{"id":6105,"date":"2017-03-28T10:53:14","date_gmt":"2017-03-28T08:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=6105"},"modified":"2017-03-28T08:56:22","modified_gmt":"2017-03-28T06:56:22","slug":"karriereoptionen-von-frauen-in-der-it-verbessern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/karriereoptionen-von-frauen-in-der-it-verbessern\/","title":{"rendered":"Karriereoptionen von Frauen in der IT verbessern"},"content":{"rendered":"<p>M\u00e4nner entwickeln die Software, Frauen sitzen im Call-Center und nehmen Kundenanrufe entgegen. In der IT-Branche sind die Geschlechterrollen in vielen Unternehmen nach wie vor ungleich verteilt. Programmiererinnen, Software-Entwicklerinnen und Ingenieurinnen sind in der Minderheit, die entsprechenden Abteilungen nicht selten M\u00e4nnerdom\u00e4nen. Welche Ma\u00dfnahmen Unternehmen ergreifen k\u00f6nnen, um das zu \u00e4ndern, erforschen WissenschaftlerInnen der Uni Siegen in dem Verbund-Projekt GeWInN (\u201eGender. Wissen. Informatik. Netzwerk zum Forschungstransfer des interdisziplin\u00e4ren Wissens zu Gender und Informatik\u201c). Sie kooperieren dazu mit KollegInnen der Hochschule Heilbronn und des Kompetenzzentrums \u201eTechnik-Diversity-Chancengleichheit\u201c in Bielefeld.<\/p>\n<p>\u201eVoller guter Absicht k\u00f6nnen Frauen in der IT manchmal Rollen erhalten, die ihre M\u00f6glichkeiten einschr\u00e4nken\u201c, sagt Projekt-Koordinatorin Prof. Dr. Nicola Marsden von der Hochschule Heilbronn. Dabei sei Geschlechtergerechtigkeit f\u00fcr die Unternehmen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Das sieht auch Anne Weibert vom <a class=\" cd_intlink\" href=\"http:\/\/www.wineme.uni-siegen.de\/?lang\" target=\"_blank\">Lehrstuhl f\u00fcr Wirtschaftsinformatik und Neue Medien<\/a> der Uni Siegen so. Ob der Gender-Aspekt bei der Produktentwicklung mitgedacht wird, beeinflusst nicht zuletzt auch das Ergebnis, betont Weibert: \u201eEine Technologie, die im Wesentlichen von M\u00e4nnern entwickelt wurde, spricht Frauen m\u00f6glicherweise weniger an. Auch deshalb macht es Sinn, die Karriereoptionen von Frauen in der IT zu verbessern.\u201c<\/p>\n<p>Ziel des GeWInN-Projektes ist es, den Austausch zwischen Unternehmen einerseits und der Genderforschung an Hochschulen andererseits zu f\u00f6rdern. Wie k\u00f6nnen Unternehmen anwendungsbezogenes Geschlechterwissen in ihre Organisations- und Prozessabl\u00e4ufe integrieren \u2013 und so ein attraktiveres Arbeitsumfeld f\u00fcr weibliche Nachwuchskr\u00e4fte schaffen? Das soll unter anderem mit so genannten \u201eReal-Laboren\u201c erforscht werden, einem innovativen Ansatz, der an der Uni Siegen schon mehrfach erprobt wurde: Unternehmen fungieren dabei als \u201elebendige Labore\u201c. Die WissenschaftlerInnen entwickeln gemeinsam mit den MitarbeiterInnen L\u00f6sungen f\u00fcr unterschiedliche Probleme.<\/p>\n<p>Aktuell suchen die Siegener ForscherInnen Unternehmen, die sich im Rahmen von GeWInN an den Real-Laboren beteiligen m\u00f6chten. Sechs Betriebe sollen es insgesamt sein, sagt Team-Leiter Michael Ahmadi: \u201eIn jedem Betrieb werden wir einer anderen Fragestellung nachgehen. Themen, die uns interessieren sind zum Beispiel der Umgang mit Geschlechterungerechtigkeit, die Rollenverteilung in Meetings und bei der Projektarbeit oder das Thema \u201agendersensibles IT-Design\u2018.\u201c Dazu soll zun\u00e4chst der jeweilige Ist-Zustand in den Unternehmen erfasst werden \u2013 etwa durch die Analyse von Strukturen und Arbeitsabl\u00e4ufen sowie Mitarbeiter-Interviews. Gemeinsam sollen anschlie\u00dfend Verbesserungsm\u00f6glichkeiten entwickelt und erprobt werden. \u201eF\u00fcr die Unternehmen sind die Real-Labore eine Chance, das Gender-Thema mit wissenschaftlicher Unterst\u00fctzung anzugehen\u201c, sagt Ahmadi. \u201eGleichzeitig lernen wir von den Unternehmen und k\u00f6nnen praktische Erkenntnisse in unsere Forschungsarbeit aufnehmen.\u201c<\/p>\n<p>Mehrere \u00f6ffentliche Fachtage sollen Einblicke in die Forschungsergebnisse aus den Real-Laboren geben. Zum fachlichen Austausch sind im Rahmen des Projektes au\u00dferdem eine wissenschaftliche Konferenz und eine begleitende Online-Plattform geplant. Ein Steuerungskreis aus renommierten Gender-ForscherInnen und Unternehmens-Praktikern wird die auf drei Jahre angelegte Projektarbeit begleiten. Die Ergebnisse sollen anschlie\u00dfend in Handlungsempfehlungen f\u00fcr den Einsatz in Unternehmen und wissenschaftlichen Publikationen dokumentiert werden. GeWInN wird vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Unternehmen, die sich im Rahmen des GeWInN-Projektes an den Real-Laboren der Siegener ForscherInnen beteiligen m\u00f6chten, k\u00f6nnen sich per Mail unter <a class=\"\n\t  cd_mailto\" href=\"mailto:GenderWissen@listserv.uni-siegen.de\" target=\"_blank\">GenderWissen@listserv.uni-siegen.de<\/a> melden.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>\nMichael Ahmadi (Lehrstuhl f\u00fcr Wirtschaftsinformatik und Neue Medien), E-Mail: <a class=\"\n\t  cd_mailto\" href=\"mailto:michael.ahmadi@uni-siegen.de\" target=\"_blank\">michael.ahmadi@uni-siegen.de<\/a>, Tel: 0271-740 3383.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00e4nner entwickeln die Software, Frauen sitzen im Call-Center und nehmen Kundenanrufe entgegen. 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