{"id":5961,"date":"2017-03-14T13:41:00","date_gmt":"2017-03-14T12:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5961"},"modified":"2017-03-14T13:41:00","modified_gmt":"2017-03-14T12:41:00","slug":"70-prozent-fuer-abriss-und-umfassende-neugestaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/70-prozent-fuer-abriss-und-umfassende-neugestaltung\/","title":{"rendered":"\u201e70 Prozent f\u00fcr Abriss und umfassende Neugestaltung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>70 Prozent der im Raume der Stadt Olpe ans\u00e4ssigen H\u00e4ndler, Gastronomen und Dienstleister w\u00fcnschen einen Neubau des Rathauses inklusive der st\u00e4dtebaulichen Neugestaltung des Umfeldes. 30 Prozent der Firmen treten f\u00fcr die ausschlie\u00dfliche Sanierung des bestehenden Rathauses ein. Das ist das wesentliche Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) unter 1.300 Unternehmen in diesen Wirtschaftsbereichen. 261 Betriebe haben sich an der Umfrage beteiligt. \u201eUnser Ziel bestand darin, die Meinung vor allem derjenigen Unternehmen zu artikulieren, die mit besonderem Interesse dem Ausgang des B\u00fcrgerentscheids entgegensehen. Bei einer erstaunlich hohen Antwortquote von 20 Prozent ist dies gelungen. Offenbar sieht die \u00fcberwiegende Mehrzahl der Unternehmen insbesondere dann die Chance einer kompletten st\u00e4dtebaulichen Runderneuerung, wenn das bestehende Rathaus weicht. Allerdings ist auch nicht zu verkennen, dass eine starke Minderheit mit aus ihrer Sicht guten Argumenten f\u00fcr den Erhalt eintritt\u201c, fasste IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Klaus Gr\u00e4bener die Umfrageergebnisse zusammen.<\/p>\n<p>Je attraktiver das Stadtbild ausfalle, desto besser k\u00f6nnten die Unternehmen im Stadtkern ihre Gesch\u00e4fte entwickeln. Dies komme \u00fcber Steuern wieder der Kommune zugute. Das belegten nicht nur zahlreiche Studien und statistische Daten. Die Umfrage zeige, dass die Unternehmen in Olpe diesen Zusammenhang mehrheitlich genauso s\u00e4hen. Aus Sicht der IHK l\u00f6ste bereits die Neugestaltung der sogenannten Olper Mitte in den letzten Jahren positive Effekte aus. Auch im Umfeld sei viel investiert worden. Dadurch seien sowohl die Einkaufsattraktivit\u00e4t als auch die Handelszentralit\u00e4t gesteigert worden. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eDie meisten befragten Unternehmen hoffen offenbar, dass der B\u00fcrgerentscheid diese Entwicklung verst\u00e4rkt. \u00c4hnlich wie in Siegen, wo die Stadt mit dem Vorhaben \u201aZu neuen Ufern\u2018 das Zentrum in einer noch vor wenigen Jahren f\u00fcr unm\u00f6glich gehaltenen Intensit\u00e4t positiv vorantreibt.\u201c<\/p>\n<p>Dass die st\u00e4dtebauliche Neugestaltung im Bereich Rathaus, Bahnhof und Vorstaubecken f\u00fcr die Unternehmen in Olpe von entscheidender Bedeutung ist, verdeutlichen folgende Umfrageergebnisse: 60,2 Prozent der befragten Betriebe sind der Meinung, dass dadurch das Bahnhofsareal attraktiver werde. Dies f\u00fchre zu einer Aufwertung der gesamten Olper Innenstadt. Wohnen, Leben, Arbeiten und Einkaufen w\u00fcrden attraktiver. Fast jeder zweite Befragte verbindet mit dem Neubau inklusive der Neugestaltung eine optimale Verbindungsm\u00f6glichkeit zwischen dem Bahnhofsareal und der Oberstadt sowie der Martinstra\u00dfe. 76,5 Prozent der Unternehmen in Olpe erachten den B\u00fcrgerentscheid \u00fcber das Olper Rathauses als relevant f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung in der Stadt Olpe. Jeder Dritte sieht das sogar als \u201ebedeutend\u201c f\u00fcr den eigenen Betrieb an. 39,1 Prozent der Betriebe stimmen der Aussage zu, dass das bestehende Rathausgeb\u00e4ude eher nicht zu einem modernen Stadtbild passt und daher dem Image der Stadt Olpe eher schadet. Zudem pr\u00e4gt nur f\u00fcr nur 4,6 Prozent der Befragten das aktuelle Rathaus das Olper Stadtbild. Immerhin fast jeder vierte Betrieb ist der Meinung, dass nur durch den Neubau das Rathaus vollkommen barrierefrei gestaltet werden kann.