{"id":7961,"date":"2017-11-14T15:49:20","date_gmt":"2017-11-14T14:49:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=7961"},"modified":"2017-11-14T15:49:20","modified_gmt":"2017-11-14T14:49:20","slug":"technik-die-den-menschen-unterstuetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/technik-die-den-menschen-unterstuetzt\/","title":{"rendered":"Technik, die den Menschen unterst\u00fctzt"},"content":{"rendered":"<p>Wie kann Technik dem Menschen n\u00fctzen, und zwar im t\u00e4glichen Leben? Das ist eine der zentralen Fragen, der sich der World Usability Day (WUD) mittlerweile zum 13. Mal gewidmet hat. Auch die Universit\u00e4t Siegen beteiligt sich an diesem weltweiten Aktionstag, an dem der Nutzer im Fokus steht. \u201eDie Frage ist: Was muss Software machen, damit der Benutzer produktiv arbeiten, spielen oder auch alt werden kann?\u201c, fasste Prof. Dr. Volker Wulf, Dekan der Fakult\u00e4t III Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht der Universit\u00e4t Siegen zusammen.<\/p>\n<p>Der Professor f\u00fcr Wirtschaftsinformatik machte deutlich, dass die Universit\u00e4t Siegen die Digitalisierung in verschiedenen Themenbereichen begleitet und mitgestaltet: Im Bereich Industrie 4.0 widmen sich Wissenschaftler der Frage, wie die Digitalisierung dabei helfen kann, dass produzierende Unternehmen Herausforderungen in den Griff bekommen und zum Beispiel Maschinen umr\u00fcsten k\u00f6nnen. In einem anderen Forschungsbereich geht es um das \u00c4lterwerden und wie dank moderner Technik auch im Alter m\u00f6glichst viel Lebensqualit\u00e4t erhalten bleiben kann. Weitere Themen des Lehrstuhls sind Energieeffizienz in Unternehmen sowie Privathaushalten und eine Verbesserung der t\u00e4glichen Arbeit von Feuerwehr und Polizei.<\/p>\n<p>Der Siegener World Usability Day fand zum ersten Mal in R\u00e4umlichkeiten der Kommunikationsagentur conception im Gewerbegebiet Martinshardt statt. Dort wurden einige Beispiele f\u00fcr moderne Technik ausgestellt: Die Besucher konnten Virtual-Reality-Brillen testen, den 3D-Druckern des FabLab der Uni Siegen bei der Arbeit zusehen und Roboter \u201ePepper\u201c (Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik und Neue Medien) begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Wie intelligente Technologien den Alltag der Menschen verbessern k\u00f6nnen, zeigten zwei Studierenden-Gruppen des Master-Studiengangs \u201eHuman Computer Interaction\u201c. Eine Gruppe hat das Konzept \u201eComemo\u201c entworfen, mit dem Autofahrer untereinander ihre Emotionen kommunizieren k\u00f6nnen. Kn\u00f6pfe am Lenkrad erm\u00f6glichen dem Fahrer dabei, mitzuteilen, ob er gerade w\u00fctend, verwirrt oder gut gelaunt ist oder ob er sich f\u00fcr eine gef\u00e4hrliche Situation entschuldigen m\u00f6chte. Das Konzept der Studierenden hat die Usability Challenge der diesj\u00e4hrigen Mensch und Computer Messe (MuC) in Regensburg gewonnen. Die CSCW-Challenge (CSCW = \u201eComputer Supported Cooperative Work\u201c) gewannen ebenfalls Siegener Studierende, f\u00fcr \u201eThe Ideation Cube\u201c: ein W\u00fcrfel, der kreative Prozesse und die Ideenfindung unterst\u00fctzt. Mit ihm k\u00f6nnen Mitglieder eines Teams zum Beispiel eigene Ideen aufzeichnen, mit Audios und Videos versehen und anschlie\u00dfend mit anderen Team-Mitgliedern teilen.<\/p>\n<p>Mitarbeiter der Agentur conception lieferten weitere Beispiele aus der Praxis. Simon Feller zeigte in seinem Vortrag, wie aus einem Arbeitsunfall bei einer Firma die Idee f\u00fcr eine App-basierte Sicherheitsschulung entstanden ist, die inzwischen standardisiert und so auch anderen Firmen nutzbar gemacht wurde. Anstatt ein Formular zu lesen oder ungelesen zu unterschreiben, wird die Sicherheitseinweisung zu einem Quiz, sodass sich die Mitarbeiter tats\u00e4chlich mit der Thematik auseinandersetzen m\u00fcssen. Daneben gab es Vortr\u00e4ge dazu, wie Kunden mithilfe einer speziellen Firmen-App personalisierte Produkte bestellen k\u00f6nnen oder wie Produkte so entwickelt werden k\u00f6nnen, dass sie das Wohlbefinden der Kunden steigern. Den Ansatz hatten alle Konzepte gemeinsam: Die Konzentration auf den Verbraucher und seine Bed\u00fcrfnisse.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den Vortr\u00e4gen fanden zum World Usability Day Workshops statt, in denen die TeilnehmerInnen \u00fcber die Einsatzm\u00f6glichkeiten moderner Technologien diskutierten: Ein Thema waren sogenannte Cultural Probes; Instrumente, mit denen erforscht werden kann, wie Menschen technische Produkte nutzen und wie diese Produkte in Zukunft angewendet werden k\u00f6nnten. In diesem Zusammenhang ging es zum Beispiel um Geocaching. Ein zweiter Workshop besch\u00e4ftigte sich mit der Gestaltung eines smarten Spiegels, der also nicht nur das eigene Spiegelbild, sondern zus\u00e4tzlich auch Informationen wie Uhrzeit, Datum, Wetterbericht oder aktuelle Nachrichten anzeigen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann Technik dem Menschen n\u00fctzen, und zwar im t\u00e4glichen Leben? 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