{"id":6657,"date":"2017-05-30T11:55:37","date_gmt":"2017-05-30T09:55:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6657"},"modified":"2017-05-30T12:13:39","modified_gmt":"2017-05-30T10:13:39","slug":"steigende-beitraege-kosten-familien-bald-mehrere-tausend-euro-im-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/steigende-beitraege-kosten-familien-bald-mehrere-tausend-euro-im-jahr\/","title":{"rendered":"Steigende Beitr\u00e4ge kosten Familien bald mehrere Tausend Euro im Jahr"},"content":{"rendered":"<p>Anfang des n\u00e4chsten Jahrzehnts werden die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge (die sogenannten Babyboomer) nach und nach in den Ruhestand wechseln. Dadurch steigen die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge und das wird die Haushaltseinkommen der jetzt jungen Generation deutlich belasten: Ein Ehepaar (Alleinverdiener) mit zwei Kindern wird im Jahr 2030 aufgrund steigender Sozialversicherungsabgaben durchschnittlich 1.213 Euro weniger in der Haushaltskasse haben, im Jahr 2040 werden sogar 2136 Euro fehlen.<\/p>\n<p>Der absehbare Anstieg der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge in Folge des demografischen Wandels trifft die privaten Haushalte bereits im Jahr 2030 hart. Selbst bei vorsichtiger Prognose des Beitragsanstiegs werden Alleinverdiener und Familien im Jahr 2030 Nettoeinkommenseinbu\u00dfen zwischen 737 und 1.976 Euro hinnehmen m\u00fcssen. Dabei wird von jeweils durchschnittlichen heutigen Haushaltseinkommen ausgegangen und von einem Beitragsanstieg der Sozialversicherung von aktuell 39,95 Prozent auf dann 43 Prozent.<\/p>\n<p>Der f\u00fcr das Jahr 2040 unterstellte Anstieg auf 45,5 Prozent w\u00fcrde sogar Nettoeinkommenseinbu\u00dfen von 1.328 (Alleinerziehend, zwei Kinder) bis 3.509 Euro (Doppelverdiener, keine Kinder) pro Jahr nach sich ziehen. Sollte die Politik \u2013 wie mehrfach diskutiert &#8211; das Rentenniveau bei 46 Prozent fixieren, stiegen die Nettoeinkommensverluste auf bis zu 2.981 Euro im Jahr 2030, beziehungsweise 4.836 Euro in 2040.<\/p>\n<p>Die Studie &#8222;Nettoeinkommenseffekte steigender Beitragss\u00e4tze zur Sozialversicherung&#8220; von Dr. Jochen Pimpertz und Dr. Martin Beznoska, beide Institut der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln (IW), basiert auf konservativen Sch\u00e4tzungen \u00fcber den Anstieg der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge und hat im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Single- und Paarhaushalte mit je keinem, einem und zwei Kindern untersucht.<\/p>\n<p>Studienautor Dr. Jochen Pimpertz: \u201eDie Ergebnisse geben Orientierung f\u00fcr die Bewertung k\u00fcnftiger Wirtschafts- und Sozialpolitik: Zus\u00e4tzliche Leistungsversprechen f\u00fchren unmittelbar zu steigenden Finanzierungserfordernissen, die den ohnehin stark geforderten Altersgruppen aufgeb\u00fcrdet werden.\u201c<\/p>\n<p>Hubertus Pellengahr, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der INSM: \u201eDie Studie f\u00fchrt vor Augen, dass die bereits beschlossenen Rentengeschenke zuk\u00fcnftige Generationen enorm belasten. Wir brauchen jetzt eine Politik, die den demografischen Wandel abfedert und ihn nicht verst\u00e4rkt. Daher: Rente mit 63 abschaffen, M\u00fctterrente nicht ausweiten, Kostenausweitung der Kranken- und Pflegeversicherung stoppen. Das Ziel: die Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge nicht \u00fcber 40 Prozent ansteigen lassen. Das ist gerecht und gerecht geht nur mit Marktwirtschaft.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang des n\u00e4chsten Jahrzehnts werden die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge (die sogenannten Babyboomer) nach und nach in den Ruhestand wechseln. 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