{"id":814,"date":"2012-08-15T12:02:58","date_gmt":"2012-08-15T10:02:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=814"},"modified":"2012-08-15T12:04:21","modified_gmt":"2012-08-15T10:04:21","slug":"gastgewerbliche-ausbildung-vor-grossen-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/gastgewerbliche-ausbildung-vor-grossen-herausforderungen\/","title":{"rendered":"Gastgewerbliche Ausbildung vor gro\u00dfen Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_815\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/087-12-Gastgewerbliche_Ausbildung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-815\" class=\"size-medium wp-image-815\" title=\"In einem Pressegespr\u00e4ch wurden die Bausteine des regionalen Handlungskonzepts zur Steigerung der gastgewerblichen Ausbildungsqualit\u00e4t vorgestellt: v. l. Klaus Gr\u00e4bener, Franz J. Mockenhaupt und Werner Leis.\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/087-12-Gastgewerbliche_Ausbildung-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/087-12-Gastgewerbliche_Ausbildung-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/087-12-Gastgewerbliche_Ausbildung.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-815\" class=\"wp-caption-text\">In einem Pressegespr\u00e4ch wurden die Bausteine des regionalen Handlungskonzepts zur Steigerung der gastgewerblichen Ausbildungsqualit\u00e4t vorgestellt: v. l. Klaus Gr\u00e4bener, Franz J. Mockenhaupt und Werner Leis.<\/p><\/div>\n<p>Siegen, 15. August 2012. \u00a0Das Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe steht angesichts der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Wettbewerbs um Fachkr\u00e4fte vor extrem gro\u00dfen Herausforderungen. Die Region verliert bis zum Jahre 2019 knapp ein Viertel ihrer derzeit 5200 Schulabg\u00e4nger. Schon aus diesem Grund ist es erforderlich, dass unterschiedlichste Akteure engagiert und \u00fcber einen langen Zeitraum hinweg daran arbeiten, das Ausbildungsklima und die Ausbildungsqualit\u00e4t durchgreifend zu verbessern. Nur wenn das Gastgewerbe planvoll vorgeht, \u00fcber einen langen Atem verf\u00fcgt sowie finanzielle und personelle Ressourcen bereitstellt, ist der f\u00fcr eine gedeihliche Entwicklung erforderliche Fachkr\u00e4ftestamm \u201eauf Strecke\u201c zu sichern. Dies machten IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz J. Mockenhaupt sowie der DGB-Kreisvorsitzende Werner Leis in einem Pressegespr\u00e4ch deutlich, in dem sie die in den letzten Monaten von Fachleuten entwickelten Bausteine eines regionalen Handlungskonzepts zur Steigerung der gastgewerblichen Ausbildungsqualit\u00e4t vorstellten.<\/p>\n<p>Das Gewerbe sei in wirtschaftlicher Hinsicht bedeutsamer als vielfach angenommen werde. Die Unternehmen erwirtschafteten insgesamt einen Umsatz von 350 bis 400 Millionen Euro. Rechne man weitere \u201eStreueffekte\u201c f\u00fcr den gesamten Tourismus hinzu, komme man sicherlich auf einen Gesamtumsatz von rund einer halben Milliarde Euro. Die Unternehmen des Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbes spielten daher eine wesentliche Rolle im Bem\u00fchen beider Kreise, Ankerpunkte f\u00fcr eine weitere Verst\u00e4rkung der touristischen Attraktivit\u00e4t zu schaffen, betonte Franz J. Mockenhaupt: \u201eEin wirksames regionales Gebietsmarketing kann nur zielgerichtet entfaltet werden, wenn die Unternehmen im Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe gewisserma\u00dfen an diesen touristischen Aufgaben wachsen. Dies setzt verst\u00e4rkte Aktivit\u00e4ten in der gesamten Personalentwicklung voraus.\u201c Auch aus diesem Grund mache es der IHK Sorge, dass die Aufl\u00f6sungsquote bei den Lehrvertr\u00e4gen im Gastgewerbe mit 24 Prozent die h\u00f6chste aller Branchen im IHK-Bezirk Siegen sei. Hinzu komme, dass die in den Abschlusspr\u00fcfungen gezeigten Ergebnisse erhebliches Steigerungspotential andeuteten.<\/p>\n<p>DGB-Chef Werner Leis pr\u00e4sentierte die Ergebnisse einer Befragung, an der sich insgesamt 153 Auszubildende in den gastgewerblichen Berufen der Region beteiligten. Danach seien \u00dcberstunden offenbar auf der Tagesordnung. Immerhin h\u00e4tten 71 Prozent der Befragten angegeben, regelm\u00e4\u00dfig hierzu angehalten zu werden. Die Mehrarbeit werde jedoch nicht immer ausgeglichen. 56 Prozent der Auszubildenden m\u00fcssten eigenen Angaben zufolge an vier oder f\u00fcnf Sonntagen im Monat arbeiten. Werner Leis: \u201eStimmen diese Angaben auch nur halbwegs mit der Realit\u00e4t \u00fcberein, bedeutet dies, dass nicht einmal die H\u00e4lfte der Lehrlinge den Vorgaben entsprechend ausgebildet und eingesetzt wird.