{"id":6181,"date":"2017-04-05T12:55:42","date_gmt":"2017-04-05T10:55:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6181"},"modified":"2017-04-05T12:59:50","modified_gmt":"2017-04-05T10:59:50","slug":"ehrenplaketten-fuer-jahrzehntelanges-engagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/ehrenplaketten-fuer-jahrzehntelanges-engagement\/","title":{"rendered":"Ehrenplaketten f\u00fcr jahrzehntelanges Engagement"},"content":{"rendered":"<p>29 M\u00e4nner und Frauen aus Unternehmen und Berufskollegs sind gestern Abend mit der Ehrenplakette der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) ausgezeichnet worden. Sie erhielten diese Anerkennung f\u00fcr ihr 20-j\u00e4hriges ehrenamtliches Engagement in den unterschiedlichsten Gremien der Kammer. IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel betonte im Rahmen der Feierstunde, wie wichtig dieser unerm\u00fcdliche und langj\u00e4hrige Einsatz sei: \u201eSie liefern mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement den Grundstein, auf dem unser Haus als IHK errichtet ist. Das Ehrenamt ist konstitutives Element der Kammerarbeit.\u201c Besonders deutlich werde dieser Einsatz in der beruflichen Bildung, in deren Pr\u00fcfungsaussch\u00fcssen allein \u00fcber 1.200 Personen mitwirken. \u201eZusammen wenden Sie knapp 30.000 Arbeitsstunden auf, damit junge Menschen und Berufst\u00e4tige nach ihrer Lehrzeit oder ihrer Fortbildung vern\u00fcnftige Pr\u00fcfungsbedingungen vorfinden. An dieser Stelle k\u00f6nnen wir Ihnen gar nicht genug danken. Sie leisten Gro\u00dfartiges\u201c.<\/p>\n<p>Der IHK-Pr\u00e4sident nutzte seine Ansprache, um zu einigen bildungspolitischen Themen Stellung zu beziehen. \u201eIn Zukunft wird sich der Mangel an Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften in immer mehr Wirtschaftsbereichen ausbreiten.\u201c Den wesentlichen Engpass gibt es laut Felix G. Hensel bei den beruflich Qualifizierten: \u201eK\u00fcnftig sind die Unternehmen gezwungen, deutlich mehr Ressourcen in die Personalgewinnung zu stecken als bisher. Sie m\u00fcssen auf allgemein bildende Schulen zugehen, in der \u00d6ffentlichkeit werben, ihr Image st\u00e4rken. Gleichzeitig darf aber auch das bestehende Personal in den Betrieben nicht vergessen werden.\u201c Jedenfalls werde zuk\u00fcnftig das Finden und Binden von Fachkr\u00e4ften immer bedeutsamer. Alle Betriebe sollten sich im Klaren dar\u00fcber sein, dass man nur durch zielgruppenorientierte Marketingaktivit\u00e4ten f\u00fcr junge Leute attraktiv werde. Dazu geh\u00f6rten z. B. Tage der offenen T\u00fcr, Azubi-Schnuppertage oder offene Lehrwerkst\u00e4tten. Felix G. Hensel: \u201eAuch die eigene Internetseite ist f\u00fcr Unternehmen ein wichtiges Instrument, um sich zu pr\u00e4sentieren. Sie dient nicht nur der Vorstellung der eigenen Produkte und Dienstleistungen, sondern immer mehr auch dem Werben um Mitarbeiter \u2013 vor allem um junge Nachwuchskr\u00e4fte.\u201c<\/p>\n<p>Ein anderer Punkt ist f\u00fcr den IHK-Pr\u00e4sidenten der wachsende Trend zum Studium: \u201eAuch dadurch gehen immer mehr Betriebe im Wettbewerb um passende Auszubildende leer aus. Die Balance zwischen gut ausgebildeten Akademikern und hervorragenden Fachkr\u00e4ften wankt.\u201c Hinzu komme, dass f\u00fcr Abiturienten, die den \u201eBachelor\u201c anstreben, Bildungsziele wie die der \u201eIndustriekaufleute\u201c oder der \u201eBankkaufleute\u201c schon in zeitlicher Hinsicht offenbar nicht attraktiv genug seien. In der betrieblichen Erstausbildung w\u00fcrden kurze Qualifizierungen nach wie vor f\u00fcr Leistungsschw\u00e4chere, l\u00e4ngere Qualifizierungen indessen f\u00fcr Leistungsst\u00e4rkere vorgehalten. Es m\u00fcsste genau umgekehrt organisiert sein, so Hensel weiter: \u201eBesonders kurze Bildungsg\u00e4nge f\u00fcr die Leistungsstarken, l\u00e4ngere Bildungsg\u00e4nge hingegen f\u00fcr die Schw\u00e4cheren. Das betriebliche Ausbildungsangebot w\u00fcrde dadurch zugleich begabungsgerechter.