{"id":6671,"date":"2017-05-31T10:43:53","date_gmt":"2017-05-31T08:43:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6671"},"modified":"2017-05-31T10:43:53","modified_gmt":"2017-05-31T08:43:53","slug":"aufbruchs-koalition-in-nrw-notwendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/aufbruchs-koalition-in-nrw-notwendig\/","title":{"rendered":"&#8222;Aufbruchs-Koalition&#8220; in NRW notwendig"},"content":{"rendered":"<p>Die nordrhein-westf\u00e4lischen Unternehmer haben von der neuen Landesregierung einen Aufbruch f\u00fcr Nordrhein-Westfalen gefordert. Die \u201aNordrhein-Westfalen-Koalition\u2018 m\u00fcsse eine \u201aAufbruchs-Koalition\u2018 werden. \u201eIch erwarte jetzt ein politikfeld\u00fcbergreifendes Gesamtkonzept als Antwort auf die unterschiedlichen Probleme und Herausforderungen unseres Landes\u201c, sagte der Pr\u00e4sident der Landesvereinigung der Unternehmensverb\u00e4nde Nordrhein-Westfalen (unternehmer nrw), Arndt G. Kirchhoff, am Dienstag beim Unternehmertag 2017 seiner Organisation in D\u00fcsseldorf. In den vergangenen Jahren sei zu viel investitionshemmende und wirtschaftsfeindliche Regulierung und B\u00fcrokratie aufgebaut worden. Damit m\u00fcsse jetzt Schluss sein.<\/p>\n<p>Mit einem klaren Blick auf die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen des Landes m\u00fcsse die neue Landesregierung einen echten Klimawechsel bewirken, eine Willkommenskultur f\u00fcr Unternehmen schaffen und den Menschen ein neues Grundempfinden f\u00fcr die Bedeutung von Industrie vermitteln. \u201eDas Ziel ist klar: NRW muss wieder in die Spitzengruppe der Wirtschaftsstandorte in Deutschland\u201c, erkl\u00e4rte Kirchhoff. Die Erwartungen der Menschen seien hoch. Selten habe er eine so gro\u00dfe Sehnsucht bei Unternehmern und Besch\u00e4ftigten erlebt, nicht mehr als Sozialfall der Republik oder als Sitzenbleiber bezeichnet zu werden. Dazu m\u00fcsse die Stimme des Landes auch in Berlin vernehmbarer werden. \u201eNordrhein-Westfalen ist zu wichtig f\u00fcr Deutschland, als dass die Interessen unseres Landes in der Hauptstadt nur eine untergeordnete Rolle spielen\u201c, sagte Kirchhoff.<\/p>\n<p>Der NRW-Unternehmerpr\u00e4sident forderte die neue Landesregierung auf, echte Aufbruchsstimmung bei den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern im Land zu erzeugen. Es sei eine wichtige Kommunikationsaufgabe der neuen Landesregierung, die Menschen im Land mitzunehmen. \u201eWir alle im Land m\u00fcssen merken, dass etwas geht in NRW\u201c, sagte Kirchhoff. Niemand verlange, dass jetzt per Knopfdruck alles besser werde. Es m\u00fcsse aber schnell sichtbar werden, dass die entscheidenden Weichen richtig gestellt w\u00fcrden \u2013 bei der Regulierung, beim Verkehr und bei der Bildung. \u201eDa dr\u00fcckt der Schuh besonders\u201c, betonte er.<\/p>\n<p>Kirchhoff bekr\u00e4ftigte seine Forderung nach einer sp\u00fcrbaren St\u00e4rkung des Wirtschaftsministeriums. \u201eDas Wirtschaftsressort muss das zentrale Koordinierungsministerium des Aufbruchs f\u00fcr NRW werden\u201c, erkl\u00e4rte er. Das w\u00e4re auch ein bedeutsames Signal der Wertsch\u00e4tzung an die Unternehmen im Land. Ausdr\u00fccklich dankte Kirchhoff dem scheidenden NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin f\u00fcr sein gro\u00dfes Engagement f\u00fcr den Wirtschaftsstandort NRW. Mit seinen \u201aIndustriepolitischen Leitlinien\u2018 habe der Minister eine konkrete Handlungsanleitung vorgelegt, \u201ein der aufmerksam zu lesen ich auch der neuen Landesregierung empfehle\u201c. Leider habe die rot-gr\u00fcne Landesregierung die Leitlinien Duins allzu h\u00e4ufig nicht zum Kompass ihres Regierungshandelns gemacht.<\/p>\n<p>Der NRW-Unternehmerpr\u00e4sident forderte ein Ende der wirtschafts- und industriefeindlichen Politik im Kernland der Industrie. Nordrhein-Westfalen ben\u00f6tige einen sofortigen Regulierungs-Stopp und B\u00fcrokratie-Abbau. Das st\u00e4ndige Draufsatteln auf europ\u00e4ische und nationale Vorgaben m\u00fcsse ein Ende haben. \u201eWir m\u00fcssen uns wieder auf \u201aEins zu Eins\u2018 beschr\u00e4nken\u201c, sagte Kirchhoff. Die Unternehmer im Land wollten f\u00fcr NRW nicht weniger umwelt- und sozialpolitische Regeln als andere Bundesl\u00e4nder. Es k\u00f6nne aber nicht sein, dass \u201ewir Unternehmer hier schwerere Rucks\u00e4cke zu tragen haben als unsere Wettbewerber\u201c.<\/p>\n<p>Gleichzeitig m\u00fcsse die neue Landesregierung f\u00fcr NRW ihre Priorit\u00e4ten klar auf Infrastruktur und Bildung setzen. Damit Mitarbeiter nicht mehr so lange im Stau stehen und G\u00fctertransporte nicht mehr so weite Umwege fahren m\u00fcssten, sei eine verkehrspolitische Agenda unabdingbar. Von herausragender Bedeutung sei ein fl\u00e4chendeckendes Hochgeschwindigkeits-Internet vor allem f\u00fcr die Unternehmen in den Industriegebieten des l\u00e4ndlichen Raums. In der Bildungspolitik forderte Kirchhoff ein Ende des st\u00e4ndigen Hin und Her der Reformen. \u201eUnsere Kinder brauchen besser ausgestattete Schulen, weniger ausfallende Unterrichtsstunden und modernere Lehrpl\u00e4ne\u201c, betonte Kirchhoff.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die nordrhein-westf\u00e4lischen Unternehmer haben von der neuen Landesregierung einen Aufbruch f\u00fcr Nordrhein-Westfalen gefordert. 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