\u201c Hier m\u00fcssten die Betriebe schon aus eigenem Interesse umdenken. Dem DGB gehe es dabei keineswegs um eine \u201eSkandalisierung\u201c. Schlie\u00dflich habe die Befragung auch gezeigt, dass das Betriebsklima \u00fcber alle Unternehmen hinweg als insgesamt gut durch die Lehrlinge bezeichnet werde. Auch die fachliche Unterweisung in der Lehre sei erstaunlich gut beurteilt worden. Dies sei umso erstaunlicher, als zwei Drittel der befragten Lehrlinge zugleich angebe, von ihren Ausbildungsunternehmen nicht zum Besuch von Fachlehrg\u00e4ngen motiviert zu werden. Leis: \u201eWir sind als Gewerkschaften an einem konstruktiven Dialog interessiert. Es muss darum gehen, das Ausbildungsklima und die Ausbildungsqualit\u00e4t im Interesse der Unternehmen und der Auszubildenden durchg\u00e4ngig zu verbessern, um auf Dauer wieder mehr junge Leute f\u00fcr diese Berufe zu begeistern.\u201c Au\u00dferdem wies Werner Leis auf den k\u00fcrzlich abgeschlossenen Tarifvertrag f\u00fcr Auszubildende zwischen dem DEHOGA NRW und der Gewerkschaft NGG hin, in dem die Bedeutung der Ausbildung im Gastst\u00e4tten- und Hotelgewerbe hervorgehoben wird, um den Fachkr\u00e4ftebedarf mit gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern in Zukunft zu decken. Er \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, dass auch die nicht tarifgebundenen Unternehmen in ihrem ureigensten Interesse diesen Vertrag anwenden.<\/p>\n<p>Parallel zur Befragung der Lehrlinge erhob die IHK, wie die Ausbildungsunternehmen ihre Auszubildenden einsch\u00e4tzten. Dabei wurden seitens der Firmen vor allem das Durchhalteverm\u00f6gen (92 Prozent der Befragten) sowie die Umgangsformen (90 Prozent) der jungen Menschen schlechter als vor ein paar Jahren bewertet. Zudem bescheinigten knapp 80 Prozent der Betriebe den meisten Bewerbern eine beliebigere Einstellung gegen\u00fcber der betrieblichen Erstausbildung. Deutliche Defizite sieht die Mehrheit der Branche auch bei den wichtigsten sozialen und pers\u00f6nlichen Schl\u00fcsselkompetenzen f\u00fcr den Beruf, betonte IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz J. Mockenhaupt: \u201eAcht von zehn Unternehmen vermissen bei den jungen Leuten ausreichendes Verantwortungsbewusstsein, eine hinreichende Ausdauer und eine ausreichende Selbstst\u00e4ndigkeit. Deutlich mehr als die H\u00e4lfte der Befragten sehen zudem Defizite bei der Leistungsbereitschaft, der Sorgfalt und der Zuverl\u00e4ssigkeit sowie der Motivation der Kandidaten.\u201c Auf der anderen Seite stufen die Ausbildungsbetriebe vor allem die Teamf\u00e4higkeit der jungen Menschen als ausreichend ein.<\/p>\n<p>Mockenhaupt k\u00fcndigte an, dass die Ausbildungsberater der Kammer in den kommenden Monaten ihre Besuchsfrequenz erh\u00f6hten, um die Leistungskraft der \u201eAusbildungsleuchtt\u00fcrme\u201c noch transparenter zu machen und noch st\u00e4rker auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung in der gesamten Breite der Branche hinzuwirken. Als \u201ezust\u00e4ndige Stelle\u201c in der beruflichen Bildung verf\u00fcge die IHK hierzu \u00fcber einen vielf\u00e4ltigen Instrumentenkasten, den man auch nutzen werde. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcsse es darum gehen, auch das Instrument der Verbundausbildung zwischen kleineren und gr\u00f6\u00dferen Betrieben weiter zu intensivieren. Schlie\u00dflich habe man im Fr\u00fchjahr 2012 ein Seminarkonzept entwickelt, das dazu beitragen solle, die innerbetriebliche Ausbildungsqualit\u00e4t \u00fcberbetrieblich zu erg\u00e4nzen. Um dieses Angebot f\u00fcr die Betriebe m\u00f6glichst kosteng\u00fcnstig zu gestalten, unterst\u00fctze die IHK die Seminardurchf\u00fchrung auch in finanzieller Hinsicht. Zugleich m\u00fcssten sich die Betriebe verst\u00e4rkt an Berufsmessen und anderen kulturellen Gro\u00dfveranstaltungen beteiligen, um f\u00fcr eine Ausbildung im Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe noch intensiver zu werben. Schlie\u00dflich best\u00fcnden auch vielf\u00e4ltige Chancen, innerbetrieblich die gastgewerbliche Ausbildung noch attraktiver zu gestalten. Hierzu z\u00e4hlten \u201eAzubi-Tage\u201c in den Unternehmen oder das Angebot kosteng\u00fcnstiger \u201eAzubi-Teller\u201c in den Restaurants ebenso wie die Schaffung von \u201eAzubi-Cards\u201c mit speziellen Verg\u00fcnstigungen oder das Angebot an die eigenen Lehrlinge, w\u00e4hrend der Ausbildung bereits Auslandserfahrungen zu sammeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Siegen, 15. August 2012. \u00a0Das Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe steht angesichts der demografischen Entwicklung und des zunehmenden Wettbewerbs um Fachkr\u00e4fte vor extrem gro\u00dfen Herausforderungen. 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