{"id":6819,"date":"2017-06-20T15:38:59","date_gmt":"2017-06-20T13:38:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6819"},"modified":"2017-06-20T15:38:59","modified_gmt":"2017-06-20T13:38:59","slug":"massnahmen-zur-kostensenkung-zeigen-wirkung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/massnahmen-zur-kostensenkung-zeigen-wirkung\/","title":{"rendered":"Ma\u00dfnahmen zur Kostensenkung zeigen Wirkung"},"content":{"rendered":"<p>Ein solides Gesch\u00e4ftsergebnis auf Vorjahresniveau und einen durchaus positiven Ausblick auf die weitere Entwicklung konnte Dipl.-Ing. Burkhard Dahmen, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der SMS group GmbH, auf der diesj\u00e4hrigen Bilanzpressekonferenz der Gruppe in D\u00fcsseldorf pr\u00e4sentieren.\u00a0Mittelfristig rechne man wieder mit einem moderaten Wachstum. &#8222;F\u00fcr 2017 erwarten wir eine Ergebnisverbesserung.&#8220; Insgesamt h\u00e4tten die Ma\u00dfnahmen zur Kostensenkung, die das Unternehmen bereits ab 2014 eingeleitet hat, gegriffen, auch wenn die Marktentwicklung im Stahlsektor nach wie vor schwierig sei.<\/p>\n<p>Zu den Ergebnissen: Bei der SMS group ging der Auftragseingang im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr 2016 leicht auf 2,680 Mrd. EUR zur\u00fcck (2015: 2,758 Mrd. EUR). Der Umsatz lag bei 3,052 Mrd. EUR (2015: 3,310 Mrd. EUR). Das Ergebnis \u00a0stieg marginal auf 14 Mio. EUR vor Steuern (2015: 7 Mio. EUR). &#8222;Neben der allgemein schwachen Marktverfassung haben weitere Aufwendungen f\u00fcr die Restrukturierung das Ergebnis 2016 belastet&#8220;, so Burkhard Dahmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_6821\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SMS-Bilanzpk17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6821\" class=\"size-medium wp-image-6821\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SMS-Bilanzpk17-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SMS-Bilanzpk17-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SMS-Bilanzpk17-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/SMS-Bilanzpk17.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6821\" class=\"wp-caption-text\">Dipl.-Ing. Burkhard Dahmen (links), Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der SMS group GmbH, pr\u00e4sentierte die Bilanz f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2016.<\/p><\/div>\n<p>Im metallurgischen Anlagen \u00adund Maschinenbau wurde ein Auftragseingang von 2,432 Mrd. EUR (Vorjahr: 2,476 Mrd. EUR) realisiert. W\u00e4hrend das Anlagengesch\u00e4ft auf 1,815 Mrd. EUR zur\u00fcckging (Vorjahr: 1,882 Mrd. EUR), wuchs das Servicegesch\u00e4ft auf 617 Mio. EUR (Vorjahr: 594 Mio. EUR). Die Gruppe elexis verzeichnete aufgrund von Projektverschiebungen mit 184 Mio. EUR einen R\u00fcckgang beim Auftragseingang (Vorjahr: 214 Mio. EUR). Bei Elotherm reduzierte sich der Auftragseingang von 81 Mio. EUR wegen des Nachfrager\u00fcckgangs im Metallurgiebereich auf 66 Mio. EUR. Die regionale Verteilung des Umsatzes in der Gesamth\u00f6he von 3,052 Mrd. EUR stellte sich wie folgt dar: Europa 30 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent), Russland 6 Prozent (Vorjahr: 3 Prozent), Asien 34 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent), Amerika 28 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent), Afrika 2 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent). Aufgrund des unter dem Umsatz liegenden Auftragseingangs verzeichnete der Auftragsbestand in H\u00f6he von 3,566 Mrd. EUR einen weiteren R\u00fcckgang gegen\u00fcber dem Vorjahreswert (2015: 4,018 Mrd. EUR).