{"id":6866,"date":"2017-06-27T08:59:51","date_gmt":"2017-06-27T06:59:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6866"},"modified":"2017-06-27T09:24:37","modified_gmt":"2017-06-27T07:24:37","slug":"uni-erforscht-karrieren-von-mint-frauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/uni-erforscht-karrieren-von-mint-frauen\/","title":{"rendered":"Uni erforscht Karrieren von \u201eMINT\u201c-Frauen"},"content":{"rendered":"<p>Sch\u00fclerinnen f\u00fcr eine Ausbildung oder ein Studium im naturwissenschaftlich-technischen Bereich motivieren \u2013 dazu gibt es in Deutschland zahlreiche Kampagnen und Initiativen. Wie sich junge Frauen mit MINT-Background im sp\u00e4teren Berufsleben schlagen, ist dagegen noch weitgehend unerforscht. \u201eH\u00e4ufig bleiben die Frauen in Unternehmen eher auf niedrigen Positionen. Seltener machen sie den Sprung in die F\u00fchrungsebene oder wagen es, sich als Unternehmerinnen selbstst\u00e4ndig zu machen\u201c, sagt Dr. Kerstin Ettl, Juniorprofessorin f\u00fcr unternehmerische Vielfalt und Management kleiner und mittlerer Unternehmen an der Uni Siegen. Im gerade gestarteten Forschungsprojekt \u201eMINTdabei\u201c erforschen WissenschaftlerInnen der Uni und des Bonner \u201eInstituts f\u00fcr Mittelstandsforschung\u201c (IfM) gemeinsam Karrierewege von Frauen in MINT-Berufen. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>\u201eDie Selbst- und Fremdwahrnehmung spielt f\u00fcr Karriereentscheidungen eine wichtige Rolle. Das gilt auch f\u00fcr Frauen in MINT-Berufen\u201c, sagt Projekt-Mitarbeiterin Julia Schnittker. \u201eWas trauen sich die Frauen selbst zu und wie sehen sie sich? Und welche Rollen werden ihnen von Kollegen und Vorgesetzten zugeschrieben?\u201c Um das herauszufinden, wollen die WissenschaftlerInnen eng mit Partnern aus der Wirtschaft zusammenarbeiten. \u00dcberregionale Organisationen wie beispielsweise der \u201eVerband deutscher Unternehmerinnen\u201c (VdU) oder die \u201eBundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde\u201c (BDA) geh\u00f6ren ebenso dazu, wie mittelst\u00e4ndische Unternehmen. In Siegen-Wittgenstein und drei weiteren Regionen Deutschlands sollen Interviews mit Frauen in MINT-Berufen, ihren Vorgesetzten und externen ExpertInnen gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00f6chten uns anhand der Gespr\u00e4che ein m\u00f6glichst umfassendes Bild machen\u201c, erkl\u00e4rt Projekt-Koordinatorin Kerstin Ettl. \u201eMit Berufseinsteigerinnen werden wir ebenso sprechen, wie mit Frauen, die schon l\u00e4nger im Job sind. Neben Angestellten in mittelst\u00e4ndischen Unternehmen werden wir auch Frauen befragen, die sich im MINT-Bereich selbstst\u00e4ndig gemacht haben.\u201c Auch regionale Unterschiede sollen in der Studie ber\u00fccksichtigt werden: Inwiefern unterscheiden sich die Karrierebedingungen der \u201eMINT-Frauen\u201c in l\u00e4ndlichen Regionen und in Gro\u00dfst\u00e4dten? Etwa 70 Interviews sind insgesamt geplant. Sie sollen Aufschluss \u00fcber die Karrierewege der Frauen geben: Welche Hindernisse mussten sie \u00fcberwinden? Durch welche Faktoren wurden berufliche Entscheidungen beeinflusst? Gab es Vorbilder, an denen sie sich orientiert haben.<\/p>\n<p>Das Institut f\u00fcr Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn unter Leitung der Siegener Professorin Dr. Friederike Welter steuert dar\u00fcber hinaus eine quantitative Analyse bei. Die Bonner ForscherInnen werten vorhandene Daten zur Situation von Frauen in MINT-Berufen aus \u2013 beispielsweise zu ihren Besch\u00e4ftigungssituationen und Geh\u00e4ltern. \u201eIm Zuge der Digitalisierung bieten sich f\u00fcr Frauen unendlich viele Karrierechancen\u201c, sagt Prof. Welter. \u201eGleichzeitig gilt es aber auch, die Unternehmenslenker daf\u00fcr zu sensibilisieren, dass ihnen mit den ausgebildeten MINT-Frauen hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung stehen. Das Forschungsprojekt \u201aMINTdabei\u2018 ist daher genau zum richtigen Zeitpunkt initiiert worden.<\/p>\n<p>Ziel des Projektes ist es, konkrete L\u00f6sungsans\u00e4tze zur St\u00e4rkung der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Frauen in MINT-Berufen zu entwickeln, sagt Julia Schnittker: \u201eUns ist es wichtig, die Projektergebnisse anschlie\u00dfend auch in die Praxis zu bringen. Dazu werden wir uns immer wieder mit unseren Partnern auf Verbands- und Wirtschaftsebene austauschen und gemeinsam m\u00f6glichst konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr Unternehmen erarbeiten.\u201c Zum Abschluss der auf drei Jahre angelegten Studie ist au\u00dferdem eine gro\u00dfe Konferenz mit Teilnehmenden aus Wissenschaft und Wirtschaft in Siegen geplant.<\/p>\n<p>Weitere Infos zum Projekt \u201eMINTdabei\u201c: <a class=\" cd_extlink\" href=\"http:\/\/www.mintdabei.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.mintdabei.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00fclerinnen f\u00fcr eine Ausbildung oder ein Studium im naturwissenschaftlich-technischen Bereich motivieren \u2013 dazu gibt es in Deutschland zahlreiche Kampagnen und Initiativen. 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