{"id":6538,"date":"2017-05-17T09:12:55","date_gmt":"2017-05-17T07:12:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6538"},"modified":"2017-05-23T15:04:47","modified_gmt":"2017-05-23T13:04:47","slug":"wir-koennen-stolz-sein-auf-das-was-wir-erreicht-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wir-koennen-stolz-sein-auf-das-was-wir-erreicht-haben\/","title":{"rendered":"&#8222;Wir k\u00f6nnen stolz sein auf das, was wir erreicht haben&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Wenn es darum ginge, einen herausragenden Vertreter der freien Rede zu benennen, dann st\u00fcnde Wolfgang Bosbach sicherlich ganz oben auf der Bewerberliste. Der bekannte CDU-Bundestagsabgeordnete und langj\u00e4hrige Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses sprach auf Einladung der Unternehmerschaft Siegen-Wittgenstein im Haus der Siegerl\u00e4nder Wirtschaft in Siegen zu dem Thema: \u201eF\u00fchrungswechsel oder alles beim Alten? \u2013 Deutschland im Wahljahr 2017\u201c. Mehr als 300 Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer folgten dabei interessiert und zum Teil fasziniert seinen Ausf\u00fchrungen.<\/p>\n<p>\u201eEigentlich k\u00f6nnen wir stolz sein auf das, was wir in den letzten Jahrzehnten, vor allem im Zuge der Wiedervereinigung, geleistet und erreicht haben\u201c, so Wolfgang Bosbach. Im Ausland werde die Leistung der Deutschen durchaus anerkannt, \u201enur wir selber sehen uns manchmal zu kritisch.\u201c Nat\u00fcrlich habe sich unsere Gesellschaft ver\u00e4ndert. Die Fragmentierung sei gr\u00f6\u00dfer geworden. Das spiegle sich auch in der politischen Landschaft wider. \u201eDennoch beneiden uns viele um unsere politische, gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Stabilit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Auch in der Europ\u00e4ischen Union sei Deutschland ein wichtiger Partner. \u201eF\u00fcr uns ist die EU ein Garant f\u00fcr Frieden und Freiheit in Europa, auch wenn wir mit Gro\u00dfbritannien nun erstmals ein Mitgliedsland verlieren werden.\u201c Die Austrittsverhandlungen sollten durchaus hart gef\u00fchrt werden, um einen Dominoeffekt zu vermeiden. \u201eAber danach sollten wir nicht nachtreten. Gro\u00dfbritannien wird auch nach seinem Ausscheiden aus der EU ein wichtiger Teil und Partner Europas bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Als versierter und langj\u00e4hriger leidenschaftlicher Innenpolitiker machte Wolfgang Bosbach auch deutlich, dass er zwar den Entschluss der Bundeskanzlerin, die mehr als eine Million Fl\u00fcchtlinge aus Ungarn und \u00d6sterreich ins Land zu lassen, aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden bef\u00fcrwortet habe. &#8222;Allerdings sollten wir dennoch wissen, wen wir in Land gelassen haben.&#8220; Hier seien Fehler gemacht worden. \u201eDeutschland war schon immer ein Einwanderungsland. In diesem Fall kamen aber viele Menschen zu uns, die aus einem v\u00f6llig anderen Kulturkreis stammen. Da muss allen klar sein, dass ein friedliches und geordnetes Zusammenleben nur m\u00f6glich ist auf der Grundlage unserer demokratischen Werte und unserer Rechtsordnung. Insofern ist die Diskussion um eine Leitkultur f\u00fcr mich derzeit wenig nachvollziehbar.