{"id":6722,"date":"2017-06-06T14:39:31","date_gmt":"2017-06-06T12:39:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6722"},"modified":"2017-06-06T14:39:31","modified_gmt":"2017-06-06T12:39:31","slug":"moderne-arbeitszeitregelungen-ohne-die-ideologischen-auseinandersetzungen-von-gestern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/moderne-arbeitszeitregelungen-ohne-die-ideologischen-auseinandersetzungen-von-gestern\/","title":{"rendered":"Moderne Arbeitszeitregelungen ohne die ideologischen Auseinandersetzungen von Gestern"},"content":{"rendered":"<p>Die meisten Besch\u00e4ftigten in den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie sind mit ihrer Arbeit und mit ihrer Arbeitszeit durchaus zufrieden. Das hat sowohl die Umfrage des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall wie auch die Mitgliederbefragung der IG Metall ergeben. Und dennoch brauchen die Betriebe wie auch die Besch\u00e4ftigten Anpassungen an die sich rasant ver\u00e4ndernde Arbeitswelt. Davon ist der VdSM Verband der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen e.V. in Siegen \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>Und diese Ver\u00e4nderungen sind tiefgreifend. Sie ergeben sich zum einen aus den Folgen der zunehmenden Digitalisierung in den Produktionsprozessen sowie aus den ebenfalls sich ver\u00e4ndernden Einstellungen der Besch\u00e4ftigten zur Arbeit an sich. Einer Umfrage des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen zufolge erwarten beispielsweise drei von vier Betrieben einen steigenden Bedarf an lebensphasenorientierten Freistellungen. \u201eDie Herausforderung besteht nun darin, die pers\u00f6nliche zeitliche Souver\u00e4nit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t mit den jeweiligen betrieblichen Anforderungen in Einklang zu bringen. Das darf aber keinesfalls zu Lasten der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Unternehmen gehen\u201c, unterstreicht VdSM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Thorsten Doublet.<\/p>\n<p>Derzeit pralle die betriebliche Realit\u00e4t der zunehmenden Digitalisierung in den Unternehmen noch auf eine Arbeitszeitregelung aus dem letzten Jahrhundert. Das k\u00f6nne auf Dauer nicht so bleiben. Vielmehr ben\u00f6tige man m\u00f6glichst rasch eine Modernisierung. \u201eMehr als 60 Prozent der Betriebe fordern laut Umfrage eine entsprechende tarifliche Anpassung. Ebenfalls 60 Prozent sind auch f\u00fcr eine Aufhebung der gesetzlich festgelegten t\u00e4glichen 10-Stunden-Obergrenze zugunsten einer flexibleren Wochenregelung\u201c, so Doublet weiter. \u201eUnd dazu w\u00e4ren auch drei von vier Besch\u00e4ftigten bereit.\u201c<\/p>\n<p>Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird zuk\u00fcnftig in den M+E-Betrieben in Siegen-Wittgenstein an Bedeutung gewinnen. In vielen Unternehmen gebe es bereits heute schon entsprechende Angebote. \u201eDabei spielt die Attraktivit\u00e4t von Besch\u00e4ftigung ebenso eine Rolle wie die Gewinnung qualifizierter Fachkr\u00e4fte. In einer Region mit langfristig r\u00fcckl\u00e4ufiger Bev\u00f6lkerungszahl hat dies f\u00fcr die Unternehmen einen besonderen Stellenwert.\u201c Und dennoch d\u00fcrfe diese Flexibilit\u00e4t keine Einbahnstra\u00dfe sein. An erster Stelle st\u00fcnden immer noch die Bed\u00fcrfnisse der Kunden. \u201eSie bestimmen dar\u00fcber, ob und wann \u00fcberhaupt Arbeit da ist.\u201c<\/p>\n<p>Sowohl der Gesetzgeber wie auch die Tarifpartner stehen nach Ansicht des VdSM vor der Aufgabe, das Thema Arbeitszeit so familienfreundlich wie m\u00f6glich f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten und gleichzeitig so wettbewerbsorientiert wie n\u00f6tig f\u00fcr die Unternehmen neu und zukunftsorientiert zu regeln. \u201eWas wir nicht brauchen, sind ideologische Auseinandersetzungen, wie sie beispielsweise in der Vergangenheit beim Thema Arbeitszeit vorkamen. Damit w\u00e4re niemandem geholfen\u201c, meint Dr. Doublet abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten Besch\u00e4ftigten in den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie sind mit ihrer Arbeit und mit ihrer Arbeitszeit durchaus zufrieden. 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