{"id":5958,"date":"2017-03-15T08:00:18","date_gmt":"2017-03-15T07:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5958"},"modified":"2017-03-14T12:31:01","modified_gmt":"2017-03-14T11:31:01","slug":"praxistaugliche-loesungen-fuer-ein-intelligentes-energiemanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/praxistaugliche-loesungen-fuer-ein-intelligentes-energiemanagement\/","title":{"rendered":"Praxistaugliche L\u00f6sungen f\u00fcr ein intelligentes Energiemanagement"},"content":{"rendered":"<p>Energie ist teuer. Besonders, wenn sie in gro\u00dfen Mengen verbraucht wird. In Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist das h\u00e4ufig der Fall. Ein intelligentes und dynamisches Energiemanagement hilft solchen Unternehmen, ihre Verbrauchskosten aufzuschl\u00fcsseln und Einsparpotentiale aufzuzeigen. In dem vom NRW-Umweltministerium gef\u00f6rderten Forschungsprojekt \u201eLiving Lab Energy &amp; Environment\u201c haben WissenschaftlerInnen der Uni Siegen drei Jahre lang mit Unternehmen Hand in Hand gearbeitet, um praxistaugliche L\u00f6sungen f\u00fcr ein besseres Energiemanagement zu entwickeln.<\/p>\n<p>\u201eEine intelligente digitalisierte Produktion er\u00f6ffnet auch gro\u00dfe Chancen f\u00fcr mehr Klima- und Ressourcenschutz. Mit einem innovativen Energiemanagement k\u00f6nnen wirtschaftliche Potenziale bei der Energieeffizienz festgestellt und gehoben werden. Das Projekt ,Living Lab Energy &amp; Environment\u2018 zeigt hierzu den Weg auf und liefert grundlegende Erkenntnisse f\u00fcr die praktische Umsetzung in den Unternehmen\u201c, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel jetzt bei der offiziellen Abschlussveranstaltung des Projektes. Den Vortragsabend in den R\u00e4umen der Sparkasse Siegen nutzten die Projektpartner, um die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Forschungsarbeit vorzustellen. Energiemanagement sei Bestandteil des aktuellen Digitalisierungsprozesses, so die Verantwortlichen. Die Veranstaltung sei vor diesem Hintergrund weniger als Abschluss, sondern vielmehr als Meilenstein auf dem Weg zu einer digitalisierten Wirtschaft zu verstehen.<\/p>\n<p>In \u201eliving labs\u201c, also \u201elebendigen Laboratorien\u201c direkt bei potenziellen Nutzern, haben die WissenschaftlerInnen gemeinsam mit Unternehmen ein modulbasiertes Energiemanagementsystem entwickelt. Es ist speziell auf die Bed\u00fcrfnisse und Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen ausgerichtet und passt sich flexibel an bereits existierende IT-Infrastrukturen in den Betrieben an. Grundlage des Systems ist dabei die automatische Erfassung und Aufbereitung von Energiedaten. \u00dcber Sensoren wird der Energieverbrauch des Unternehmens in Echtzeit festgestellt und interpretiert. Anhand der Daten lassen sich beispielsweise der Verbrauch einzelner Maschinen oder die Energiekosten pro Produkt ermitteln. Unternehmen haben so die M\u00f6glichkeit, zu reagieren und ihren Energieverbauch entsprechend zu optimieren.<\/p>\n<p>\u201eDas Projekt hat gezeigt, wie herausfordernd und zugleich unabdingbar wichtig es ist, die Gestaltung von neusten IT-Anwendungen in der Unternehmenspraxis zu erforschen\u201c, sagte der Projektverantwortliche der Uni Siegen, Prof. Dr. Volker Wulf vom Lehrstuhl f\u00fcr Wirtschaftsinformatik und Neue Medien. Die \u00dcbertragung der im Labor entwickelten theoretischen L\u00f6sungen in die Unternehmen hinein sei eine besondere Herausforderung im Rahmen des Projektes gewesen, best\u00e4tigte auch sein Kollege Prof. Dr. Gunnar Stevens. \u201eEs galt, Betriebsdaten und Energiedaten in den einzelnen Betrieben zusammenzubringen. Dazu m\u00fcssen die Daten transportiert und gespeichert werden \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung der jeweiligen IT-Sicherheitskonzepte in den Unternehmen.\u201c<\/p>\n<p>Die im Forschungsprojekt entwickelten Kompetenzen und L\u00f6sungen sollen im Fraunhofer Institut f\u00fcr Angewandte Informationstechnik langfristig geb\u00fcndelt und interessierten Unternehmen zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Sie k\u00f6nnen sich dort beim \u201eCenter f\u00fcr Green Process Management\u201c zum Nutzen eines Energiemanagementsystems f\u00fcr den eigenen Betrieb, Finanzierungsm\u00f6glichkeiten und den notwendigen Schritten zur praktischen Implementierung des Systems beraten lassen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurden im Rahmen des Forschungsprojekts verschiedene Software-L\u00f6sungen entwickelt, die auch einzeln nutzbar sind. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise die Anwendung \u201eopen. DASH\u201c zur Visualisierung von Energiedaten oder der Strompreisrechner \u201eenergysim\u201c. Er hilft Unternehmen, ihren Stromeinkauf zu optimieren und auf diese Weise bis zu 34 Prozent Energiekosten einzusparen.<\/p>\n<p>Hintergrund<strong>: <\/strong><br \/>\nDas Projekt Living Lab Energy &amp; Environment hat 2014 begonnen und ist im M\u00e4rz 2017 zu Ende gegangen. Es wurde vom Ministerium f\u00fcr Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gef\u00f6rdert. Unter Federf\u00fchrung der Universit\u00e4t Siegen waren als Partner die Sparkasse Siegen, statmath GmbH, ASEW, QOSIT Softwaretechnik GmbH, Devolo AG und das Fraunhofer FIT an dem Projekt beteiligt.<\/p>\n<p>Ansprechpartner<strong>:<\/strong> Nico Castelli, E-Mail: <a class=\"\n\t  cd_mailto\" href=\"mailto:nico.castelli@uni-siegen.de\" target=\"_blank\">nico.castelli@uni-siegen.de<\/a>, Tel.: 0271-740 3224<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Energie ist teuer. Besonders, wenn sie in gro\u00dfen Mengen verbraucht wird. In Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist das h\u00e4ufig der Fall. 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