{"id":76,"date":"2011-12-02T13:48:21","date_gmt":"2011-12-02T12:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=76"},"modified":"2011-12-05T09:15:07","modified_gmt":"2011-12-05T08:15:07","slug":"mit-forcierter-aus-und-fortbildung-gegen-fachkraftemangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mit-forcierter-aus-und-fortbildung-gegen-fachkraftemangel\/","title":{"rendered":"Mit forcierter Aus- und Fortbildung gegen Fachkr\u00e4ftemangel"},"content":{"rendered":"<p>Siegen, 24. November 2011. Rund ein Drittel aller Firmen hat derzeit Probleme bei der Besetzung offener Stellen. Knapp ein Viertel gibt den Fachkr\u00e4ftemangel auch als Risiko f\u00fcr die weitere wirtschaftliche Entwicklung an. Mehr als die H\u00e4lfte der Firmen forciert die Aus- und Fortbildungsaktivit\u00e4ten, um gegenzusteuern. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer aktuellen IHK-Umfrage, an der sich knapp 500 Unternehmen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe beteiligten.<\/p>\n<p>\u201eWenn zwei Drittel der Betriebe zurzeit noch keine andauernden Schwierigkeiten bei der Rekrutierung ben\u00f6tigter Fachkr\u00e4fte haben, kann man zwar noch nicht von einem fl\u00e4chendeckenden Problem sprechen. Die bereits bestehenden Schwierigkeiten werden jedoch wegen der demografischen Entwicklung weiter zunehmen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche\u201c, fasst IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz J. Mockenhaupt die Ergebnisse der Umfrage zusammen. Daher sei es konsequent, dass die H\u00e4lfte der Unternehmen in verst\u00e4rkter Aus- und Weiterbildung die Hauptantwort auf den Fachkr\u00e4ftemangel s\u00e4hen. Dass dies keine leeren Absichten seien, lasse sich an den zweistelligen Lehrstellenzuw\u00e4chsen des zu Ende gehenden Jahres deutlich ablesen. \u201eDiese Zuw\u00e4chse gingen nahezu ausschlie\u00dflich auf das Konto der Industrie. Da \u00fcberrascht es nicht, dass dort der aktuelle Fachkr\u00e4ftebedarf besonders ausgepr\u00e4gt ist. 39 Prozent der Industrieunternehmen geben derzeit schon Probleme bei der Besetzung von Stellen an\u201c, erg\u00e4nzt der f\u00fcr Fragen der beruflichen Bildung verantwortliche IHK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener. In Wittgenstein sagten das knapp die H\u00e4lfte (48 Prozent), im Kreis Olpe sogar schon mehr als jeder zweite Industriebetrieb (51,6 Prozent). Im Kreis Siegen-Wittgenstein seien es hingegen \u201enur\u201c 32 Prozent. Als Reaktion auf die Fachkr\u00e4fteengp\u00e4sse nenne vor allem die Industrie mit Abstand zu allererst \u201eMehr Ausbildung\u201c (59,1 Prozent) und \u201eMehr Weiterbildung\u201c (50,3 Prozent). Dann folgten die \u201eAusweitung der Arbeitszeit\u201c (29,3 Prozent), die \u201eSteigerung der Arbeitgeberattraktivit\u00e4t\u201c (26,5 Prozent) und die \u201eBesch\u00e4ftigung \u00c4lterer ausweiten\u201c (24,3 Prozent).<\/p>\n<p>Als weitere Reaktionen auf den Fachkr\u00e4ftemangel wollen mehr als ein Viertel aller Betriebe ihre Arbeitgeberattraktivit\u00e4t erh\u00f6hen. Es folgen als Antworten die \u201eAusweitung der Arbeitszeit\u201c (25,7 Prozent) und der \u201eAusbau der Besch\u00e4ftigung \u00c4lterer\u201c (22,3 Prozent). Nur 16 Prozent der Firmen wollen allerdings k\u00fcnftig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, stellt IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz J. Mockenhaupt mit einer gewissen Verwunderung fest: \u201eDieser Anteil ist gering, wenn man den hohen Stellenwert des Wunsches nach einer gr\u00f6\u00dferen Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bei den Arbeitnehmern betrachtet. Dieser Faktor wird nach unserer Einsch\u00e4tzung k\u00fcnftig bei der Arbeitsplatzwahl immer wichtiger. Firmen, die das beherzigen, k\u00f6nnen sich im Wettbewerb um Fachkr\u00e4fte Vorteile verschaffen.\u201c<\/p>\n<p>Gefragt nach den w\u00fcnschenswerten und verbesserungsw\u00fcrdigen Rahmenbedingungen bez\u00fcglich der Fachkr\u00e4ftesicherung nennen mehr als drei Viertel der Unternehmen im IHK-Bezirk mit Abstand eine bessere Qualifikation der Schulabg\u00e4nger. Mockenhaupt: \u201eDas war das erwartete Ergebnis, das die Befunde fr\u00fcherer Erhebungen best\u00e4tigt, die die wesentlichen Defizite bei den jungen Menschen in den F\u00e4chern Deutsch und Mathematik verorteten.\u201c Es folge mit 38 Prozent der Wunsch nach einer wirksameren Vermittlung durch die Arbeitsagentur. Rund ein F\u00fcnftel aller Betriebe w\u00fcnschten sich einen Ausbau der Kinderbetreuung. Die Erleichterung der Einstellung ausl\u00e4ndischer Fachkr\u00e4fte nennen rund zehn Prozent und die Umsetzung der Rente mit 67 Jahren neun Prozent der Firmen.<\/p>\n<p>Offenbar ist es in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe derzeit jedoch unterschiedlich schwer, offene Stellen besetzen zu k\u00f6nnen, betont IHK-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener: \u201eIm Kreis Siegen-Wittgenstein berichten 29 Prozent aller befragten Betriebe von Stellen, die sie schon seit zwei Monaten nicht besetzen k\u00f6nnen, im Kreis Olpe sind es 39 Prozent und im Altkreis Wittgenstein sogar 40 Prozent der Firmen.\u201c Dies sei jedoch nicht \u00fcberraschend, da die Arbeitslosenquoten im Kreis Olpe und im Altkreis Wittgenstein bereits unter vier Prozent l\u00e4gen, w\u00e4hrend sie im Altkreis Siegen noch \u00fcber der f\u00fcnf Prozent-Marke rangiere. Interessant sei in diesem Zusammenhang allerdings, dass im Raum Wittgenstein der Ausbau der Kinderbetreuung bereits von einem Drittel der Befragten &#8211; nach der besseren Qualifikation der Schulabg\u00e4nger (63 Prozent!) &#8211; als zweite Priorit\u00e4t genannt werde. Hier zeigten sich in der Unternehmenswahrnehmung leichte Unterschiede zwischen beiden Kreisen, aber auch zwischen den \u201eAltkreisen\u201c Siegen und Wittgenstein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 24. November 2011. Rund ein Drittel aller Firmen hat derzeit Probleme bei der Besetzung offener Stellen. Knapp ein Viertel gibt den Fachkr\u00e4ftemangel auch als&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[28,25,24],"class_list":["post-76","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ausbildung","tag-ausbildung","tag-fachkraftemangel","tag-fortbildung"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=76"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76\/revisions\/118"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=76"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=76"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=76"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}