<\/p>\n<p>Die Anzahl der zum Stichtag 31.12.2016 in der SMS group besch\u00e4ftigten Mitarbeiter reduzierte sich um 788 Personen auf 13.423 (2015: 14.211). Der Abbau werde bis Ende 2017 planm\u00e4\u00dfig fortgesetzt.\u00a0Die Kapazit\u00e4t in Deutschland ist von \u2013 Stand Anfang 2014 \u2013 5.250 Arbeitspl\u00e4tzen bis zum Ende diesen Jahres um insgesamt 1.200 auf rund 4.050 verringert worden. Dieser planm\u00e4\u00dfigen und sozialvertr\u00e4glichen Anpassung der Zahl der Mitarbeiter an den r\u00fcckl\u00e4ufigen Auftragseingang im metallurgischen Anlagenbau, der \u00fcberwiegend in Deutschland erfolgt, steht ein planm\u00e4\u00dfiger Mitarbeiteraufbau in den Wachstumsfeldern Service, Digitalisierung und Modernisierung gegen\u00fcber. &#8222;Die planm\u00e4\u00dfige Ausweitung unseres Servicegesch\u00e4fts ging einher mit einem Mitarbeiteraufbau in diesem Gesch\u00e4ftsbereich von 2.601 auf 2.657 Personen, insbesondere in den ausl\u00e4ndischen Servicegesellschaften, die unsere Kunden vor Ort betreuen. Im laufenden Gesch\u00e4ftsjahr ist hier ein weiterer Personalaufbau um rund 1.000 Mitarbeiter in den ausl\u00e4ndischen Servicegesellschaften geplant.&#8220;\u00a0Die SMS group werde trotz der Kostensenkungsprogramme an ihrem \u00fcberdurchschnittlichen Engagement bei der Ausbildung junger Nach\u00adwuchskr\u00e4fte festhalten. So stelle man vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sicher, dass der Unternehmens\u00adverbund auch in Zukunft \u00fcber ausreichend qualifiziert ausgebildete Fachkr\u00e4fte verf\u00fcge.<\/p>\n<p>Und so beschreibt Burkhard Dahmen die Aussichten:\u00a0\u201eDie Probleme unserer Kunden mit den weltweit vorhandenen \u00dcberkapazit\u00e4ten sind etwas zur\u00fcckgegangen. Aufgrund einzelner nationaler protektionistischer Ma\u00dfnahmen sind sowohl Auslastung als auch das Preisniveau in einigen L\u00e4ndern \u00fcberproportional gestiegen. Hierdurch ergeben sich dort f\u00fcr uns neue Projektanfragen, insbesondere f\u00fcr das Walzen von Sonderst\u00e4hlen und hochfesten G\u00fcten. Insgesamt ist die Auslastung der Anlagen im weltweiten Durchschnitt jedoch nur moderat angestiegen und erm\u00f6glicht daher noch nicht in allen Regionen eine nachhaltige Gewinnerzielung. Entsprechend zur\u00fcckhaltend bleibt die Auftragsvergabe bei Neuprojekten. Zus\u00e4tzlich belasten die weiter anhaltenden politischen Unsicherheiten in den f\u00fcr uns wichtigen Absatzm\u00e4rkten Russland und der Ukraine das Gesch\u00e4ft. Im Iran hingegen sehen wir nach der jetzt vollzogenen Pr\u00e4sidentenwahl und der damit weiter schrittweisen \u00d6ffnung des Landes Chancen, in absehbarer Zeit unseren Beitrag bei der Modernisierung und dem Neuaufbau der Stahlindustrie leisten zu k\u00f6nnen. So haben wir hier erst j\u00fcngst zu f\u00fcnf Anlagenprojekten sogenannte Vorvertr\u00e4ge mit iranischen Kunden abschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Voraussetzung