{"id":8225,"date":"2017-12-14T22:42:00","date_gmt":"2017-12-14T21:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=8225"},"modified":"2017-12-14T22:45:05","modified_gmt":"2017-12-14T21:45:05","slug":"tarifrunde-2018-metall-nrw-legt-angebot-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/tarifrunde-2018-metall-nrw-legt-angebot-vor\/","title":{"rendered":"Tarifrunde 2018: METALL NRW legt Angebot vor"},"content":{"rendered":"<p>Die nordrhein-westf\u00e4lischen Metallarbeitgeber haben der IG Metall bei der 2. Tarifverhandlung f\u00fcr die 700.000 Besch\u00e4ftigten dieses Industriezweigs am Donnerstag in Wuppertal ein Angebot vorgelegt. Danach sollen die Besch\u00e4ftigten f\u00fcr die ersten drei Monate des Jahres 2018 eine Einmalzahlung von 200 Euro erhalten. Ab dem 1. April sollen sich die Einkommen in der Tabelle um zwei Prozent f\u00fcr ein Jahr erh\u00f6hen. Der Pr\u00e4sident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, betonte, das Angebot sei \u201eangemessen und bedeute ein sp\u00fcrbares Reallohn-Plus f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten\u201c. Voraussetzung f\u00fcr die Einkommensverbesserungen seien allerdings tarifvertragliche Regelungen f\u00fcr eine bedarfsgerechte und bezahlte Ausweitung des Arbeitsvolumens. Leider denke die IG Metall derzeit aber nur in eine Richtung: Mehr Lohn f\u00fcr weniger Arbeit. \u201eDiesen Weg werden wir nicht mitgehen\u201c, betonte Kirchhoff. Er bekr\u00e4ftigte erneut die Position der Arbeitgeber, das Prinzip Leistung und Gegenleistung nicht au\u00dfer Kraft zu setzen. Ein Teillohnausgleich bei Arbeitszeitverk\u00fcrzungen w\u00e4re gegen\u00fcber Teilzeitbesch\u00e4ftigten ungerecht.<\/p>\n<p>Stattdessen forderte der Metallarbeitgeberpr\u00e4sident die IG Metall zu Verhandlungen \u00fcber wettbewerbsf\u00e4hige und wirklichkeitsnahe Regelungen zur Arbeitszeit auf. Dazu geh\u00f6rten auch individuelle Vereinbarungen, nach denen Besch\u00e4ftigte auf Wunsch l\u00e4nger arbeiten k\u00f6nnen. Einer IG-Metall-Umfrage zufolge w\u00fcnschten sich viele Mitarbeiter eine dauerhafte oder vor\u00fcbergehende Verl\u00e4ngerung der Wochenarbeitszeit. \u00dcberdies seien Entgeltforderungen von hochqualifizierten Bewerbern nur mit 40-Stunden-Vertr\u00e4gen realisierbar. \u201eQuotenbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Besch\u00e4ftigte mit Wochenarbeitszeiten von mehr als 35 Stunden bilden weder den Bedarf der Unternehmen noch die Bed\u00fcrfnisse unserer Mitarbeiter ab\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff. Ebenso ben\u00f6tigten die Unternehmen auch eine tarifliche Regelung, die Unternehmen unter Einbeziehung des Betriebsrats kollektive Erh\u00f6hungen der Wochenarbeitszeit erlaubten. \u201eBei Sonderkonjunkturen, au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gro\u00dfauftr\u00e4gen oder in Phasen vollgelaufener Arbeitszeitkonten brauchen wir die M\u00f6glichkeit, auch ohne teure Mehrarbeit den Arbeitszeitbedarf abzudecken\u201c, sagte Kirchhoff. Erst wenn Unternehmen diese notwendige Flexibilit\u00e4t beim Arbeitszeitvolumen erhielten, k\u00f6nne auch \u00fcber individuelle W\u00fcnsche von Mitarbeitern nach reduzierter Arbeitszeit gesprochen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die nordrhein-westf\u00e4lischen Metallarbeitgeber haben der IG Metall bei der 2. Tarifverhandlung f\u00fcr die 700.000 Besch\u00e4ftigten dieses Industriezweigs am Donnerstag in Wuppertal ein Angebot vorgelegt. 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