{"id":597,"date":"2012-04-26T12:41:11","date_gmt":"2012-04-26T10:41:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=597"},"modified":"2012-04-26T12:41:11","modified_gmt":"2012-04-26T10:41:11","slug":"verkehrsinfrastruktur-wird-zur-existenzfrage-fuer-heimische-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/verkehrsinfrastruktur-wird-zur-existenzfrage-fuer-heimische-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Verkehrsinfrastruktur wird zur Existenzfrage f\u00fcr heimische Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_598\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/051-12-Verkehrsinfrastruktur.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-598\" class=\"size-medium wp-image-598\" title=\"IHK-Pr\u00e4sident Klaus Th. Vetter, Dr. Heinrich Weiss (SMS) und IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz J. Mockenhaupt (v. li.) setzen sich f\u00fcr die Verbesserung der Stra\u00dfen ein.\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/051-12-Verkehrsinfrastruktur-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/051-12-Verkehrsinfrastruktur-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/051-12-Verkehrsinfrastruktur-150x100.jpg 150w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/051-12-Verkehrsinfrastruktur.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-598\" class=\"wp-caption-text\">IHK-Pr\u00e4sident Klaus Th. Vetter, Dr. Heinrich Weiss (SMS) und IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Franz J. Mockenhaupt (v. li.) setzen sich f\u00fcr die Verbesserung der Stra\u00dfen ein.<\/p><\/div>\n<p>Siegen, 26. April 2012. \u201eF\u00fcr manche Politiker gibt es derzeit sicher gef\u00e4lligere Themen als Stra\u00dfenbau und Stra\u00dfenunterhaltung. Doch eines wird immer klarer: Ohne ein zukunftsf\u00e4higes Stra\u00dfennetz wird unsere regionale Wirtschaft schon auf kurze Sicht gewaltige Probleme bekommen.\u201c Mit dieser besorgten Feststellung er\u00f6ffnete Klaus Th. Vetter, Pr\u00e4sident der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK), eine Pressekonferenz, zu der er Dr. Heinrich Weiss, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der SMS Holding GmbH, D\u00fcsseldorf\/Hilchenbach, begr\u00fc\u00dfen konnte. Beide Unternehmer widmeten sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln aktuellen regionalen Verkehrsthemen: Zum einen der Notwendigkeit, endlich mit Hochdruck bei der Stra\u00dfenverbindung nach Wittgenstein und dar\u00fcber hinaus nicht nur Planungsfortschritte zu erreichen, sondern auch konkrete Baufristen f\u00fcr Teilabschnitte dieser \u201eRoute 57\u201c ins Auge zu fassen. Klaus Th. Vetter: \u201eJahrelanges Planen und kleinkarierte Diskussionen m\u00fcssen endlich ein Ende haben. Die Politik, allen voran die Landesregierung, muss endlich Farbe bekennen, sich ohne Wenn und Aber hinter dieses Projekt stellen und f\u00fcr die schnelle Umsetzung sorgen. Ministerpr\u00e4sidentin Kraft hat in erfreulicher Deutlichkeit immer wieder die besondere Bedeutung der Industrie f\u00fcr den Wirtschaftsstandort NRW unterstrichen! Das wissen wir sehr zu sch\u00e4tzen. Der Lackmustest dieser Bekenntnisse muss jedoch im Einzelfall bestanden werden. Hier bei uns, einem industriellen Schwerpunkt in NRW, besteht dazu Gelegenheit.\u201c<\/p>\n<p>Klaus Th. Vetter lenkte den Blick auch \u00fcber die Landesgrenze: \u201eIn Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-W\u00fcrttemberg und Bayern werden Stra\u00dfenbauprojekte oft schneller realisiert als bei uns. Ich kann nicht nachvollziehen, warum im Verlauf der \u201eRoute 57\u201c von interessierten Gruppen ohne demokratische Legitimation immer wieder scheinbar un\u00fcberbr\u00fcckbare Planungswiderst\u00e4nde aufgebaut werden k\u00f6nnen und damit zum Beispiel auch nur der Bau einer dritten Spur bei bestehenden Stra\u00dfen verhindert wird.