{"id":5665,"date":"2017-02-15T09:15:42","date_gmt":"2017-02-15T08:15:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5665"},"modified":"2017-02-15T09:15:42","modified_gmt":"2017-02-15T08:15:42","slug":"inflationsrate-zieht-weiter-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/inflationsrate-zieht-weiter-an\/","title":{"rendered":"Inflationsrate zieht weiter an"},"content":{"rendered":"<p>Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Januar 2017 um 1,9 % h\u00f6her als im Januar 2016. Die Inflationsrate &#8211; gemessen am Verbraucherpreis-index &#8211; zog damit zum Jahresbeginn weiter an. Im Dezember 2016 hatte sie bereits bei + 1,7 % gelegen. Eine Inflationsrate von + 1,9 % hatte es zuletzt im Juli 2013 gegeben. Im Vergleich zum Dezember 2016 sank der Verbraucherpreisindex im Januar 2017 um 0,6 %. Das Statistische Bundesamt (Destatis) best\u00e4tigt damit seine vorl\u00e4ufigen Gesamtergebnisse vom 30. Januar 2017.<\/p>\n<p>Preistreibend wirkt seit Dezember 2016 die Preisentwicklung bei Energie. Im Januar 2017 lagen die Energiepreise insgesamt mit + 5,9 % deutlich \u00fcber dem Vorjahresniveau. Der Preisanstieg bei Energie binnen Jahresfrist hat sich damit deutlich verst\u00e4rkt, im Dezember 2016 hatte die Teuerungsrate hierf\u00fcr noch bei + 2,5 % gelegen. Im Januar 2017 waren vor allem Mineral\u00f6lprodukte teurer als ein Jahr zuvor (+ 18,1 %, davon leichtes Heiz\u00f6l: + 42,5 %; Kraftstoffe: + 12,8 %). Auch f\u00fcr Strom mussten die Verbraucher mehr bezahlen (+ 1,4 %). Deutlich g\u00fcnstiger waren hingegen Umlagen f\u00fcr Zentralheizung und Fernw\u00e4rme (- 5,7 %) sowie Gas (- 3,3 %). Ohne Ber\u00fccksichtigung der Energie h\u00e4tte die Inflationsrate im Januar 2017 bei + 1,5 % gelegen, ohne Ber\u00fccksichtigung der Mineral\u00f6lprodukte nur bei + 1,3 %.<\/p>\n<p>Auch die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel lagen im Januar 2017 mit + 3,2 % deutlich h\u00f6her als im Januar 2016. Der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln hat sich damit erneut verst\u00e4rkt (Dezember 2016: + 2,5 %; November 2016: + 1,2 %). Erheblich teurer als ein Jahr zuvor waren im Januar 2017 vor allem Speisefette und Speise\u00f6le (+ 12,8 %, darunter Butter: + 26,2 % und Oliven\u00f6l: + 5,3 %) sowie Gem\u00fcse (+ 10,7 %, darunter Gurken: + 69,5 % und Kopfsalat oder Eisbergsalat: + 59,2 %). Auch alle anderen Nahrungsmittel-gruppen verteuerten sich im Vergleich zum Januar 2016, zum Beispiel Obst (+ 4,6 %), Molkereiprodukte und Eier (+ 2,7 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 0,4 %).<\/p>\n<p>Gemessen an der Gesamtteuerung erh\u00f6hten sich die Preise f\u00fcr Waren insgesamt, die Energie und Nahrungsmittel einschlie\u00dfen, im Januar 2017 gegen\u00fcber Januar 2016 mit + 2,7 % \u00fcberdurchschnittlich. Zudem verteuerten sich binnen Jahresfrist einzelne Waren deutlich, zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften (+ 4,2 %) sowie Tabakwaren (+ 3,2 %). Einige Waren wurden dagegen auch billiger, unter anderem Ger\u00e4te der Unterhaltungs-elektronik (- 4,6 %).<\/p>\n<p>Im Vergleich zu den Waren erh\u00f6hten sich im Januar 2017 die Preise f\u00fcr Dienstleistungen mit + 1,2 % gegen\u00fcber dem Vorjahr schw\u00e4cher. Entscheidend f\u00fcr die Preiserh\u00f6hung der Dienstleistungen waren die Nettokaltmieten (+ 1,6 % gegen\u00fcber Januar 2016), da private Haushalte einen gro\u00dfen Teil ihrer Konsumausgaben daf\u00fcr aufwenden. Deutlicher verteuerten sich binnen Jahresfrist unter anderem Dienstleistungen f\u00fcr Verpflegung in Restaurants, Caf\u00e9s und Stra\u00dfenverkauf (+ 1,9 %) sowie f\u00fcr Versicherungen (+ 2,5 %). Verbraucherfreundlich war die Preisentwicklung hingegen bei Telekommunikationsdienstleistungen (- 1,1 %). Auch die Preise f\u00fcr Dienstleistungen sozialer Einrichtungen sanken (- 6,3 %), was insbesondere aus der Umsetzung des Pflegest\u00e4rkegesetzes II resultiert.<\/p>\n<p>Ver\u00e4nderung im Januar 2017 gegen\u00fcber dem Vormonat Dezember 2016 Der Preisr\u00fcckgang im Januar 2017 um 0,6 % im Vergleich zum Dezember 2016 war zu einem erheblichen Teil saisonbedingt: So lagen die Preise f\u00fcr Pauschalreisen deutlich unter dem Niveau des Urlaubsmonats Dezember (- 19,6 %). Auch die Preise f\u00fcr Flugreisen gingen zur\u00fcck (- 3,9 %). Zudem sanken gegen\u00fcber dem Vormonat die Preise f\u00fcr Bekleidungsartikel (- 5,7 %) sowie f\u00fcr Schuhe und Schuhzubeh\u00f6r (- 3,7 %), insbesondere aufgrund der Rabatte bei Winterwaren. Auff\u00e4llig war im Januar 2017 auch der Preisr\u00fcckgang bei Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (- 9,1 %), ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt durch die Umsetzung des Pflegest\u00e4rkungsgesetzes II.<\/p>\n<p>Preiserh\u00f6hungen gab es im Januar 2017 gegen\u00fcber dem Vormonat hingegen bei Nahrungsmitteln (+ 0,7 %). Teurer wurde hier insbesondere Gem\u00fcse (+ 3,8 %, darunter Kopf- und Eisbergsalat: + 36,7 %; Tomaten: + 12,2 %). Zudem wurden Preisanstiege bei Energie (+ 0,9 %) ermittelt, unter anderem bei Kraftstoffen (+ 2,2 %), leichtem Heiz\u00f6l (+ 1,2 %) sowie Strom (+ 1,0 %). Letzteres l\u00e4sst sich teilweise auf die Neufestlegung der Umlage nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) zur\u00fcckf\u00fchren (2017: 6,88 Cent\/kWh; 2016: 6,35 Cent\/kWh).<\/p>\n<p>Harmonisierter Verbraucherpreisindex f\u00fcr Deutschland Der f\u00fcr europ\u00e4ische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) f\u00fcr Deutschland lag im Januar 2017 um 1,9 % \u00fcber dem Stand von Januar 2016. Im Vergleich zum Dezember 2016 sank der Index im Januar 2017 um 0,8 %. Die vorl\u00e4ufigen Ergebnisse f\u00fcr den HVPI vom 30. Januar 2017 wurden damit best\u00e4tigt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Januar 2017 um 1,9 % h\u00f6her als im Januar 2016. 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