{"id":7599,"date":"2017-09-28T15:34:35","date_gmt":"2017-09-28T13:34:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=7599"},"modified":"2017-09-28T15:34:35","modified_gmt":"2017-09-28T13:34:35","slug":"die-wirtschaft-wird-entfesselt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/die-wirtschaft-wird-entfesselt\/","title":{"rendered":"&#8222;Die Wirtschaft wird entfesselt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Vor der Landtagswahl hatte Jochen Ritter noch vor den Viega-Werkstoren Br\u00f6tchen an Unternehmensangeh\u00f6rige verteilt. Jetzt, als noch recht frisches Mitglied des NRW-Landtags, stand der Olper mitten im Seminarzentrum des Attendorner Unternehmens und berichtete vor gut 40 Unternehmensvertretern von den \u201eersten Gehversuchen\u201c der CDU-FDP-Koalition in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Diese Gehversuche sollen schon bald einem munteren Voranschreiten weichen, berichtete der CDU-Politiker. Denn der \u201erestriktive Umgang\u201c, mit dem die rot-gr\u00fcne Vorg\u00e4ngerregierung der Wirtschaft beispielsweise \u00fcber den Landesentwicklungsplan Fesseln angelegt hatte, \u201ewird keinen weiteren Bestand haben\u201c, verwies er auf die bereits im Juli gestartete \u201eEntfesselungsoffensive\u201c. So habe der NRW-Landtag die Landesregierung beauftragt, \u201ein der Landesplanung wieder ein Gleichgewicht zwischen sozialem Zusammenhalt, wirtschaftlicher Entwicklung und \u00f6kologischer Nachhaltigkeit herzustellen. Hierzu ist unter anderem der Landesentwicklungsplan wirtschafts- und wachstumsfreundlich weiterzuentwickeln\u201c. Ein weiterer Beschluss in diese Richtung sei von der christlich-liberalen Koalition Mitte September herbeigef\u00fchrt worden, berichtete der 51-J\u00e4hrige aus der letzten Plenarsitzung.<\/p>\n<p>Mit dem Thema Entb\u00fcrokratisierung sei die neue Landesregierung ebenfalls angetreten, so Ritter. Vor allem drei Punkte nannte er: B\u00fcrokratieabbau, Vereinfachung des NRW-Vergaberechts, \u201eund wir wollen der Hygieneampel den Stecker ziehen!\u201c Vor diesem Hintergrund seien die Ministerien aufgefordert worden, Vereinfachungen durchzusetzen und Gesetze bzw. Vorschriften, \u201edie keinen Sinn mehr machen, unter die Lupe zu nehmen\u201c. Ritter: \u201eMan konnte in den letzten Jahren den Eindruck gewinnen, NRW verfolge etwa beim Klimaschutz konsequent das Ziel, all diejenigen Regelungen, die aus der EU oder vom Bund kamen, noch toppen zu m\u00fcssen.\u201c Heute st\u00fcnden hingegen Beschleunigungen beim Baurecht und ein \u201eB\u00fcrokratie-T\u00dcV\u201c auf der Agenda. Insofern gebe es viel zu tun, auch beim Laden\u00f6ffnungsgesetz, das die neue Landesregierung liberalisieren m\u00f6chte. So sollen die St\u00e4dte und Gemeinden an acht statt bisher vier Sonntagen pro Marktbezirk und an 16 statt bis dato elf Sonntagen pro Kommune insgesamt \u00f6ffnen k\u00f6nnen. Dass auch \u201eBarrieren bei der Beantragung der verkaufsoffenen Sonntage\u201c abzubauen seien, mahnte Alexander Kremer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Garten-Center Kremer GmbH und Vorsitzender des Aktionsrings Lennestadt-Altenhundem, an. Hier werde sich die schwarz-gelbe Landesregierung einbringen, versprach Ritter. Ebenso wie bei der Digitalisierung des Handels und der Industrie. \u201eWir m\u00fcssen \u00fcber die n\u00e4chsten vier, f\u00fcnf Jahre hinausblicken und das schnelle Gigabit-Netz verfolgen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eVerwenden Sie bitte nicht zu viel Zeit, um alles neu zu erfinden, sondern schauen Sie auch in die vorhandenen Unterlagen\u201c, bat Siegfried Koepp, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der EMG Automation GmbH. Der ausgeschiedene NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin habe keine schlechte Arbeit hinterlassen, habe sich aber oftmals nicht gegen umweltpolitische Bedenken durchsetzen k\u00f6nnen. \u201eUnd setzen Sie nicht nur auf die Digitalisierung\u201c, riet Koepp weiter. \u201eDie ist zwar zweifellos wichtig. Aber wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass in dieser Region das Geld f\u00fcr NRW verdient wird.\u201c Wie erfolgreich heimische Unternehmen sind, zeigte auch Walter Viegener, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Viega Holding GmbH &amp; Co. KG und zugleich Gastgeber des Unternehmergespr\u00e4chs, auf. In den 118 Jahren seit seiner Gr\u00fcndung wurde das Familienunternehmen zum Weltmarktf\u00fchrer im Bereich Sanit\u00e4r- und Heizungstechnik. An f\u00fcnf deutschen Standorten sowie weiteren in den USA, China, Indien und der Schweiz forschen und arbeiten mehr als 4000 Mitarbeiter \u2013 darunter 150 Auszubildende in 19 Berufen \u2013 an L\u00f6sungen f\u00fcr sichere Gas- und Wasserinstallationen sowie intelligenten W\u00e4rmesystemen. \u00dcber 21 Vertriebstochtergesellschaften auf f\u00fcnf Kontinenten werden weltweit 75 Exportl\u00e4nder mit Produkten in den Sparten Geb\u00e4udetechnik, industrielle Systeme, Schiffbau und der Versorgungswirtschaft bedient. \u201eAuch das Pentagon, die Freiheitsstatue und das Dal\u00ed-Museum in Florida sind mit unseren Produkten ausgestattet\u201c, z\u00e4hlte Walter Viegener auf. Diese Referenzen seien nur m\u00f6glich, weil man sich dem Leitgedanken des Unternehmens verpflichtet f\u00fchle: \u201eh\u00f6chster Qualit\u00e4t verbunden\u201c. Damit das am Stammsitz in Attendorn so bleibe, m\u00fcsse z\u00fcgig die Entfesselungsoffensive greifen. Daher gab auch er dem Landtagsabgeordneten Jochen Ritter vor allem eine Botschaft f\u00fcr die Landesregierung mit auf den Weg: \u201eMacht voran!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor der Landtagswahl hatte Jochen Ritter noch vor den Viega-Werkstoren Br\u00f6tchen an Unternehmensangeh\u00f6rige verteilt. 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