\u201c In der beruflichen Bildung sei ein Paradigmenwechsel erforderlich. Wolle man die betriebliche Lehre gegen\u00fcber den Bachelor-Studieng\u00e4ngen attraktiver gestalten, w\u00e4re eine grundlegende K\u00fcrzung der betrieblichen Ausbildungsdauern bei der Eingangsqualifikation \u201eAbitur\u201c zwingende Voraussetzung; ebenso die deutliche Reduktion berufsschulischer Inhalte f\u00fcr diese Zielgruppe.<\/p>\n<p>Zugleich greife auch die fortschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche weit in den beruflichen Alltag in fast allen Berufen ein. Um das zu begreifen, reiche ein kurzer Blick auf das eigene Smartphone. Die Arbeitsorganisation und die Arbeitsinhalte w\u00fcrden sich durch die Digitalisierung immer weiter und vermutlich auch immer schneller ver\u00e4ndern. Die berufliche Bildung m\u00fcsse diese Entwicklungen aufgreifen und in die betriebliche Ausbildungsarbeit integrieren. Felix G. Hensel: \u201eLetzten Endes werden sich auch die Pr\u00fcfungen ver\u00e4ndern. Wirken in zehn Jahren Pr\u00fcfungen mit Papier und Bleistift \u00e4hnlich antiquiert wie Stummfilme heute? Wir wissen es nicht. Sicher ist indessen, dass die berufliche Bildung mit dieser Entwicklung Schritt halten muss. Nur wenn dies gelingt, bleibt sie eine attraktive Option f\u00fcr junge Menschen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_6183\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/027-17-Ehrenplakette.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6183\" class=\"wp-image-6183 size-medium\" src=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/027-17-Ehrenplakette-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/027-17-Ehrenplakette-300x191.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/027-17-Ehrenplakette-768x488.jpg 768w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/027-17-Ehrenplakette.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6183\" class=\"wp-caption-text\">Heinz Bub wurde f\u00fcr seine 50-j\u00e4hrige T\u00e4tigkeit geehrt. V.l.: IHK-Pr\u00e4sident Felix G. Hensel, Heinz Bub, IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener.<\/p><\/div>\n<p>Folgende Personen erhielten die von Adolf Saenger in den 1950er Jahren geschaffene Ehrenplakette der IHK Siegen nebst den entsprechenden Urkunden: Marcus Adler, Siegen. Yvonne Bauer, Wenden. Gerhard Bettermann, Siegen. Hans-Dieter Blumenthal, Dortmund. Tamara Br\u00fccher, Siegen. Roland Dickel, Bad Berleburg. Anja Eckhardt, Burbach. Michael Fick, Siegen. Rafael Frohne, Olpe. Thomas Hartmann, Siegen. Torsten Hollstein, Siegen. Michael Hupertz, Lennestadt. Ludger Huperz, Olpe. Jochen Klappert, Freudenberg. Ilona K\u00fcnstler, Freudenberg. Andreas Nagel, Hilchenbach. Steffi-Susan N\u00f6tzel, Netphen. Dirk R\u00fcsche, Olpe. Werner Schlapach, Bad Berleburg. Volker Schmenn, Kreuztal. Andreas Schuchardt, Hilchenbach. Matthias Schuhen, Netphen. Horst Sting, Siegen. Lambert Stoll, Wenden. Georg Stracke, Lennestadt. Joachim Stracke, Kirchhundem. Meik Womelsdorf, Bad Berleburg. Gerd Zimmermann, Niederfischbach.<\/p>\n<p>Eine W\u00fcrdigung der besonderen Art hob sich der IHK-Pr\u00e4sident bis zum Schluss auf. Felix G. Hensel dankte dem Kreuztaler Heinz Bub f\u00fcr sein mittlerweile 50-j\u00e4hriges Engagement in unterschiedlichsten Arbeitskreisen und Pr\u00fcfungsaussch\u00fcssen und \u00fcberreichte ihm unter gro\u00dfem Beifall der Anwesenden eine eigens hierf\u00fcr angefertigte Ehrenurkunde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>29 M\u00e4nner und Frauen aus Unternehmen und Berufskollegs sind gestern Abend mit der Ehrenplakette der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) ausgezeichnet worden. 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