{"id":6485,"date":"2017-05-09T10:55:31","date_gmt":"2017-05-09T08:55:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6485"},"modified":"2017-05-09T10:55:31","modified_gmt":"2017-05-09T08:55:31","slug":"automatisiertes-handlingsystem-fuer-die-matratzenproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/automatisiertes-handlingsystem-fuer-die-matratzenproduktion\/","title":{"rendered":"Automatisiertes Handlingsystem f\u00fcr die Matratzenproduktion"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema Automatisierung hat f\u00fcr viele Matratzenhersteller enorm an Bedeutung gewonnen und ist mehr als nur ein Trend. \u201eIm High Tech Markt der lohnintensiven L\u00e4nder steigt der Trend zu h\u00f6herem Output durch Prozessoptimierungen. Nicht nur der Anspruch an Pr\u00e4zision bei gleichzeitig kurzen Durchlaufzeiten ist gestiegen, sondern jetzt muss ein hohes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t dazukommen.\u201c so Jan Leisse, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <a href=\"https:\/\/www.baeumer.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Albrecht B\u00e4umer GmbH &amp; Co. KG<\/a> aus Freudenberg. Es steigt die Zahl der Mischproduktionen, in denen sowohl Federkern &#8211; als auch Schaumsandwich-Matratzen hergestellt werden. Das stellt sowohl das Handling als auch die Kleberauftragstechnologie vor neue Herausforderungen. Daf\u00fcr\u00a0pr\u00e4sentiert B\u00e4umer auf der diesj\u00e4hrigen interzum vom 16. bis 19. Mai in K\u00f6ln ein neues Handlingsystem.<\/p>\n<p>Die horizontale Konturenschneidemaschine OFS-Twincut wird in Kombination mit der Kleberauftragsanlage Lamit HM gezeigt. Die Lamit HM wird vorwiegend f\u00fcr die Fertigung von Federkernmatratzen eingesetzt. Durch diverse Optionen erweitert, zeigt B\u00e4umer den Einsatz auch f\u00fcr die Produktion von Schaumsandwich-Matratzen. Zwischen beiden Maschinen kommt ein Roboter zum Einsatz.<\/p>\n<p>Jedes Teil dieser Produktionslinie hat seine eigenen Vorteile und zusammen schaffen sie au\u00dfergew\u00f6hnlichen Mehrwert f\u00fcr mehr Flexibilit\u00e4t und Kosteneffizienz in der Produktion. Sie bietet zudem\u00a0eine doppelte Funktionalit\u00e4t. Wahlweise kann ein umlaufendes Messer zum schnellen Zuschneiden von Polsterteilen und Matratzen oder alternativ ein oszillierendes Messer f\u00fcr Materialien mit hohen Raumgewichten eingesetzt werden. Ebenfalls werden filigrane Matratzensegmente pr\u00e4ziser mit dem oszillierenden Messer geschnitten. Beide M\u00f6glichkeiten vereinen sich in einem einzigen Schneidaggregat f\u00fcr mehr Flexibilit\u00e4t. Die Qualit\u00e4t steigt, denn ein manuelles Eingreifen ist nicht notwendig. Dieses Handlingsystem vermeidet Abfall und das eingesetzte Material wird effizient eingesetzt.<\/p>\n<p>Klassisch entscheiden sich Hersteller von Federkernmatratzen prim\u00e4r beim Verkleben der Matratzen f\u00fcr das Hotmelt-Verfahren. Denn bei der Produktion von Federkernmatratzen wird oftmals eine Vielfalt von faserigen und nicht-faserigen Materialien eingesetzt, was sie f\u00fcr den Einsatz des ber\u00fchrungslosen Hotmelt-Kleberauftrags pr\u00e4destiniert.<\/p>\n<p>Schaum-Sandwich-Matratzen werden dagegen \u00fcblicherweise mit Dispersionsklebstoff per Walzenauftrag verklebt. Wer also beides verarbeiten will, ben\u00f6tigt normalerweise beide Verfahren und damit zwei verschiedene Maschinen. Die Lamit HM, eine klassische Hotmelt-Maschine, wurde deshalb um technische Neuerungen und Optionen erweitert, um das Verfahren f\u00fcr diese Mischproduktionen universell nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>Die Lamit HM wurde mit motorisch verstellbaren Klebek\u00f6pfen ausgestattet, die f\u00fcr frei programmierbare Auftragsbilder sorgen. Der Zusatznutzen ist hoch, denn unabh\u00e4ngig vom Produkt, ob Sandwich-Matratze oder Federkern, ist die Fl\u00e4chenbeschichtung frei programmierbar im Hinblick auf Zuschaltpunkt und Breitenposition. Durch die Oszillations- und Intermittierfunktion \u00f6ffnet und schlie\u00dft sich der Kleberkopf an frei programmierbaren Stellen. Bis zu 30 Prozent Klebermenge kann eingespart werden. Weiterhin erfolgt mit der automatischen R\u00fccklauffunktion das Reversieren der zu beschichtenden Platten und Sandwiches vollautomatisch. Ein manuelles Eingreifen ist nicht notwendig.<\/p>\n<p>In vielen Fabrikhallen stellen Roboter ihr K\u00f6nnen bereits unter Beweis. Jetzt zeigt B\u00e4umer einen Handling-Roboter, der zwischen den beiden zuvor genannten Maschinen zum Einsatz kommt.\u00a0Nachdem mit der Schneidemaschine konturierte Matratzenplatten geschnitten wurden, transportiert der Roboter einzelne Platten des geschnittenen Blocks direkt zur Kleberauftragsanlage. Dort wird die Platte punktgenau und ohne Versatz aufgelegt. Gesteuert wird dies durch ein Kamera- und Lasersystem. Die erste Platte erh\u00e4lt einen Kleberauftrag und der Roboter f\u00fcgt die 2. Platte auf die erste. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis alle Schichten der Sandwichmatratze verklebt sind.<\/p>\n<p>Herk\u00f6mmlich wurde mit diversen Auflege- und Abstapelmaschinen gearbeitet, doch dieser Roboter kann mehr. Durch seine Drehfunktion kann er mehrere Stapel, die aus verschiedenen Materialien bestehen, bedienen. Die Produktionslinie kann so mit 5-6 verschiedenen Materialpositionen ausgestattet sein.\u00a0Der Arm des Roboter ist mit einem Nadelgreifer ausgestattet. Der Greifmechanismus ist wahlweise pneumatisch oder mit Servoantrieb erh\u00e4ltlich: Pneumatisch f\u00fcr bis zu zwei Plattendicken, die individuell programmierbar sind. Wer flexibler sein m\u00f6chte und eine Vielzahl unterschiedlicher Plattenst\u00e4rken verwendet, entscheidet sich f\u00fcr die umrichtergesteuerten Servoantriebe. Diese erm\u00f6glichen exakt definierte, beliebig viele Eindringtiefen ab 10 mm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Automatisierung hat f\u00fcr viele Matratzenhersteller enorm an Bedeutung gewonnen und ist mehr als nur ein Trend. \u201eIm High Tech Markt der lohnintensiven L\u00e4nder&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6486,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-6485","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unternehmen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/b\u00e4umer-handlingsystem.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6485"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6489,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6485\/revisions\/6489"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}