{"id":8479,"date":"2018-01-25T09:26:22","date_gmt":"2018-01-25T08:26:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=8479"},"modified":"2018-01-25T09:26:22","modified_gmt":"2018-01-25T08:26:22","slug":"wir-wollen-deutschland-flotter-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wir-wollen-deutschland-flotter-machen\/","title":{"rendered":"&#8222;Wir wollen Deutschland flotter machen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Auch wenn die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU\/CSU und SPD in Berlin kurz bervor stehen, kam Volker Kauder, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der Union im Deutschen Bundestag und langj\u00e4hriger Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel, zum diesj\u00e4hrigen Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer nach Siegen. Zwar verhinderte der dichte Nebel auf dem Siegerlandflughafen einen direkten Anflug, aber \u00fcber den Umweg K\u00f6ln\/Bonn fand er dennoch den Weg in die vollbesetzte Siegerlandhalle. &#8222;Wir wollen Deutschland wieder flotter machen&#8220;, so seine Kernaussage. Dies gelte insbesondere auf den Gebieten Digitalisierung und Bildung. Flott voran gehen sollen auch die anstehenden Koalitionsverhandlungen, von deren Erfolg sich Volker Kauder \u00fcberzeugt zeigte. &#8222;Wenn wir bis Karneval keine Ergebnisse vorweisen k\u00f6nnen, werden uns die Narren ziemlich auf die Sch\u00fcppe nehmen.&#8220;<\/p>\n<p>Deutschland brauche m\u00f6glichst rasch eine stabile Regierung. Dazu seien die Herausforderungen in Europa und der Welt inzwischen viel zu gro\u00df geworden. Die USA konzentrierten sich zusehends auf sich selbst und st\u00fcnden als Weltpolizist nicht mehr zur Verf\u00fcgung. &#8222;Deshalb brauchen wir ein starkes Europa, eine gemeinsame Au\u00dfen- und Verteidigungspolitik&#8220;, so Kauder weiter. Deutschland k\u00f6nne sich nicht mehr aus der Weltpolitik heraushalten, sei aber alleine kaum in der Lage, Dinge zu ver\u00e4ndern. Dies gel\u00e4nge nur gemeinsam mit den europ\u00e4ischen Partnern, insbesondere mit Frankreich.<\/p>\n<p>Aber auch im eigenen Land gelte es die Herausforderungen der Zukunft anzugehen und L\u00f6sungen auf den Weg zu bringen. &#8222;Wir k\u00f6nnen es uns nicht l\u00e4nger leisten, unsere Infrastruktur zu vernachl\u00e4ssigen. Wir brauchen schnelle Datennetze, gute Verkehrsverbindungen und ein leistungsf\u00e4higes Bildungssystem.&#8220; Das alles wolle man in den kommenden Jahren gemeinsam mit der SPD in einer gro\u00dfen Koalition auf den Weg bringen. B\u00fcrokratieabbau und St\u00e4rkung der Wirtschaft geh\u00f6rten ebenfalls dazu. &#8222;Unser Ziel ist die Vollbesch\u00e4ftigung. Das haben wir noch nicht \u00fcberall erreicht. Dazu braucht es wettbewerbsf\u00e4hige Unternehmen, aber auch qualifizierte Fachkr\u00e4fte&#8220;, meinte der CDU\/CSU-Fraktionsvorsitzende. Und da passe die Forderung der IG Metall nach einer Arbeitszeitverk\u00fcrzung auf 28 Wochenstunden nun \u00fcberhaupt nicht in die Landschaft.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich auch IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel in seiner Begr\u00fc\u00dfungsrede. Er verwies dabei auf die gute wirtschaftliche Entwicklung in der Region, aber auch auf den wachsenden Fachkr\u00e4ftemangel. Ebenso deutlich machte er weitere Problemfelder, die die heimischen Unternehmen in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beeintr\u00e4chtigten. An erster Stelle nannte er dabei den nach wie vor stockenden Ausbau schneller Datenverbindungen. &#8222;Wer die Digitalisierung will, der muss auch f\u00fcr eine entsprechende Infrastruktur sorgen.&#8220;\u00a0Ende 2018 solle es zwar in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe dank eines Bundesf\u00f6rderprogrammes eine Internet-Versorgung von mindestens 50 Mbit\/s geben. Die Politik habe dabei aber das niedrigste denkbare Ausbauziel gesetzt. \u201eUnd selbst daran wird man nun scheitern, wegen einer v\u00f6llig \u00fcberzogenen B\u00fcrokratie in der Abwicklung des F\u00f6rderprogrammes, die f\u00fcr unertr\u00e4gliche Verz\u00f6gerungen sorgt. Der Weg zur Datenautobahn f\u00fchrt bei uns offenbar nur \u00fcber die administrative Dorfstra\u00dfe\u201c, so Felix G. Hensel.<\/p>\n<p>Problematisch sei auch nach wie vor die Situation beim Schwertransport. Insbesondere das Bundesland Hessen ben\u00f6tige mehrere Wochen f\u00fcr die erforderlichen Genehmigungen. &#8222;Deshalb planen die betroffenen Unternehmen bereits Transportrouten um Hessen herum. Das kann aber keine L\u00f6sung auf Dauer sein&#8220;, unterstrich der IHK-Pr\u00e4sident. &#8222;Unserer Wirtschaft geht es gut, aber es fehlen immer mehr Fachkr\u00e4fte.&#8220; Deshalb warb Felix G. Hensel auch noch einmal ausdr\u00fccklich f\u00fcr die Duale Ausbildung.<\/p>\n<p>Positiv bewertete er hingegen den Ausbau der Autobahn A45. Auch wenn diese Ma\u00dfnahme die Verkehrssituation in der Region zun\u00e4chst weiter erschweren werde, sorge sie doch langfristig f\u00fcr eine deutliche Entlastung. In Sachen Route 57 gehe es ebenfalls voran. Hensel lobte dabei ausdr\u00fccklich den nordrhein-westf\u00e4lischen Verkehrsminister. Insgesamt habe die neue Landesregierung mit den Entfesselungspaketen einen guten Start hingelegt. Auch der Siegerlandflughafen sei ein wichtiges Element f\u00fcr die regionale Infrastruktur. Deshalb habe die Wirtschaft innerhalb k\u00fcrzester Zeit eine Million Euro zusammen gebracht, um den Weiterbetrieb des Flughafens zu unterst\u00fctzen. &#8222;Das Geld steht aber nur dann zur Verf\u00fcgung, wenn der Kreistag Siegen-Wittgenstein den Beschluss zur Abwicklung des Flughafens wieder zur\u00fccknimmt&#8220;, so Hensel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU\/CSU und SPD in Berlin kurz bervor stehen, kam Volker Kauder, seines Zeichens Fraktionsvorsitzender der Union im Deutschen Bundestag und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8480,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-8479","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/ihk-jahresempfang-2018.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8479","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8479"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8479\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8483,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8479\/revisions\/8483"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8480"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8479"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8479"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8479"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}