{"id":7077,"date":"2017-07-18T15:50:48","date_gmt":"2017-07-18T13:50:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=7077"},"modified":"2017-07-18T15:50:48","modified_gmt":"2017-07-18T13:50:48","slug":"offen-schlau-flexibel-neue-lernplattform-fuer-fremdsprachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/offen-schlau-flexibel-neue-lernplattform-fuer-fremdsprachen\/","title":{"rendered":"Offen, schlau, flexibel: Neue Lernplattform f\u00fcr Fremdsprachen"},"content":{"rendered":"<p class=\"newsitem_lead\">Wissenschaftler der Uni Siegen haben mit europ\u00e4ischen Partnern eine Lernplattform f\u00fcr Fremdsprachen entwickelt. COMALAT ist kostenlos zug\u00e4nglich und passt sich individuell an St\u00e4rken und Schw\u00e4chen der Lernenden an.<\/p>\n<p>Ein Deutschkurs f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge an der Uni Siegen. Kursleiter Christian Gerhus steht an der Tafel, vor ihm sitzen zwanzig junge Menschen, die auf ihren Smartphones herumtippen. Was Lehrende in den meisten Uni-Seminaren eher auf die Palme bringt, ist hier ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht. Denn die TeilnehmerInnen haben sich die App \u201eCOMALAT\u201c heruntergeladen \u2013 ein Sprachlernsystem, das Wissenschaftler der Uni Siegen gemeinsam mit KollegInnen aus Griechenland und Spanien entwickelt haben. Sprach- und Integrationskurse f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge oder Arbeitsmigranten sind eine Anwendungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr\u00a0<a class=\" cd_intlink\" href=\"http:\/\/www.comalat.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">COMALAT<\/a>.<\/p>\n<p>\u201eCOMALAT ist eine offene Lernplattform. Lehrende k\u00f6nnen dort \u00dcbungsmaterialien hochladen und dann in ihrem Unterricht damit arbeiten\u201c, erkl\u00e4rt der Projektverantwortliche Prof. Dr. Udo Kelter von der Uni Siegen. Vor allem aber bietet COMALAT die M\u00f6glichkeit, sich selbstst\u00e4ndig Sprachkompetenzen anzueignen. Dazu haben Sprachlehrerinnen je einen Anf\u00e4nger- und Fortgeschrittenenkurs in Deutsch, Englisch und Spanisch entwickelt. Das Besondere: Die Software ist so programmiert, dass sie aus der Interaktion mit den NutzerInnen \u201elernt\u201c und sich selbstst\u00e4ndig an das jeweilige Lernverhalten anpasst. \u201eMithilfe von statistischen Verfahren werden die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen der Nutzer untersucht. Am Ende jeder Einheit bekommen sie ein individuelles Feedback. Bei Bedarf empfiehlt das System zum Beispiel passende Zusatz-Aufgaben\u201c, erl\u00e4utert Kelter.<\/p>\n<p>Die entsprechende Programmierung der Software sei die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung im Rahmen des Projektes gewesen, sagt Projektmanager Johannes Zenkert. \u201eDen Lernfortschritt beurteilen und korrektive Ma\u00dfnahmen finden \u2013 das sind eigentlich die origin\u00e4ren Aufgaben eines Lehrers oder einer Lehrerin. Bei COMALAT wird dies von der Software imitiert.\u201c An der Uni Siegen waren an der Entwicklung die\u00a0<a class=\" cd_intlink\" href=\"http:\/\/pi.informatik.uni-siegen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fachgruppe Praktische Informatik<\/a>\u00a0(PI) und das\u00a0<a class=\" cd_intlink\" href=\"https:\/\/www.eti.uni-siegen.de\/ws\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Institut f\u00fcr Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement<\/a>\u00a0(WBS) unter der Leitung von Prof. Dr. Madijd Fathi beteiligt. Unterst\u00fctzt wurden die Siegener Forscher von InformatikerInnen der Aristoteles Universit\u00e4t in Thessaloniki. Die Entwicklung der Lehrmaterialien haben Expertinnen des Sprachenzentrums an der Universit\u00e4t Alicante in Spanien \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Mit COMALAT lassen sich vor allem die so genannten passiven Sprachkompetenzen wie Wortschatz, Lesen und H\u00f6rverstehen\u00a0trainieren. In den Anf\u00e4ngerkursen werden erste Grundlagen vermittelt. Die darauf aufbauenden Module enthalten auch spezielles Vokabular aus Berufsfeldern wie \u201eMedizin\u201c, \u201eTourismus\u201c oder \u201eWissenschaft und Technik\u201c. \u201eAls wir mit dem Projekt begonnen haben, hatten wir als Zielgruppe besonders Arbeitsmigranten aus S\u00fcdeuropa im Sinn. Also junge Menschen aus Spanien oder Italien, die auf der Suche nach einem Job oder Ausbildungsplatz nach Deutschland kommen und schnell Deutsch lernen m\u00fcssen\u201c, sagt Kelter. Mit den Fl\u00fcchtlingen seien in den vergangenen Monaten weitere potenzielle Nutzer hinzugekommen. Um das Programm auch f\u00fcr sie nutzbar zu machen, wurden Bedienelemente und Erkl\u00e4rtexte durch Mitarbeiter des Uni Siegen-Projektes \u201eGefl\u00fcchtete helfen Gefl\u00fcchteten\u201c zus\u00e4tzlich auf Arabisch \u00fcbersetzt. \u201eWir sind sehr dankbar, dass wir COMALAT in den Deutschkursen f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge auch praktisch ausprobieren konnten\u201c, betont Johannes Zenkert. \u201eDie Zusammenarbeit mit Christian Gerhus hat uns wertvolle Hinweise geliefert, mit denen wir die Plattform noch weiter verbessern konnten.\u201c<\/p>\n<p>COMALAT ist eine so genannte \u201eOpen Educational Ressource\u201c und damit f\u00fcr alle Interessierten offen und kostenfrei zug\u00e4nglich. Im Internet ist die Plattform unter www.comalat.eu zu finden. Die Lernmaterialien k\u00f6nnen au\u00dferdem auch offline \u00fcber eine Smartphone-App studiert werden.<\/p>\n<p>COMALAT steht f\u00fcr \u201eCompetence Oriented Multilingual Adaptive Language Assessment and Training System\u201c. Das Verbundprojekt unter Federf\u00fchrung der Uni Siegen wurde im Rahmen des Programms \u201eErasmus+\u201c mit 445.000 Euro von der EU gef\u00f6rdert. Es hat im September 2014 begonnen und l\u00e4uft im August 2017 aus. An dem Projekt beteiligt sind die Fachgruppe Praktische Informatik (PI) und das Institut f\u00fcr Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement (WBS) der Uni Siegen, sowie die Aristoteles-Universit\u00e4t Thessaloniki in Griechenland und das Sprachenzentrum der Universit\u00e4t Alicante in Spanien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenschaftler der Uni Siegen haben mit europ\u00e4ischen Partnern eine Lernplattform f\u00fcr Fremdsprachen entwickelt. 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