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann das Umfeld des Olper Rathauses auch bei einer Sanierung des bestehenden Geb\u00e4udes neugestaltet werden, allerdings eben nicht umfassend. \u201eNach den Umfrageergebnissen habe ich erhebliche Zweifel, ob aus Sicht der Unternehmen\u201a ein gro\u00dfer Wurf\u2018 bei Beibehaltung des bestehenden Rathauses gelingen wird\u201c, betonte der IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer, \u201edas bestehende Geb\u00e4ude steht schlie\u00dflich genau in der Verbindungslinie zwischen dem Bahnhofsareal und der Martinstra\u00dfe sowie der Oberstadt. Die Unternehmen w\u00fcnschen offenbar einen klaren und ausgepr\u00e4gten st\u00e4dtebaulichen Gestaltungswillen; dies allerdings nicht zu jedem Preis.\u201c Denn die Umfrage verdeutliche auch, dass der Kostenaspekt bei den anstehenden Entscheidungen aus Sicht der Unternehmen eine ganz wesentliche Rolle spiele. Allein mehr als ein Viertel der Befragten lehnt den Rathausneubau wegen zu hoher Kosten ab. Diese Firmen meinten, das Geld solle besser f\u00fcr andere Aufgaben ausgegeben werden. Aber selbst Betriebe, die eher f\u00fcr den Neubau sind und die voraussichtlichen Mehrkosten wegen des erw\u00fcnschten Mehrnutzens in Kauf nehmen, mahnen mehr Kostenbewusstsein und auch gr\u00f6\u00dfere Transparenz an. Ganz oft kritisierten die Unternehmen in den Frageb\u00f6gen die veranschlagten und ver\u00f6ffentlichen Kosten f\u00fcr den Neubau in H\u00f6he von 18 Millionen Euro. Im \u00dcbrigen halten auch mehr als 38 Prozent der Betriebe die Sanierungskosten f\u00fcr schwer kalkulierbar, auch wenn hierf\u00fcr ebenfalls ein Gutachten vorliege. Wiederholt wurde ein \u201eschlankes Rathaus\u201c eingefordert. Etliche Unternehmen bringen dabei auch generell eine m\u00f6gliche Verschlankung der Verwaltung ins Spiel, z. B. durch eine interkommunale Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>\u201eDer \u00f6ffentliche Widerhall auf unsere Umfrage war in den letzten Tagen heftig\u201c, betonte Gr\u00e4bener abschlie\u00dfend. Dies habe man angesichts der sehr emotional gef\u00fchrten kommunalpolitischen Debatte auch erwartet. Den Vorwurf jedoch, mit voreingenommenen Fragestellungen die Umfrageergebnisse gesteuert und beeinflusst zu haben, weise die IHK mit allem Nachdruck zur\u00fcck. Klaus Gr\u00e4bener: \u201eDen 261 an der Befragung teilnehmenden H\u00e4ndlern, Gastronomen und Dienstleistern zu unterstellen, sie lie\u00dfen sich von einer IHK wie eine Herde Lemminge dirigieren, sagt vor allem etwas \u00fcber die Geisteshaltung der Umfragekritiker aus und ignoriert zudem, dass sich Unternehmer dann zu Wort melden, wenn ihre Interessen ber\u00fchrt sind. Ganz nebenbei belegen die heftigen Reaktionen, dass wir mit der Befragung offenbar einen Nerv getroffen haben. Genau das hatten wir gehofft.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>70 Prozent der im Raume der Stadt Olpe ans\u00e4ssigen H\u00e4ndler, Gastronomen und Dienstleister w\u00fcnschen einen Neubau des Rathauses inklusive der st\u00e4dtebaulichen Neugestaltung des Umfeldes. 30&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5962,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[32,30],"tags":[],"class_list":["post-5961","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infos","category-vermischtes"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/rathaus-olpe.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5961"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5961\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5963,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5961\/revisions\/5963"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5962"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}