{"id":7131,"date":"2017-07-26T14:57:55","date_gmt":"2017-07-26T12:57:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=7131"},"modified":"2017-07-26T14:57:55","modified_gmt":"2017-07-26T12:57:55","slug":"der-magische-koffer-und-die-besondere-arbeitsbuehne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/der-magische-koffer-und-die-besondere-arbeitsbuehne\/","title":{"rendered":"Der \u201eMagische Koffer\u201c und die besondere Arbeitsb\u00fchne"},"content":{"rendered":"<p>Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein normaler Koffer, bis auf den Unterschied, dass er durchsichtig ist. Bei n\u00e4herem Hinschauen erkennt man kompliziert aussehende Technik im Inneren. Und wenn man den Koffer in die Hand nimmt, f\u00fchlt man sich, als sei man in der Welt von Harry Potter gelandet. Wie durch Zauberhand bewegt er sich pl\u00f6tzlich von alleine. Der \u201emagische Koffer\u201c ist das Projekt von Julian Br\u00fcckner, Timo Schneider und Alexander Joest. Die drei Maschinenbau-Studenten stellten den Koffer gemeinsam mit 21 weiteren Projekten im Rahmen des Pflichtfachs \u201ePlanungs- und Entwicklungsprojekt\u201c (PEP) an der Universit\u00e4t Siegen vor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.uni-siegen.de\/start\/news\/images_new\/2017\/magischer_koffer_medien.jpg\" alt=\"magischer_koffer\" width=\"400\" height=\"267\" align=\"left\" border=\"10\" hspace=\"10\" vspace=\"10\" \/>\u201eBei unserem Projekt ging es darum, ein Demonstrationsobjekt zu bauen, das Studierenden den gyroskopischen Effekt veranschaulicht, der normalerweise ziemlich schwer zu begreifen ist\u201c, erkl\u00e4rt die Gruppe. Herausgekommen ist dabei ein durchsichtiger Koffer, der per Knopfdruck eingeschaltet werden kann.<\/p>\n<p>\u201eWenn man den Koffer normal in die Hand nimmt, dann tut sich nichts. Dreht man sich allerdings um seine eigene Achse, kippt der Koffer, je nach Drehrichtung, automatisch nach Au\u00dfen oder nach Innen. Das geschieht dadurch, dass Kr\u00e4fte auf die Lagerstelle im Koffer wirken, wenn man sich mit ihm bewegt.\u201c Von der Planung bis zum fertigen Produkt haben die Studenten alles selbst in die Hand genommen: \u201eZun\u00e4chst haben wir ein theoretisches Modell entwickelt. Dieses haben wir dann umgesetzt und im Anschluss alles selbst zusammengebaut\u201c. Sogar die Elektronik haben die drei Studenten eigenst\u00e4ndig programmiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.uni-siegen.de\/start\/news\/images_new\/2017\/gruppe_koffer_medien.jpg\" alt=\"gruppe_koffer\" width=\"400\" height=\"267\" align=\"left\" border=\"10\" hspace=\"10\" vspace=\"10\" \/>Bei der Vorstellung aller Projekte auf dem Campus Paul-Bonatz-Stra\u00dfe belegten der \u201emagische Koffer\u201c und das Projekt \u201eMethodische Entwicklung einer Hubarbeitsb\u00fchne zum Anbau an die Dreipunkthydraulik eines Schleppers\u201c von Marvin Weber, Dominique Schneider, Selina Brinkmann, Steffen Gabsa und Mario Eisel gemeinsam den 1. Platz. Insgesamt wurden die sechs besten Projekt-Gruppen mit dem F\u00f6rderpreis der Firma Ferchau ausgzeichnet.<\/p>\n<p>Die Projekte sind obligatorisch f\u00fcr alle Maschinenbau-Studierenden an der Universit\u00e4t Siegen. \u201eIm Rahmen des Pflichtfachs \u201ePlanungs- und Entwicklungsprojekt\u201c (PEP) f\u00fchren sie im vierten Semester eigene Projekte durch. Diese werden meist von den verschiedenen Lehrst\u00fchlen definiert, es kann sich aber auch um Firmenbeitr\u00e4ge handeln\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr.-Ing. Tamara Reinicke vom Department Maschinenbau. Die Studierenden arbeiten in der Regel in Gruppen zusammen und haben ein Semester lang Zeit, ihr Projekt zu realisieren. \u201eDas Ziel, das die Studierenden verfolgen sollen, ist die interdisziplin\u00e4re Bearbeitung einer komplexen Fragestellung aus dem Ingenieurbereich. Die Studierenden lernen dabei sowohl Team- als auch Projektarbeit\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Reinicke.