{"id":6226,"date":"2017-04-10T13:53:27","date_gmt":"2017-04-10T11:53:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6226"},"modified":"2017-04-10T13:53:27","modified_gmt":"2017-04-10T11:53:27","slug":"betriebe-brauchen-moderne-arbeitszeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/betriebe-brauchen-moderne-arbeitszeiten\/","title":{"rendered":"Betriebe brauchen moderne Arbeitszeiten"},"content":{"rendered":"<p>Die Unternehmen der nordrhein-westf\u00e4lischen Metall- und Elektroindustrie haben die sich \u00e4ndernden Bed\u00fcrfnisse ihrer Besch\u00e4ftigten beim Thema Arbeitszeit auf dem Schirm. Einer Umfrage des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW) zufolge erwarten drei von vier Betrieben einen steigenden Bedarf an lebensphasenorientierten Freistellungen, die Arbeitnehmer etwa durch angesparte Arbeitszeit aus Arbeitszeitkonten entnehmen k\u00f6nnten. Der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer von METALL NRW, Dr. Luitwin Mallmann, erkl\u00e4rte am Montag in D\u00fcsseldorf, wichtig sei es, dieses Plus an pers\u00f6nlicher zeitlicher Souver\u00e4nit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t mit dem jeweiligen betrieblichen Bedarf in Einklang zu bringen. Das d\u00fcrfe nicht zulasten der Wettbewerbsf\u00e4higkeit gehen. Damit dies auch gelinge, ben\u00f6tigten die Unternehmen m\u00f6glichst schnell neue, passgenaue gesetzliche und tarifliche Regelungen. \u201eDerzeit prallt die betriebliche Realit\u00e4t der Digitalisierung auf ein Arbeitszeitregime, das aus dem letzten Jahrhundert stammt\u201c, sagte Mallmann. Mehr als 60 Prozent der Betriebe forderten einen tariflichen Anpassungsbedarf an neue Arbeitsformen, ebenfalls 60 Prozent w\u00fcrden gern die gesetzliche 10-Stunden-Grenze f\u00fcr die t\u00e4glich zul\u00e4ssige Arbeitszeit zugunsten einer wochenbezogenen Betrachtung aufheben. \u201eUnd dazu w\u00e4ren auch drei von vier Besch\u00e4ftigten bereit\u201c, betonte er. Die Umfrage-Ergebnisse aus Nordrhein-Westfalen sind Ausz\u00fcge einer Erhebung unter Unternehmen und Besch\u00e4ftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie, die der Arbeitgeberverband Gesamtmetall j\u00fcngst ver\u00f6ffentlicht hatte.<\/p>\n<p>Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werde in den M+E-Unternehmen des Landes ein immer wichtigeres Thema. In deutlich mehr als der H\u00e4lfte der vor allem aus kleinen und mittleren Betrieben bestehenden Branche in NRW sei mobiles Arbeiten oder Homeoffice bereits heute m\u00f6glich. Wenngleich derzeit auch nur jeder zehnte Arbeitsplatz mobil ausge\u00fcbt werden k\u00f6nne, werde sich der Trend in diese Richtung verst\u00e4rken. \u201eDie Digitalisierung wird mobiles Arbeiten bef\u00f6rdern, auch in der Industrieproduktion\u201c, sagte Mallmann.<\/p>\n<p>Als \u201eM\u00e4r von der st\u00e4ndigen Erreichbarkeit\u201c bezeichnete der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer die Behauptung, Unternehmen w\u00fcrden von ihren Besch\u00e4ftigten auch au\u00dferhalb der \u00fcblichen Arbeitszeit verlangen, f\u00fcr berufliche Themen ansprechbar zu sein. \u201eDas kann nicht in unserem Interesse sein\u201c, erkl\u00e4rte Mallmann. Zwar seien hier 70 Prozent der Besch\u00e4ftigten grunds\u00e4tzlich per Telefon oder per e-mail erreichbar. Allerdings habe nur jeder zehnte Befragte angegeben, dies werde vom Arbeitgeber aktiv eingefordert oder zumindest stillschweigend erwartet. Hier habe das Motiv \u201eFreiwilligkeit\u201c die gr\u00f6\u00dfere Bedeutung. In jedem zweiten Betrieb sei es sogar grunds\u00e4tzlich zul\u00e4ssig, \u00a0private Angelegenheiten w\u00e4hrend der Arbeitszeit zu erledigen. Das sei ein gro\u00dfes Entgegenkommen der Arbeitgeber. Das werde der Umfrage zufolge im Schnitt mit einer Stunde pro Woche in Anspruch genommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Unternehmen der nordrhein-westf\u00e4lischen Metall- und Elektroindustrie haben die sich \u00e4ndernden Bed\u00fcrfnisse ihrer Besch\u00e4ftigten beim Thema Arbeitszeit auf dem Schirm. 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