{"id":8432,"date":"2018-01-18T19:44:59","date_gmt":"2018-01-18T18:44:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=8432"},"modified":"2018-01-18T19:44:59","modified_gmt":"2018-01-18T18:44:59","slug":"ig-metall-soll-haltung-der-verschraenkten-arme-aufgeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/ig-metall-soll-haltung-der-verschraenkten-arme-aufgeben\/","title":{"rendered":"&#8222;IG Metall soll Haltung der verschr\u00e4nkten Arme aufgeben&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die nordrhein-westf\u00e4lischen Metallarbeitgeber haben die Vereinbarung einer Differenzierungsklausel f\u00fcr einen Tarifabschluss f\u00fcr die Tarifrunde 2018 angemahnt. Nach der 3. Tarifverhandlung f\u00fcr die rund 700.000 Besch\u00e4ftigten des gr\u00f6\u00dften Industriezweigs an Rhein und Ruhr sagte der Pr\u00e4sident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, in Neuss, viele Unternehmen ben\u00f6tigten eine tarifliche Option, mit der f\u00fcr sie zu hohe Kosten des Gesamtergebnisses im Bedarfsfall aufgefangen werden k\u00f6nnte. \u201eDieses Instrument hat nach der Tarifrunde 2016 in NRW seinen Praxistest bestanden. Zahlreiche Betriebe haben die Differenzierungs-M\u00f6glichkeit in Anspruch genommen\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff. Daher m\u00fcsse dieser Puffer-Mechanismus unver\u00e4ndert ein wichtiger Bestandteil des tarifpolitischen Werkzeugkoffers bleiben.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang forderte Kirchhoff die IG Metall zu Bewegung in der Entgeltfrage auf. Das Angebot der Arbeitgeber w\u00fcrde den Besch\u00e4ftigten erneut einen fairen Reallohn-Zuwachs sichern. \u201eHier mit einer Haltung der verschr\u00e4nkten Arme und Warnstreiks zu reagieren, wird der ernsthaften Suche der Arbeitgeber nach einem tragf\u00e4higen Kompromiss nicht gerecht\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff. Sechs Prozent mehr Entgelt passten angesichts der gewaltigen Herausforderungen der Unternehmen bei Globalisierung und Digitalisierung nicht in die Zeit.<\/p>\n<p>Der NRW-Metallarbeitgeberpr\u00e4sident<wbr \/> forderte die IG Metall auf, auch intensiver \u00fcber Modelle zur Ausweitung des Arbeitszeitvolumens nachzudenken. Dies werde vor allem jenen Besch\u00e4ftigten gerecht, die gern mehr verdienen wollten und daf\u00fcr auch bereit seien, l\u00e4nger zu arbeiten. \u201eWir begr\u00fc\u00dfen das Signal, dass die Gewerkschaft mit uns \u00fcber die Volumensfrage immerhin sprechen will\u201c, betonte Kirchhoff. Es sei offensichtlich, dass einseitige Anspr\u00fcche zur Absenkung der Arbeitszeit die Funktionsf\u00e4higkeit der Betriebe wegen des Fachkr\u00e4ftemangels massiv gef\u00e4hrdeten. Das h\u00e4tten die Arbeitgeber der IG Metall noch einmal deutlich gemacht. Kirchhoff erneuerte zudem seine Ablehnung der Forderung nach einem Teillohnausgleich f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Besch\u00e4ftigtengruppen, die ihre Arbeitszeit vor\u00fcbergehend verringern wollten. \u201eWas die IG Metall hier fordert, werden wir so nicht unterschreiben k\u00f6nnen\u201c, so Kirchhoff. Er erwarte von den in Baden-W\u00fcrttemberg eingesetzten Experten-Kommissionen gute Vorschl\u00e4ge f\u00fcr tragf\u00e4hige L\u00f6sungsmodelle. \u201eUns allen sollte klar sein, dass wir diese Tarifrunde weder auf der Stra\u00dfe noch vor Gericht l\u00f6sen werden\u201c, sagte er.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die nordrhein-westf\u00e4lischen Metallarbeitgeber haben die Vereinbarung einer Differenzierungsklausel f\u00fcr einen Tarifabschluss f\u00fcr die Tarifrunde 2018 angemahnt. Nach der 3. 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