{"id":6861,"date":"2017-06-26T12:26:08","date_gmt":"2017-06-26T10:26:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6861"},"modified":"2017-06-26T12:26:08","modified_gmt":"2017-06-26T10:26:08","slug":"digitalisierung-im-mittelstand-evolution-keine-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/digitalisierung-im-mittelstand-evolution-keine-revolution\/","title":{"rendered":"Digitalisierung im Mittelstand: Evolution, keine Revolution"},"content":{"rendered":"<p>Begriffe wie \u201eDigitalisierung\u201c und \u201eIndustrie 4.0\u201c sind in aller Munde. Doch viele Zeitgenossen verbinden damit noch immer eher Risiken als Chancen \u2013 vor allem mittlere und kleinere Unternehmen. Als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer eines traditionsreichen Familienunternehmens mit 25 Mitarbeitern kann ich jedoch sagen: Die technische Weiterentwicklung ist f\u00fcr jede Unternehmensgr\u00f6\u00dfe beherrschbar \u2013 wichtig ist, Schritt f\u00fcr Schritt vorzugehen. Tradition bedeutet nicht, sich den modernen Anforderungen zu verweigern. Und die Politik kann uns Unternehmern dabei tatkr\u00e4ftig helfen!<\/p>\n<p>So haben wir uns auch bei Emde dem digitalen Wandel gestellt: Vor rund 30 Jahren gab hier genau ein Telefon, kein Fax, von sonstiger EDV ganz zu schweigen. Doch schon da war uns klar: Die Zukunft der Produktion wird anders aussehen. Nach und nach haben wir jedes Jahr die Digitalisierung in unserem Unternehmen vorangetrieben.<\/p>\n<div id=\"attachment_6862\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Horst-Gabriel-676x451.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6862\" class=\"size-medium wp-image-6862\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Horst-Gabriel-676x451-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Horst-Gabriel-676x451-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Horst-Gabriel-676x451-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Horst-Gabriel-676x451.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6862\" class=\"wp-caption-text\">Horst Gabriel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Ernst Ludwig Emde GmbH, Solingen und Vizepr\u00e4sident unternehmer nrw.<\/p><\/div>\n<p>Bereits in den 1990er Jahren begannen wir, auf computergest\u00fctztes Design (CAD) umzusteigen und so Stanzwerkzeuge mit Hilfe eines IT-Programms zu konstruieren. Kurze Zeit sp\u00e4ter startete die \u00dcbertragung von Fertigungsdaten auf die Maschinen, zun\u00e4chst mit Disketten, sp\u00e4ter mit einer intelligenten Schnittstellentechnik. Um das gro\u00dfe Datenvolumen zu bew\u00e4ltigen, installierten wir bereits damals ein Glasfasernetz bei Emde \u2013 w\u00e4hrend manche Branchenkollegen noch heute dar\u00fcber diskutieren, ob dies in Zukunft notwendig sei.<\/p>\n<p>Dann bauten wir auf Basis eines Einkaufsportals und einer internetbasierten Datenschnittstelle die elektronische Lieferkette zu unseren Kunden aus. Auch die Produktions- und Lieferplanung wurde Schritt f\u00fcr Schritt digitalisiert, so dass heute alle Produktionsstufen und das Qualit\u00e4tsmanagement digital gesteuert und dokumentiert werden. Die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette und alle beteiligten Stellen \u2013 Einkauf, Produktion, Vertrieb und Verwaltung \u2013 im Unternehmen sind vernetzt. \u00a0Momentan arbeiten wir noch daran, die Daten auch den Kunden zur Verf\u00fcgung zu stellen, damit sie direkt abfragen k\u00f6nnen, ob ein bestimmtes Stanzteil verf\u00fcgbar ist oder wie lange die Lieferzeit betr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Heute sind wir ein volldigitalisiertes Unternehmen, das \u00fcber IT-Schnittstellen mit Kunden und Lieferanten verbunden ist. Unsere Entwicklung zeigt: Digitalisierung braucht keine Revolution in den Betrieben, sondern muss jeden Tag und Schritt f\u00fcr Schritt gelebt werden.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr eine erfolgreiche Entwicklung wie unsere sind hochleistungsf\u00e4hige, sichere und fl\u00e4chendeckend verf\u00fcgbare digitale Infrastrukturen. Hier gibt es noch Nachholbedarf: In den Industrie- und Gewerbegebieten insbesondere im l\u00e4ndlichen Raum fehlen h\u00e4ufig noch leistungsf\u00e4hige Datenautobahnen.<\/p>\n<p>Sehr wichtig ist mir auch: Die Digitalisierung ver\u00e4ndert Arbeitspl\u00e4tze und damit das Anforderungsprofil in den Berufsfeldern. Die Mitarbeiter in unserem Betrieb arbeiten an Bildschirmen, bekommen ausschlie\u00dflich hier\u00fcber die Informationen, welche Maschine was und welche Menge bearbeitet und dokumentieren den Produktionsprozess. Daher ist auch der Bildungs- und Weiterbildungsaspekt zentral. Die Vermittlung digitaler Kompetenzen in ihrer kompletten Bandbreite muss im Bildungssystem fest verankert werden. Am besten fangen wir in der Schule schon damit an. Auch kleine Unternehmen wie wir sind heute \u2013 und zuk\u00fcnftig noch viel mehr \u2013 auf qualifizierte Mitarbeiter in allen Bereichen angewiesen. Erforderlich sind daher Investitionen in die Ausstattung von Bildungseinrichtungen und gleicherma\u00dfen die fundierte Aus- und Weiterbildung der Lehrenden.<\/p>\n<p>Unternehmen und Politik m\u00fcssen die Digitalisierung gemeinsam angehen und klarmachen: Es ist machbar, denn es ist eine Evolution, keine Revolution.<\/p>\n<p>Ein Beitrag von:\u00a0Horst Gabriel,\u00a0Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Ernst Ludwig Emde GmbH, Solingen und Vizepr\u00e4sident unternehmer nrw im <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsblog.nrw\/digitalisierung-im-mittelstand-evolution-keine-revolution\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">NRW-Wirtschaftsblog &#8222;Klartext im Westen&#8220;<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Begriffe wie \u201eDigitalisierung\u201c und \u201eIndustrie 4.0\u201c sind in aller Munde. Doch viele Zeitgenossen verbinden damit noch immer eher Risiken als Chancen \u2013 vor allem mittlere&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6232,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[32,4,11],"tags":[],"class_list":["post-6861","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-meinung","category-regionale-wirtschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/nrw-wirtschaftsblog.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6861","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6861"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6861\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6863,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6861\/revisions\/6863"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6232"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6861"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6861"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6861"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}