f\u00fcr die Realisierung dieser Vorhaben ist jedoch die Bereitstellung von langfristigen Krediten durch den Bankensektor an die iranischen H\u00fcttenwerke. Wir sehen weiterhin gro\u00dfes Potenzial bei Modernisierungen hin zu energieeffizienter und umweltorientierter Anlagentechnik, im Bereich Digitalisierung sowie im gesamten Feld der Serviceleistungen. Die leichte Belebung der Nachfraget\u00e4tigkeit sollte sich ab 2018 auch in h\u00f6heren Auftragseing\u00e4ngen niederschlagen. Insbesondere die gestiegenen Preise f\u00fcr Stahlprodukte stimmen uns positiver. Auch zeigt sich zunehmend, dass aufgeschobene Investitionen unserer Kunden in die Modernisierung und Ert\u00fcchtigung bestehender Anlagen nachgeholt werden. Vor diesem Hintergrund rechnen wir 2017 beim Auftragseingang mit einem geringen Zuwachs; der Umsatz wird jedoch aufgrund des R\u00fcckgangs beim Auftragseingang der letzten Jahre leicht unter dem Niveau von 2016 liegen. Beim Ergebnis vor Steuern erwarten wir f\u00fcr 2017 aufgrund der Wirksamkeit der ergriffenen Ma\u00dfnahmen eine Verbesserung gegen\u00fcber dem Vorjahr.\u201c<\/p>\n<p>\u201eLeading Partner in the World of Metals\u201c<\/p>\n<p>Zur Sch\u00e4rfung des eigenen Unternehmensprofils hat die SMS group 2016 in einem aufwendigen Prozess Kunden und Mitarbeiter befragt. Herausgekommen ist, dass sich die Kunden die SMS group weiterhin als \u201eLeading Partner in the World of Metals\u201c w\u00fcnschen. Ziel ist es, die Kunden mit Blick auf ihre Anforderungen im metallurgischen Anlagenbau plus Elektrik und Automation sowie Service noch pass\u00adgenauer zu beraten und zu begleiten \u2013 und dies vor dem Hintergrund einer sich rasant vollziehenden Ver\u00e4nderung der Arbeitsweisen im Zusammenhang mit der Digitalisierung\/Industrie 4.0.<\/p>\n<p>Neue Gesch\u00e4ftsfelder erschlossen<\/p>\n<p>Die beiden im Logistikbereich t\u00e4tigen Tochtergesellschaften CTI Systems S.A., Luxemburg, und die SMS Logistiksysteme GmbH, Deutschland, haben 2016 ihren Marktauftritt unter dem Dach der AMOVA geb\u00fcndelt, die das Gesch\u00e4ft in dem wachsenden Markt logistischer Anwendungen f\u00fcr die Cargo\u00adBranche \u2013 zum Beispiel im Bereich Luftfracht \u2013 vorantreibt. Mit Blick auf den Nicht\u00adEisen\u00adMetall\u00adMarkt hat die SMS group gemeinsam mit der Firma Mettop, \u00d6sterreich, im letzten Jahr das Joint Venture PolyMet Solutions GmbH gegr\u00fcndet. Ein wesentliches Ziel ist die konsequente Erweiterung des Produktportfolios zur Herstellung und Weiterverarbeitung von Kupfer. Eine 2016 geschlossene Kooperation mit der UrbanGold GmbH \u00fcber das Recycling von Elektroschrott wird viele Interessenten finden. Daneben ist die SMS group aktiv in die innovative Technologie des Additive Manufacturing und deren Weiterentwicklung eingestiegen. Den Start f\u00fcr das Vorhaben bildet eine am Standort M\u00f6nchengladbach im Aufbau befindliche Pilotanlage zur Herstellung von Metallpulver \u2013 dem Basiswerkstoff f\u00fcr die additive Fertigung.