\u201c<\/p>\n<p>Die massive Zuwanderung von Fl\u00fcchtlingen habe nicht nur unsere Gesellschaft vor enorme Herausforderungen gestellt. Auch die Wirtschaft sei nun gefordert, diese Menschen zu integrieren. Dazu komme noch eine weitere gro\u00dfe Aufgabe, die es zu meistern gelte, n\u00e4mlich der Wandel von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft. \u201eDieser Wandel ist notwendig, wenn wir auch in Zukunft die Leistungsf\u00e4higkeit unserer Industrie aufrecht erhalten wollen, und das m\u00fcssen wir, da uns andere Ressourcen fehlen. Der Staat kann diese Aufgabe nicht \u00fcbernehmen. Nur die Wirtschaft und die Unternehmen k\u00f6nnen zukunftsf\u00e4hige Arbeitspl\u00e4tze schaffen.\u201c Dazu sei es notwendig, die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, die Infrastruktur in Takt zu halten und auszubauen und unser Bildungssystem wieder leistungsf\u00e4higer zu gestalten. Dies seien auch die wesentlichen Aufgaben, die die neue nordrhein-westf\u00e4lische Landesregierung auf ihrer Agenda ganz oben ansiedeln m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen fand Wolfgang Bosbach die des \u00d6fteren von ausl\u00e4ndischen Regierungen und Institutionen ge\u00e4u\u00dferte Kritik an der wirtschaftlichen Leistungskraft Deutschlands wenig nachvollziehbar. \u201eIch vergleiche das gerne mit dem Sport. Es k\u00e4me sicherlich niemand auf die Idee, Christiano Ronaldo von Real Madrid darum zu bitten, vielleicht etwas langsamer zu laufen oder nicht ganz so fest zu schie\u00dfen, nur um dem Gegner eine bessere Chance auf den Sieg zu geben.\u201c So sei es auch in der Wirtschaft. Die deutsche Wirtschaft stehe im internationalen Wettbewerb und sei dadurch gezwungen, ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit immer wieder aufs Neue zu hinterfragen und anzupassen. \u201eDas ist sicherlich auch ein durchaus erfolgversprechendes Modell f\u00fcr andere Nationen in der Welt.\u201c<\/p>\n<p>Dipl.-Ing. J\u00f6rg Dienenthal, Vorsitzender der Unternehmerschaft Siegen-Wittgenstein und des VdSM Verband der Siegerl\u00e4nder Metallindustriellen e.V., hatte in seiner Begr\u00fc\u00dfungsrede vor allem auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Weichen f\u00fcr eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung insbesondere in Nordrhein-Westfalen neu zu stellen. \u201eVor wenigen Tagen haben die Menschen in NRW die bisherige rot-gr\u00fcne Landesregierung erdrutschartig abgew\u00e4hlt. Der CDU unter der F\u00fchrung von Armin Laschet komme es jetzt zu, eine neue Regierung zu bilden. Auch wenn Schwarz-Gelb im Landtag eine knappe Mehrheit hat, wird das nicht leicht werden. Unsere Forderungen an die Landesregierung haben wir bereits vor der Wahl deutlich formuliert. Wir hoffen sehr, das diese als verbindliche Leitlinien in der Politik aufgenommen werden.\u201c<\/p>\n<p>Die Region S\u00fcdwestfalen und damit auch Siegen-Wittgenstein seien von der Industrie gepr\u00e4gt. \u201eImmerhin haben wir es zur drittst\u00e4rksten Industrieregion Deutschlands geschafft\u201c, unterstrich J\u00f6rg Dienenthal. Damit das auch in Zukunft so bleibe, seinen massive Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Dazu geh\u00f6re der Ausbau der Verkehrswege, ebenso wie die Anbindung an die schnellen Datennetze. \u201eWir hoffen sehr, dass die neue Landesregierung die wirtschaftliche Bedeutung S\u00fcdwestfalens und Siegen-Wittgensteins ebenfalls erkennt und die Region entsprechend f\u00f6rdern wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn es darum ginge, einen herausragenden Vertreter der freien Rede zu benennen, dann st\u00fcnde Wolfgang Bosbach sicherlich ganz oben auf der Bewerberliste. 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