{"id":730,"date":"2012-06-21T09:13:03","date_gmt":"2012-06-21T07:13:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=730"},"modified":"2012-06-21T09:13:03","modified_gmt":"2012-06-21T07:13:03","slug":"gastgewerbe-hofft-auf-positiveres-sommergeschaeft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/gastgewerbe-hofft-auf-positiveres-sommergeschaeft\/","title":{"rendered":"Gastgewerbe hofft auf positiveres Sommergesch\u00e4ft"},"content":{"rendered":"<p>Siegen, 21. Juni 2012. Das Konjunkturklima im regionalen Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) hat sich im Fr\u00fchsommer des laufenden Jahres eingetr\u00fcbt. Die Branche ist nicht unbeeinflusst von dem allgemein wieder verhaltener werdenden Konsumklima, das durch die EU-Schuldenkrise und hohe Energiepreise negativ beeinflusst wird. Auch die Witterung in den vergangenen Monaten beg\u00fcnstigte die Gesch\u00e4fte der Branche eher nicht. Trotzdem meldet aktuell knapp ein Drittel der Gastbetriebe eine gute Lage und mehr als jeder dritte hofft auf bessere Gesch\u00e4fte in der Sommersaison. Dabei spielt die Hoffnung auf besseres Wetter und positive Impulse durch die laufende Fu\u00dfballeuropameisterschaft eine Rolle.<\/p>\n<p>Im Ergebnis f\u00e4llt der Konjunkturklimaindex der Branche \u2013 gebildet aus der Einsch\u00e4tzung der Gesch\u00e4ftslage und der Erwartungen der Befragten \u2013 gegen\u00fcber dem Oktober 2011 von 129 auf 109 Punkte (auf einer Skala von 0 bis 200 Punkten). Im Fr\u00fchsommer vergangenen Jahres hatte der Index noch bei 137 Punkten gelegen. Das berichtet die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) nach der Auswertung der j\u00fcngsten IHK-Umfrage im Gastgewerbe unter rund 550 Betrieben aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe.<\/p>\n<p>Der Konjunkturklimaindex f\u00fcr das Beherbergungsgewerbe (Hotels, Pensionen, Ferienh\u00e4user oder Campingbetriebe) f\u00e4llt gegen\u00fcber dem Oktober 2011 von 133 auf 114 Punkte ab. Im Mai 2011 hatte der Beherbergungsindex noch bei 145 Punkten gelegen. Zwar meldet mehr als ein Drittel der antwortenden Beherbergungsbetriebe aktuell eine gute Lage, vor einem Jahr waren es aber noch 61 Prozent. Zudem sch\u00e4tzen 29 Prozent ihre Lage als schlecht ein. Die Angaben zu den Umsatzentwicklungen fallen in etwa analog dazu aus. Entscheidender sind aber die R\u00fcckmeldungen zum Gewinn: 42 Prozent melden hier im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Einbu\u00dfen. Dabei spielen die gestiegenen Kosten f\u00fcr Energie eine gro\u00dfe Rolle. Die Angaben zur Zimmerauslastung fallen im Saldo auch ung\u00fcnstiger aus als im Herbst des Vorjahres, \u00fcber ein Drittel berichtet etwa von R\u00fcckg\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die offizielle Statistik weist f\u00fcr den Kreis Siegen-Wittgenstein bei den \u00dcbernachtungszahlen im laufenden Jahr bis einschlie\u00dflich April 2012 ein Minus von 4,3 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum aus. Diese Zahl ist aber auch durch strukturelle Umbr\u00fcche im Vorsorge- und Reha-Bereich negativ beeinflusst, deren \u00dcbernachtungen (-12,6 Prozent) mit in die Statistik einflie\u00dfen. Auch die Gruppe der Erholungs- und Schulungsheime musste ein Minus von 1,5 Prozent verkraften. Davon abgesehen verzeichnen die meisten anderen Bereiche positive Zahlen. So verbuchten die Hotels ein \u00dcbernachtungsplus von 6,2 Prozent; sie stellen im Kreis Siegen-Wittgenstein fast ein Drittel der \u00dcbernachtungen. In rund der H\u00e4lfte der Kommunen des Kreises zeigten sich so im laufenden Jahr \u00dcbernachtungszuw\u00e4chse.<\/p>\n<p>Im Kreis Olpe sind die \u00dcbernachtungen bis April 2012 um 1,8 Prozent gestiegen. Bis auf Campingpl\u00e4tze sowie Pensionen konnten alle anderen Beherbergungsbereiche zulegen. Die wichtige Gruppe der Hotels weist ein Plus von 3,6 Prozent auf. \u00dcber ein Drittel der Beherbergungsbetriebe im IHK-Bezirk setzt in den n\u00e4chsten Monaten auf bessere Gesch\u00e4fte. 19 Prozent bef\u00fcrchtet aber auch schlechtere. Letzteres gaben vor einem Jahr nur zehn Prozent an. Der Gro\u00dfteil von 43 Prozent sieht eine stabile Entwicklung.<\/p>\n<p>Knapp 29 % der Gastronomieunternehmen (Restaurants, Caf\u00e9s, Imbiss, Gastwirtschaften oder Gastst\u00e4tten) beurteilen ihre aktuelle Lage positiv. Das sind deutlich weniger als im Oktober 2011 (44 Prozent) oder genau vor einem Jahr (40 Prozent). Eine schlechte Lage geben fast ein Viertel der Befragten an. Gegen\u00fcber dem Vorjahr sind die Konsumenten zur\u00fcckhaltender: Fast ein Drittel der Betriebe registriert Umsatzr\u00fcckg\u00e4nge. Vor allem aber die Gewinne werden deutlich ung\u00fcnstiger eingestuft als zuvor: Fast jeder zweite Gastronomiebetrieb berichtet hier \u00fcber Einbu\u00dfen gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum. Dass die gestiegenen Kosten die Gesch\u00e4fte negativ beeinflussen zeigen auch die Umsatzzahlen f\u00fcr ganz NRW: Im April ging der Umsatz hier gegen\u00fcber dem Vorjahr um 0,3 Prozent zur\u00fcck. Ber\u00fccksichtigt man dazu aber die Preis- und Kostensteigerungen betr\u00e4gt das Umsatzminus schon 2,2 Prozent. Auch das Wetter in den vergangenen Monaten war f\u00fcr die Branche nicht optimal. Der April war im Durchschnitt viel zu kalt. Der Mai war w\u00e4rmer, hatte aber zu wenige Sonnentage, die zum Ausgehen einluden. Viele Gastronomen hoffen auf Biergartenwetter in den kommenden Wochen. Ob die laufende Fu\u00dfballeuropameisterschaft f\u00fcr positive Impulse sorgen kann, bleibt abzuwarten. Immerhin setzt ein Drittel der Gastronomiebetriebe k\u00fcnftig auf bessere Gesch\u00e4fte. Allerdings bef\u00fcrchten mit knapp 30 Prozent fast ebenso viele einen schlechteren Verlauf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 21. Juni 2012. Das Konjunkturklima im regionalen Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie) hat sich im Fr\u00fchsommer des laufenden Jahres eingetr\u00fcbt. 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