<\/p>\n<p>Digital Solutions \u2013 \u201eLearning Steel Mill\u201c<\/p>\n<p>Industrie 4.0, Digitalisierung, Internet der Dinge und Cloud Computing sind derzeit die beherrschenden Themen der Wirtschaft. Die SMS group hat anhand ausgew\u00e4hlter Umsetzungsbeispiele, teilweise schon realisiert durch den Servicebereich und durch das 2016 gegr\u00fcndete Start\u00adup SMS digital GmbH, Strategien f\u00fcr die voranschreitende Digitalisierung in der Stahlindustrie erarbeitet. Sie entwickelt auf dieser Basis weitere zukunftsweisende Konzepte und L\u00f6sungen. Dabei greift die Unternehmensgruppe auf gesammelte Erfahrungen und umgesetzte L\u00f6sungen zur\u00fcck, wie beispielsweise in den Bereichen virtuelle Techniken (Virtual\u00adReality\u00adund Augmented\u00adReality\u00adTechniken) oder Plug &amp; Work. Digitalisierung ist aber kein Selbstzweck. Es geht im Kern um die Beantwortung der Frage: An welcher Stelle kann uns die Digitalisierung konkret helfen, folgende Ziele zu erreichen:<\/p>\n<ul>\n<li>Den Werkstoff Stahl mit seinen vielf\u00e4ltigen Eigenschaften zukunfts\u00adund wettbewerbsf\u00e4hig zu halten.<\/li>\n<li>Effizienz durch noch schlankere Prozesse und Kostenstrukturen bei noch schonenderem Ressourceneinsatz sicherzustellen.<\/li>\n<li>Die Maximierung der Anlagenlaufleistungen bei reduziertem Wartungsaufwand und noch geringerer Kapitalbindung zu erm\u00f6glichen.<\/li>\n<li>Eine flexiblere Produktionsplanung mit schwankenden und teilweise kleinen Produktionsmengen bei Einhaltung einer hohen Termin\u00adund Liefertreue zu gew\u00e4hrleisten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Betreiber der Anlagen steht dabei die \u201eLearning Steel Mill\u201c im Fokus, die eine intelligente und weitgehend autonome Produktion von Stahl erm\u00f6glicht. Diese ist charakterisiert durch die Vernetzung und Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in dynamischen, sich in Echtzeit optimierenden Produktionsprozessen innerhalb der Wertsch\u00f6pfungskette. Das intelligente H\u00fcttenwerk optimiert seine Produktionsprozesse vom Rohmaterial bis zum Endprodukt auto\u00adadaptiv als Teil einer integrierten Lieferkette mit physischen und datenbasierten Modellen.<\/p>\n<p>Hier hat die SMS group mit ihrem amerikanischen Kunden Big River Steel ein Pilotprojekt f\u00fcr eine \u201eLearning Steel Mill\u201c bei dem Ende 2016 in Betrieb gegangenen Anlagenkomplex in Arkansas, USA, gestartet.<\/p>\n<p>Daneben hat die SMS group schon 2016 Mehrheitsanteile am Start\u00adup QuinLogic GmbH in Aachen, Deutschland, erworben. Das Unternehmen entwickelt Software\u00adL\u00f6sungen f\u00fcr ein optimiertes Qualit\u00e4tsmanagement f\u00fcr die Stahl\u00ad, Aluminium\u00adund Papierindustrie. Dazu geh\u00f6ren Qualit\u00e4tssicherungssysteme f\u00fcr die Bereiche Flachstahl, Edelstahl, Spezialstahl und Nicht\u00adEisen\u00adMetalle.<\/p>\n<p>Die SMS group setzt QuinLogic\u00adProdukte bereits bei Kunden\u00adprojekten wie Big River Steel, USA, oder Shandong Iron &amp; Steel, China, erfolgreich ein. Dabei wird die Software\u00adL\u00f6sung der QuinLogic um das Prozess\u00adKnow\u00adhow der SMS group bei der Produktion erg\u00e4nzt, um so hochwertige Endprodukte bei konstanter Qualit\u00e4t und Prozessstabilit\u00e4t herstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein solides Gesch\u00e4ftsergebnis auf Vorjahresniveau und einen durchaus positiven Ausblick auf die weitere Entwicklung konnte Dipl.-Ing. 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