{"id":760,"date":"2012-06-28T11:54:17","date_gmt":"2012-06-28T09:54:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=760"},"modified":"2012-06-28T11:54:17","modified_gmt":"2012-06-28T09:54:17","slug":"ihk-vollversammlung-spiegelt-die-regionale-industriestaerke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/ihk-vollversammlung-spiegelt-die-regionale-industriestaerke\/","title":{"rendered":"IHK-Vollversammlung spiegelt die regionale Industriest\u00e4rke"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_761\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/7bd937d3ed.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-761\" class=\"size-medium wp-image-761\" title=\"Professorin Dr. Hanna Schramm-Klein mit den wiedergew\u00e4hlten Pr\u00e4sidium der IHK Siegen: v. l. Christian Kocherscheidt, Klaus Th. Vetter, Axel E. Barten, Rupprecht Kemper und Franz J. Mockenhaupt.\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/7bd937d3ed-300x182.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/7bd937d3ed-300x182.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/7bd937d3ed.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-761\" class=\"wp-caption-text\">Professorin Dr. Hanna Schramm-Klein mit den wiedergew\u00e4hlten Pr\u00e4sidium der IHK Siegen: v. l. Christian Kocherscheidt, Klaus Th. Vetter, Axel E. Barten, Rupprecht Kemper und Franz J. Mockenhaupt.<\/p><\/div>\n<p>Siegen, 28. Juni 2012. W\u00e4hrend bundes- und landesweit die Bedeutung des Dienstleistungssektors zu- und die des Industriesektors abnimmt, verl\u00e4uft die Entwicklung im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) umgekehrt. Dies wird auch daran deutlich, dass bei der n\u00e4chsten Wahl zur IHK-Vollversammlung im Fr\u00fchjahr 2014 der Anteil der Industrievertreter noch einmal erh\u00f6ht werden muss. Die Vollversammlung, das Parlament der regionalen Wirtschaft, muss, so verlangt es der Gesetzgeber, in ihrer Zusammensetzung ein Spiegelbild der regionalen Wirtschaft sein. Dies wird in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcberpr\u00fcft und dann in der Wahlordnung f\u00fcr die Vollversammlung festgelegt. In ihrer diesj\u00e4hrigen Sommersitzung am 20. Juni hat die Vollversammlung der IHK eine neue Wahlordnung verabschiedet, die einen deutlich h\u00f6heren Anteil von Industrievertretern vorsieht. Diese Erh\u00f6hung erfolgte aufgrund einer vorausgegangenen Pr\u00fcfung, die ergeben hatte, dass gemessen an der Zahl der Unternehmen, der H\u00f6he der Gewerbeertr\u00e4ge und der Zahl der Mitarbeiter, das Dienstleistungsgewerbe, der Einzel- und der Gro\u00dfhandel sowie das Kredit- und Versicherungsgewerbe in der Summe zwei Sitze abgeben m\u00fcssen, die dem Industriesektor zuwachsen. Insgesamt sitzen 43 Mitglieder in der Vollversammlung, von denen 20 dem Bereich Industrie und Bau und 23 dem Dienstleistungsbereich im weitesten Sinne zugeordnet sind.<\/p>\n<p>Klaus Th. Vetter, IHK-Pr\u00e4sident: \u201e Der starke mittelst\u00e4ndische Industriesektor ist das R\u00fcckgrat unserer regionalen Wirtschaft, ohne den wir die wirtschaftlichen Erfolge der letzten Jahrzehnte nicht erreicht h\u00e4tten. Er wird hervorragend komplettiert durch starke industrie- und konsumorientierte Dienstleister im Handel, im Kredit- und Versicherungsgewerbe. Eine gesunde Mischung, f\u00fcr deren Erhalt wir die erforderlichen Rahmendaten setzen m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n<p>Gast der Vollversammlung war Professorin Dr. Hanna Schramm-Klein, die ihre Untersuchung zum Innovationsverhalten der heimischen Unternehmen den Mitgliedern vorstellte. Die Studie, die im Auftrag der IHK erstellt wurde, beleuchtet die Innovationsf\u00e4higkeit und die Innovationst\u00e4tigkeit heimischer Unternehmen. Die offenkundige Wettbewerbsst\u00e4rke der Unternehmen und deren nationale sowie auch internationale Markterfolge stehen oft im eklatanten Widerspruch zu regelm\u00e4\u00dfig ver\u00f6ffentlichten Statistiken, die der heimischen Wirtschaft bestenfalls mittelm\u00e4\u00dfige Pl\u00e4tze im bundesweiten Vergleich zuweisen. In ihrer Studie erkl\u00e4rt Professorin Schramm-Klein, dass gerade bei den in der Region dominierenden mittelst\u00e4ndischen und meist inhabergef\u00fchrten Unternehmen die \u00fcblichen Rankingma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Innovation schlichtweg \u201enicht passen\u201c. Hier findet Innovation eher versteckt statt, wobei allerdings der Erfolg durchaus sichtbar ist. Mit den \u00fcblichen Bewertungskriterien, wie zum Beispiel der Zahl der angemeldeten Patente, der Anzahl wissenschaftlicher Mitarbeiter, expliziter Budgets f\u00fcr Forschung und Entwicklung, kann bei Gro\u00dfkonzernen eventuell die Innovationst\u00e4tigkeit gemessen werden, nicht aber bei kleinen und mittleren Betrieben, erkl\u00e4rte Professorin Schramm-Klein. Treiber f\u00fcr Innovationen sind hier vielmehr die Fokussierung auf die Kundeninteressen, die unmittelbare Entwicklung und Umsetzung von Innovationen im Produktionsprozess und teilweise die durchaus bewusste Vermeidung von Patentanmeldungen im Interesse schnellstm\u00f6glicher Produkterfolge.<\/p>\n<p>Trotz aller berechtigten Zufriedenheit mit dem eigenen Standing auf den nationalen und internationalen M\u00e4rkten sollten Unternehmen aber deutlich st\u00e4rker als bisher \u00fcber Potenziale f\u00fcr Kooperationen nachdenken, mahnte Professorin Schramm-Klein. Wettbewerb zwischen konkurrierenden Unternehmen muss nicht zwingend Kooperationen ausschlie\u00dfen. Vielmehr sollte es darum gehen, langfristig und ernsthaft alle Chancen auszuloten, um gemeinsam aus Kooperationen Synergien zu sch\u00f6pfen, die die kooperierenden Unternehmen letztlich insgesamt st\u00e4rken k\u00f6nnen. Dies w\u00fcrde die regionale Industriest\u00e4rke weiter f\u00f6rdern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 28. Juni 2012. 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