{"id":8301,"date":"2017-12-22T10:41:07","date_gmt":"2017-12-22T09:41:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=8301"},"modified":"2017-12-22T10:41:07","modified_gmt":"2017-12-22T09:41:07","slug":"fachkraeftemangel-weitet-sich-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/fachkraeftemangel-weitet-sich-aus\/","title":{"rendered":"Fachkr\u00e4ftemangel weitet sich aus"},"content":{"rendered":"<p>Unternehmen haben immer gr\u00f6\u00dfere Probleme, neue Mitarbeiter zu finden, auch in Siegen-Wittgenstein. Zwei von drei Arbeitspl\u00e4tzen sind derzeit schwer zu besetzen. Das geht aus einer Studie des<a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)<\/a> hervor. Besonders angespannt ist die Situation in S\u00fcddeutschland, doch auch in Th\u00fcringen und einzelnen norddeutschen Regionen sind Fachkr\u00e4fte extrem knapp.<\/p>\n<p>Im Juni 2017 wurden 66 Prozent aller Stellen in Engpassberufen ausgeschrieben. Zwei von drei Arbeitspl\u00e4tzen, die eine Berufsausbildung oder ein Studium voraussetzen, sind also derzeit schwer zu besetzen, weil es mehr offene Stellen als verf\u00fcgbare Arbeitskr\u00e4fte mit der gesuchten Qualifikation gibt. Am h\u00e4ufigsten fehlen Fachkr\u00e4fte mit Berufsausbildung, insbesondere in Pflege, Handwerk sowie technischen Berufen. Auch Arbeitskr\u00e4fte mit Fortbildungs- oder Studienabschluss werden dringend gesucht, vor allem in Gesundheits- und MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).<\/p>\n<p>Dabei ist die Situation je nach Region sehr unterschiedlich: In Baden-W\u00fcrttemberg werden inzwischen 83 Prozent aller Stellen in Engpassberufen ausgeschrieben, in Berlin sind es nur 38 Prozent. Die gr\u00f6\u00dfte Verschlechterung der Fachkr\u00e4ftesituation gab es in Th\u00fcringen und Rheinland-Pfalz. \u201eInsbesondere in l\u00e4ndlichen Regionen fehlt es an Nachwuchskr\u00e4ften, um die zunehmenden Renteneintritte zu kompensieren\u201c, sagt IW-Experte Alexander Burstedde. \u201eIn den kommenden Jahren wird sich der Wettbewerb um Fachkr\u00e4fte weiter versch\u00e4rfen und damit auch \u00fcber die Zukunft ganzer Regionen entscheiden.\u201c<\/p>\n<p>Ein gutes Mittel gegen den Fachkr\u00e4ftemangel ist qualifizierte Zuwanderung. Vor allem Arbeitgeber in den St\u00e4dten setzen zunehmend auf internationale Fachkr\u00e4fte. Da diese im Durchschnitt deutlich j\u00fcnger sind als ihre deutschen Kollegen, mildern sie zugleich die Folgen des demografischen Wandels. Zudem gibt es deutliche Fortschritte bei der Besch\u00e4ftigung von \u00c4lteren und Frauen. Durch Teilzeitbesch\u00e4ftigung lassen sich Mitarbeiter l\u00e4nger im Beruf halten. Frauen kehren nach der Familienphase heute h\u00e4ufiger zur\u00fcck ins Arbeitsleben als fr\u00fcher. In Engpassberufen liegt der Frauenanteil nach der typischen Familienphase jedoch niedriger. Abhilfe k\u00f6nnte hier etwa flexiblere Arbeitszeiten schaffen.<\/p>\n<p>Das IW analysiert im Rahmen des vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie gef\u00f6rderten Projekts \u201eKompetenzzentrum Fachkr\u00e4ftesicherung\u201c regelm\u00e4\u00dfig den Arbeitsmarkt und unterst\u00fctzt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beim Thema Fachkr\u00e4ftesicherung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmen haben immer gr\u00f6\u00dfere Probleme, neue Mitarbeiter zu finden, auch in Siegen-Wittgenstein. Zwei von drei Arbeitspl\u00e4tzen sind derzeit schwer zu besetzen. 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