{"id":7443,"date":"2017-09-04T14:15:52","date_gmt":"2017-09-04T12:15:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=7443"},"modified":"2017-09-04T14:15:52","modified_gmt":"2017-09-04T12:15:52","slug":"mittelstand-und-gruender-als-partner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/mittelstand-und-gruender-als-partner\/","title":{"rendered":"Mittelstand und Gr\u00fcnder als Partner"},"content":{"rendered":"<p>Der Mittelst\u00e4ndler bietet sein gewachsenes Netzwerk an, der Gr\u00fcnder seine innovativen Ideen. Eine Zusammenarbeit zwischen bereits etablierten Unternehmen und neuen Start-ups kann sich f\u00fcr beide Seiten lohnen, zeigt eine Studie des Instituts f\u00fcr Mittelstandsforschung (IfM) Bonn zusammen mit Wissenschaftlern der Universit\u00e4t Siegen. \u201eF\u00fcr Gr\u00fcnder ist es erst mal relativ schwierig, \u00fcberhaupt ernst genommen zu werden\u201c, sagt Max Paschke. Er arbeitet am Siegener Lehrstuhl f\u00fcr Management kleiner und mittlerer Unternehmen &amp; Entrepreneurship von Prof. Dr. Friederike Welter. Die Pr\u00e4sidentin des Instituts f\u00fcr Mittelstandsforschung in Bonn hat die Studie geleitet.<\/p>\n<p>Vier Wissenschaftler der Universit\u00e4t Siegen und des IfM haben Interviews mit Start-ups und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen sowie Experten aus Verb\u00e4nden gef\u00fchrt und ausgewertet. Max Paschke hat zum Beispiel mit zwei jungen Firmen gesprochen, die aus der Siegener Gr\u00fcnderschmiede hervorgegangen sind und bereits mit Mittelst\u00e4ndlern zusammenarbeiten. Ein Ergebnis der Gespr\u00e4che ist, dass beide Seiten von einer Kooperation profitieren k\u00f6nnen, wenn sie sich auf Augenh\u00f6he begegnen und den jeweils anderen als Partner akzeptieren. \u201eEine Gr\u00fcndung ist erst mal relativ unbekannt und hat wenn \u00fcberhaupt nur sehr wenig Reputation\u201c, erkl\u00e4rt Max Paschke, \u201esie kann deshalb vom Netzwerk eines mittelst\u00e4ndischen Unternehmens profitieren.\u201c Im Gegensatz zu gro\u00dfen Konzernen ist der Gedanke, mit einem Start-up zusammenzuarbeiten, bei Mittelst\u00e4ndlern allerdings noch nicht sehr weit verbreitet, obwohl auch sie profitieren k\u00f6nnen, wie der Forscher betont: \u201eHier k\u00f6nnen Start-ups ihre Flexibilit\u00e4t und neue Impulse einbringen und dabei helfen, Ideen zu entwickeln.\u201c<\/p>\n<p>\u201eVirtual Retail GmbH\u201c ist zum Beispiel aus der Siegener Gr\u00fcnderschmiede entstanden. Die Firma entwickelt eine 3D-Body-Scan-App, die das Online-Shopping revolutionieren soll. Wer ein Smartphone mit 3D-Kamera besitzt, kann so ein ma\u00dfgenaues 3D-Modell seines K\u00f6rpers erstellen und beispielsweise Kleidung im Internet \u201eanprobieren\u201c oder Schuhe nach Ma\u00df bestellen k\u00f6nnen. Ein anderes Beispiel ist das Start-up \u201eFIUMU\u201c, das sich mit Video-Marketing besch\u00e4ftigt und zum Beispiel mit der Siegener Zeitung kooperiert.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu Gro\u00dfkonzernen bieten Mittelst\u00e4ndler einen weiteren Vorteil als Kooperationspartner f\u00fcr innovative Gr\u00fcndungen: Ihre Hierarchien sind oft flacher, die Wege k\u00fcrzer und Entscheidungen k\u00f6nnen schneller getroffen werden. Wie genau eine Kooperation zwischen Start-up und Mittelstand aussehen kann, h\u00e4ngt von den jeweiligen Zielen der Unternehmen ab, die Skala reicht von formloser Unterst\u00fctzung bis zur Investition.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mittelst\u00e4ndler bietet sein gewachsenes Netzwerk an, der Gr\u00fcnder seine innovativen Ideen. 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