTH Aachen hat \u00fcber 100 Jahre Erfahrung im Bereich der Produktionstechnik und des Produktionsmanagements. Umgekehrt bietet die Kooperation mit der Uni Siegen den Aachenern einen direkten Zugang zum Mittelstand in S\u00fcdwestfalen als einer der st\u00e4rksten deutschen Industrieregionen. \u201eWir brauchen die Industrie als einen wichtigen Forschungsgegenstand\u201c, erkl\u00e4rte der Aachener Rektor Prof. Schmachtenberg. \u201eDie Kooperation mit der Universit\u00e4t Siegen verspricht eine wertvolle Zusammenarbeit in einer Thematik, die f\u00fcr unser Land existenziell wichtig ist.\u201c<\/p>\n<p>Die Uni Siegen wird im Zuge der Kooperation eine Demofabrik aufbauen \u2013 sozusagen ein lebendiges Labor. Sie soll eine Fl\u00e4che von etwa 2.000 Quadratmetern haben und bis zu zehn MitarbeiterInnen in der Produktion besch\u00e4ftigen, darunter TechnikerInnen und Meister. Angedacht ist, Karosserie-Komponenten f\u00fcr Elektroautos zu produzieren und somit als Zulieferer zu fungieren. \u201eDie Demofabrik ist ein Produktionsort unter realen Bedingungen. Dort k\u00f6nnen wir hinter oberfl\u00e4chliche Probleme blicken\u201c, erkl\u00e4rte Prof. Burggr\u00e4f. Er ist gemeinsam mit Professor Dr.-Ing. G\u00fcnther Schuh von der RWTH Aachen hauptverantwortlich f\u00fcr die Kooperation. Der Vorteil einer Demofabrik gegen\u00fcber realen Fabriken: Dort l\u00e4sst sich Forschungsarbeit in die allt\u00e4glichen Abl\u00e4ufe integrieren. \u201eWir k\u00f6nnen in einer echten Fabrik schlecht Experimente durchf\u00fchren, ohne den Ablauf zu st\u00f6ren. In der Demofabrik ist genau das m\u00f6glich\u201c, sagte Prof. Burggr\u00e4f.<\/p>\n<p>Die Siegener Fabrik wird sich mit der bereits bestehenden Demofabrik der RWTH Aachen vernetzen. Der Vorteil: Die Hochschulen k\u00f6nnen praxisnah erforschen, wie sich zum Beispiel Daten und Erfahrungen von einem zum anderen Standort \u00fcbertragen lassen \u2013 die sogenannte horizontale Vernetzung zwischen Produktionsst\u00e4tten. Diese Art der Forschung ist bisher einmalig in Deutschland. Erforscht werden soll zum Beispiel auch, wie K\u00fcnstliche Intelligenz bei Managementaufgaben der Demofabrik eingesetzt werden kann. Au\u00dferdem wollen die Wissenschaftler Wege finden, wie kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen den Wandel in Richtung Industrie 4.0 vollziehen k\u00f6nnen, ohne Arbeitspl\u00e4tze abzubauen.<\/p>\n<p>Ihre Forschungsergebnisse geben die Wissenschaftler an Unternehmen der Region weiter. \u201eDie Kooperation ist der erste Schritt in Richtung einer intensiven Zusammenarbeit, um in die Betriebe in S\u00fcdwestfalen, vor allem die mittelst\u00e4ndischen, hineinzuwirken und sie voranzubringen\u201c, sagte Axel Barten, Vizepr\u00e4sident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen.<\/p>\n<p>Die Projektteams, die sich aus Aachener und Siegener Experten zusammensetzen, beraten Unternehmen, egal ob sie neue Fabriken auf einem leeren Grundst\u00fcck planen, ob sie bestehende Fabriken ver\u00e4ndern und optimieren m\u00f6chten oder ob sie ihre Standorte ins Ausland verlegen m\u00f6chten. \u201eVor allem kleine und mittlere Unternehmen k\u00f6nnen nicht f\u00fcr alle Bereiche Experten haben. Wir unterst\u00fctzen sie deshalb bei der Fabrikplanung und beim Produktionsmanagement und erarbeiten gemeinsam L\u00f6sungen\u201c, sagte Burggr\u00e4f.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie sieht die Fabrik der Zukunft aus? Das m\u00f6chten die Universit\u00e4t Siegen und die RWTH Aachen k\u00fcnftig gemeinsam erforschen. 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