\u201c<\/p>\n<p>Wie sehr eines der traditionsreichsten, erfolgreichsten und mitarbeiterst\u00e4rksten heimischen Unternehmen von einem funktionsf\u00e4higen Stra\u00dfennetz abh\u00e4ngig ist, verdeutlichte Dr. Heinrich Weiss. Er \u00e4u\u00dferte die gro\u00dfe Sorge, dass das immer weiter verfallende Stra\u00dfennetz auch in Siegen-Wittgenstein und den angrenzenden Regionen den Transport von tonnagetr\u00e4chtigen Produkten seines Hauses auf Dauer gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. \u201eWenn seit Jahren Stra\u00dfenbau entweder nicht stattfindet oder die Stra\u00dfenunterhaltung absolut unterfinanziert ist, ist die Reduzierung der Tragf\u00e4higkeit von Stra\u00dfen und Br\u00fccken die logische Konsequenz\u201c, so Dr. Weiss. \u201eAber\u201c, so fragte er, \u201ewie soll SMS am Standort Hilchenbach-Dahlbruch 2200 Arbeitspl\u00e4tze auf Dauer sichern, wenn Vor- und Fertigprodukte auf immer schlechteren Stra\u00dfen erst gar nicht oder nur mit horrendem Kostenaufwand transportiert werden k\u00f6nnen. Wir haben sehr massive Probleme mit pl\u00f6tzlich abgelasteten Br\u00fccken oder Tonnagebeschr\u00e4nkungen auf Routen, die in der Vergangenheit zur Verf\u00fcgung standen. Wie viele andere Unternehmer der Region m\u00fcssen wir kostenaufw\u00e4ndige Umwege w\u00e4hlen, um die Seeh\u00e4fen zur Verschiffung unserer Anlagen nach \u00dcbersee erreichen zu k\u00f6nnen\u201c, so Dr. Weiss. Dabei gilt: Je h\u00f6her die Transportlast, umso gr\u00f6\u00dfer die Umwege und umso h\u00f6her die Transportkosten. Offensichtlich habe die Politik bei ihrer Verweigerung, das Notwendige im Stra\u00dfenbau zu tun, ein Wahrnehmungsdefizit. \u201eDie Probleme, die auf einzelne Unternehmen wie die SMS zukommen, werden von der Politik konsequent ausgeblendet\u201c, warnte er.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Schwerlastverkehr von SMS ist auch die \u201eRoute 57\u201c von Bedeutung: Ein Schwerlasttransport, der in Dahlbruch startet, steuert heute zun\u00e4chst \u00fcber die B 508 das Zwischenziel \u201eKronprinzeneiche\u201c an, um von dort \u00fcber die B 62 nach Netphen zu fahren. Von Netphen aus geht die Reise weiter zur A 45-Anschlussstelle Wilnsdorf, dann weiter in Richtung Haiger\/Burbach. Dort muss der Transport die Autobahn bereits wieder verlassen, um \u00fcber Bundesstra\u00dfen letztendlich den Verladehafen Duisburg zu erreichen. Der direkte Weg, zum Beispiel von Dahlbruch nach Kreuztal, funktioniert schon deshalb nicht, weil eine Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke im Stadtgebiet von Kreuztal \u00fcber die B 508 die meisten Schwertransporte erst gar nicht passieren l\u00e4sst. \u201eDiese eigentlich unzumutbaren Zust\u00e4nde, deren Besserung aktuell nicht absehbar ist\u201c, so Dr. Weiss, \u201ewerfen f\u00fcr uns mittel- und langfristig sehr grunds\u00e4tzliche Standortfragen auf\u201c.<\/p>\n<p>Franz J. Mockenhaupt, IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer, wies darauf hin, dass die IHK Siegen aufgrund einer beachtlichen Anzahl \u00e4hnlich gelagerter F\u00e4lle Prof. Dr. J\u00fcrgen Steinbrecher, Universit\u00e4t Siegen, beauftragt habe, f\u00fcr das Problem eine L\u00f6sung zu finden. Ziel ist es, Routen festzulegen, die langfristig \u201egesichert\u201c werden k\u00f6nnen. Dabei sei auch zu ber\u00fccksichtigen, dass vielf\u00e4ltige beh\u00f6rdliche Zust\u00e4ndigkeiten f\u00fcr derartige Transporte das Gesch\u00e4ft noch erschweren. Gerade im Dreil\u00e4ndereck kommen Informationen, wann Stra\u00dfen- und Br\u00fcckenablastungen oder Bauma\u00dfnahmen stattfinden, h\u00e4ufig viel zu sp\u00e4t bei Unternehmen an, die dementsprechend viel zu sp\u00e4t reagieren k\u00f6nnen. Die Konsequenz: Liefertermine werden in Frage gestellt, \u00dcberseetransporte sind terminlich nicht mehr sicher. \u201eAlles Gesichtspunkte, denen wir dringend und mit aller Konsequenz begegnen m\u00fcssen und begegnen wollen\u201c, so Mockenhaupt.<\/p>\n<p>Inwieweit die Ruhr-Sieg-Strecke in einem \u00fcberregionalen G\u00fcterverkehrskonzept wachsende Bedeutung erlangen kann, bleibt abzuwarten. Hier sah man durchaus gute Perspektiven vor dem Hintergrund der Aktivit\u00e4ten der Siegener Kreisbahn, die ein neues G\u00fcterterminal in Kreuztal plant und damit auf Sicht ein zus\u00e4tzliches Angebot an die heimische Wirtschaft vorbereitet, mit weiteren G\u00fctern den Schienenweg zu nutzen. Das sei dringend notwendig, zumal im Zuge der A 45 \u2013 Sanierung in den n\u00e4chsten 20 Jahren dort Dauerstaus vorprogrammiert sein werden. Ohne einen Ausbau der Tunnels auf der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Hagen und Gie\u00dfen werde die Bahn allerdings keine wirkliche Alternative zum Transport \u00fcber die Stra\u00dfe sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegen, 26. April 2012. \u201eF\u00fcr manche Politiker gibt es derzeit sicher gef\u00e4lligere Themen als Stra\u00dfenbau und Stra\u00dfenunterhaltung. 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