<\/p>\n<p>Auch die andere Gewinnergruppe hat viel Energie in ihr Projekt gesteckt. Ihre Aufgabe war die methodische Entwicklung eines Produkts. \u201eUnser Ziel war es eine Hubarbeitsb\u00fchne zu entwerfen, auf der bis zu vier Leute Platz haben. Zugleich soll sie an einen Schlepper angeschlossen werden k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Selina Brinkmann. \u201eAls erstes haben wir gebrainstormt und die Analogiemethode angewendet. Wir haben also geschaut, ob es bereits Mechanismen in der Technik oder sogar in der Tierwelt gibt, die f\u00fcr uns relevant sein k\u00f6nnten. Anschlie\u00dfend haben wir verschiedene L\u00f6sungsvarianten erarbeitet und uns am Ende f\u00fcr die entschieden, die den h\u00f6chsten Gesamtnutzwert hat\u201c. Die Studierenden entwarfen ein 3D-Modell und konstruierten ihre finale Variante. \u201eZus\u00e4tzlich haben wir uns noch einige Features f\u00fcr die m\u00f6glichen Anwender \u00fcberlegt. Der Korb unserer Hebeb\u00fchne ist zum Beispiel einklappbar. Au\u00dferdem lassen sich die Platten unten am Gestell austauschen und sind somit flexibel f\u00fcr verschiedene Untergr\u00fcnde\u201c, berichtet die Studentin.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hatten alle 22 Gruppen ihre Projekte in zehnmin\u00fctigen Vortr\u00e4gen vorgestellt. Danach begutachtete eine Jury diese und die dazugeh\u00f6rigen Poster, Projektordner und Prototypen. Im Anschluss fand die gro\u00dfe Siegerehrung statt, bei der die besten sechs Gruppen ausgezeichnet wurden. Ein Projekt ist dabei nicht \u00f6ffentlich vorgestellt worden \u2013 und das hat einen besonderen Grund: Die Arbeit einer Gruppe wird momentan auf Patentierbarkeit hin gepr\u00fcft, weshalb sie nicht f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zur Verf\u00fcgung steht. Prof. Reinicke richtete zum Abschluss ein gro\u00dfes Lob an die Studierenden: \u201eDie Projekte sind sehr vielf\u00e4ltig und spannend ausgefallen. Es ist beachtlich, was Sie als Studentinnen und Studenten geleistet haben\u201c.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Platz 1<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eDer magische Koffer\u201c von Julian Br\u00fcckner, Timo Schneider und Alexander Joest sowie \u201eMethodische Entwicklung einer Hubarbeitsb\u00fchne zum Anbau an die Dreipunkthydraulik eines Schleppers\u201c von Marvin Weber, Dominique Schneider, Selina Brinkmann, Steffen Gabsa und Mario Eisel.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Platz 2<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eArretierung der Kolbenr\u00fcckstellfeder im geschlossenen Zustand einer nasslaufenden Lamellenkupplung\u201c von Lukas Held, Bj\u00f6rn Wei\u00df und Benedikt Prinz sowie \u201eEntwicklung eines Pr\u00fcfstandes zur Nachbildung der Vertikaldynamik von Schienenfahrzeugen\u201c von Thomas Reckewell und Jan-Philipp Alh\u00e4user.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Platz 3<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eEntwicklung eines Konzeptes f\u00fcr einen Gro\u00dfraum-3D-Drucker\u201c von Dennis Graf, Tim Bensberg, Edgar Korbmacher, Mario Wagener und Jonas Reifenrath sowie \u201eKonstruktion eines Simulationsstandes f\u00fcr die Werkzeugeinarbeitung an den Fertigungspressen\u201c von Fabian Weber und Jan Schulte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein normaler Koffer, bis auf den Unterschied, dass er durchsichtig ist. Bei n\u00e4herem Hinschauen erkennt man kompliziert&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7132,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[8,32,30],"tags":[],"class_list":["post-7131","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausbildung","category-infos","category-vermischtes"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/gruppe_arbeitsbuehne_medien.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7131"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7135,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7131\/revisions\/7135"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}