{"id":704,"date":"2012-06-12T11:32:51","date_gmt":"2012-06-12T09:32:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=704"},"modified":"2012-06-12T11:32:51","modified_gmt":"2012-06-12T09:32:51","slug":"industrieregion-suedwestfalen-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/industrieregion-suedwestfalen-staerken\/","title":{"rendered":"Industrieregion S\u00fcdwestfalen st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Siegen, 12. Juni 2012. Die B\u00fcrger Nordrhein-Westfalens haben eine neue Landesregierung gew\u00e4hlt. Die Neuwahlen haben die Pr\u00e4sidenten der drei s\u00fcdwestf\u00e4lischen Industrie- und Handelskammern Ralf Kersting (Arnsberg), Klaus Th. Vetter (Siegen) und Harald Rutenbeck (Hagen) zum Anlass genommen, wichtige Forderungen der Wirtschaft S\u00fcdwestfalens nach D\u00fcsseldorf zu schicken. Neben dem Industriestandort S\u00fcdwestfalen haben sie Energie und Infrastruktur als weitere Komplexe hervorgehoben. \u201eDie Position S\u00fcdwestfalens als Industrieregion Nummer 1 in NRW muss in D\u00fcsseldorf st\u00e4rker wahrgenommen und in der Politik des Landes sichtbar werden\u201c, sagt SIHK-Pr\u00e4sident Rutenbeck. Und Ralf Kersting, Pr\u00e4sident der IHK Arnsberg, erg\u00e4nzt: \u201eVor allem die dynamischen Familienunternehmen machen unsere St\u00e4rke aus: Sie sind hochgradig flexibel, innovativ und suchen st\u00e4ndige nach neuen Produkten und M\u00e4rkten. Das belegt die gro\u00dfe Zahl von \u00fcber 100 Welt- und EU-Marktf\u00fchrern.\u201c Der Erfolg dieser Unternehmen sei auch der Erfolg der Region.<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend wir bundesweit und auch regional an einem realistischeren Bild von S\u00fcdwestfalen arbeiten, ist unsere Botschaft in D\u00fcsseldorf mittlerweile, Gott sei Dank, angekommen. Die Penetranz, mit der wir immer wieder darauf hingewiesen haben, dass wir neben Natur und Tourismus vor allem einer der Motoren der industriellen Entwicklung in NRW sind, hat in der Landespolitik Wirkung gezeigt\u201c, so Kersting weiter. Dieses k\u00f6nne man unter anderem k\u00f6nne an den Projekten der Regionale 2013 erkennen. \u201eDiese gezielte F\u00f6rderung der industriellen St\u00e4rken S\u00fcdwestfalens ist richtig und wichtig.\u201c<\/p>\n<p>Klaus Th. Vetter, Pr\u00e4sident der IHK Siegen, wies darauf hin, dass Wirtschaft nicht in einem luftleeren Raum stattfinde. \u201eEine so erfolgreiche Wirtschaftsregion wie S\u00fcdwestfalen hat ohne ein zukunftsf\u00e4higes Angebot an Industriefl\u00e4chen keine Perspektive.\u201c Die Wirtschaft erwarte von der neuen Landesregierung, dass sie mit den anstehenden Weichenstellungen in der Landesplanung, insbesondere beim endlich vorzulegenden Landesentwicklungsplan, Fl\u00e4chenl\u00f6sungen zul\u00e4sst, die S\u00fcdwestfalen nicht weiter benachteiligen.<\/p>\n<p>Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg der Wirtschaftsregion S\u00fcdwestfalen ist zudem eine funktionierende Infrastruktur. Hier stellte Vetter insbesondere die Landesstra\u00dfen in den Vordergrund. Seit Jahren seien deren Unterhaltung, wie auch der Neubau, v\u00f6llig unterfinanziert. Neueste wissenschaftliche Studien der Universit\u00e4t Siegen h\u00e4tten erneut dokumentiert, dass gerade die s\u00fcdwestf\u00e4lischen Landesstra\u00dfen noch viel schneller verrotten als die Verkehrswege in anderen Landesteilen. \u201eWir werden benachteiligt, weil unsere Stra\u00dfen pro laufendem Kilometer bei den Baukosten wie auch in der Unterhaltung schlichtweg teurer sind. Baumittel werden allerdings landesweit nach gleichem Ma\u00dfstab und deshalb ungerecht verteilt\u201c. Die Landesstra\u00dfen seien h\u00e4ufig die einzige Verbindung zwischen Kommunen mit ihren wichtigen Industrie- und Gewerbestandorten. F\u00fcr die \u00fcberregionale Anbindung S\u00fcdwestfalens seien der durchg\u00e4ngige sechsspurige Ausbau der Sauerlandlinie A 45, der L\u00fcckenschluss der A 46 und die Ortsumgehungen im Rahmen der \u201eRoute 57\u201c in Siegen-Wittgenstein unverzichtbar.<\/p>\n<p>Herausragende Bedeutung f\u00fcr die Region h\u00e4tten auch energiepolitische Rahmenbedingungen und Ma\u00dfnahmen, so SIHK-Pr\u00e4sident Harald Rutenbeck. Die Unternehmen sehen in Konjunkturumfragen der s\u00fcdwestf\u00e4lischen IHKs steigende Energie- und Rohstoffkosten als gr\u00f6\u00dftes Risiko f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung. \u201eWie die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger k\u00f6nnen die Unternehmen in unserer Region den st\u00e4ndig steigenden Strompreisen nicht entgehen\u201c, so Rutenbeck. \u201eUnternehmen wie H\u00e4rtereien oder Schmieden verbrauchen zwar viel Strom, liegen aber unterhalb der jeweiligen Schwellenwerte, um Entlastungen nutzen zu k\u00f6nnen\u201c Vor diesem Hintergrund bestehe die Gefahr, dass Investitionsentscheidungen gegen S\u00fcdwestfalen getroffen w\u00fcrden. \u201eDas gilt besonders dann, wenn die Versorgungssicherheit aufgrund von Spannungsschwankungen mehr und mehr in Gefahr ger\u00e4t. Deshalb brauchen wir zum Erfolg der Energiewende zumindest in der \u00dcbergangszeit im Bereich der Grundlast Gas- und m\u00f6glichst saubere Kohlekraftwerke.\u201c Die Wirtschaft begr\u00fc\u00dfe den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Gerade in S\u00fcdwestfalen m\u00fcsse dabei auch der Wasserkraft mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. \u201eZudem brauchen wir mehr Investitionen in Speicherkapazit\u00e4ten. Mit ihren zahlreichen Talsperren bietet sich S\u00fcdwestfalen dazu an, m\u00f6glichst schnell in konkrete Planungen einzusteigen.\u201c<\/p>\n<p>Am Ende waren sich die drei Pr\u00e4sidenten in einem einig: \u201eDie Industrie- und Handelskammern in NRW m\u00f6chten mit der neuen Landesregierung partnerschaftlich zusammenarbeiten und die Erfahrungen der wirtschaftlichen Selbstverwaltung einbringen\u201c, so Harald Rutenbeck abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 12. Juni 2012. 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