{"id":5645,"date":"2017-02-13T12:27:56","date_gmt":"2017-02-13T11:27:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5645"},"modified":"2017-02-13T12:27:56","modified_gmt":"2017-02-13T11:27:56","slug":"deutscher-mittelstand-nutzt-bisher-kaum-digitale-vertriebskanaele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/deutscher-mittelstand-nutzt-bisher-kaum-digitale-vertriebskanaele\/","title":{"rendered":"Deutscher Mittelstand nutzt bisher kaum digitale Vertriebskan\u00e4le"},"content":{"rendered":"<p>E-Commerce, sprich der Vertrieb \u00fcber Online-Kan\u00e4le, spielt im deutschen Mittelstand bisher nur eine untergeordnete Rolle. Eine repr\u00e4sentative Studie von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels zeigt: Die kleinen und mittleren Unternehmen erwirtschaften zurzeit auf digitalem Weg lediglich 153 Mrd. EUR im Jahr &#8211; das sind gerade einmal 4 % der Gesamtums\u00e4tze der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft. Dabei nutzt mit 16 % nur ein kleiner Teil der Mittelst\u00e4ndler \u00fcberhaupt die M\u00f6glichkeit, seine Produkte oder Dienstleistungen online an den Kunden zu bringen. Anders gesagt: 8 von 10 Mittelst\u00e4ndlern erzielen noch keinerlei Ums\u00e4tze \u00fcber den digitalen Vertriebsweg. Die KfW-Analyse zeigt aber auch, dass der digitale Wandel den Mittelstand langsam aber sicher erreicht: Je neuer ein Unternehmen am Markt ist und je j\u00fcnger der Inhaber selbst ist, umso gr\u00f6\u00dfere Bedeutung hat der E-Commerce f\u00fcr den Umsatz.<\/p>\n<p>Der weit \u00fcberwiegende Teil der digitalen Ums\u00e4tze des Mittelstands wird derzeit nach Sch\u00e4tzungen von KfW Research mit 144 Mrd. EUR \u00fcber Transaktionen im Gesch\u00e4ftskundenbereich (B2B-Gesch\u00e4ft) generiert. Komponentenzulieferungen im Maschinen- und Fahrzeugbau spielen dabei die wesentliche Rolle. Im direkten Endverbrauchergesch\u00e4ft erwirtschaften alle deutschen Mittelst\u00e4ndler zusammen via E-Commerce nur 9 Mrd. EUR. Zum Vergleich: Amazon als gr\u00f6\u00dfter Online-Shop setzt in Deutschland alleine rund 8 Mrd. EUR j\u00e4hrlich um.<\/p>\n<p>Wenig \u00fcberraschend sind im Mittelstand die Handelsunternehmen die Digitalisierungs-Vorreiter. Jeder dritte Einzel- oder Gro\u00dfh\u00e4ndler betreibt E-Commerce &#8211; entweder im direkten Kontakt zum Endverbraucher oder als Lieferant eines anderen Unternehmens. Der Anteil des Online-Umsatzes am Gesamtumsatz der Branche erreicht hier mit 25 % den h\u00f6chsten Wert im Mittelstand. In allen anderen Branchen spielt der Online-Vertriebskanal eine deutlich geringere Rolle. Unter den mittelst\u00e4ndischen Dienstleistern sind etwa 13 % im E-Commerce aktiv, der auf diesem Weg erwirtschaftete Umsatzanteil liegt bei 17 %.<\/p>\n<p>Auch wenn E-Commerce in der Breite des Mittelstands noch nicht angekommen ist, so macht es einen deutlichen Unterschied bei der Performance, ob ein Unternehmen darauf setzt oder nicht: Wie die KfW-Analyse belegt, blicken kleine und mittlere Unternehmen mit ausgepr\u00e4gten E-Commerce-Aktivit\u00e4ten zuversichtlicher in die Zukunft und sie haben ein h\u00f6heres Umsatzwachstum. Die mittlere Umsatzwachstumsrate bei Mittelst\u00e4ndlern mit erheblichen Online-Ums\u00e4tzen (mehr als die H\u00e4lfte des Umsatzes) lag zuletzt sogar bei 15 % &#8211; und erreichte damit ann\u00e4hernd das Vierfache derer von Unternehmen ohne Ums\u00e4tze aus E-Commerce (4 %). Allerdings zeigt sich auch, dass der starke Konkurrenzdruck im Online-Gesch\u00e4ft seine Spuren hinterl\u00e4sst, den Spielraum der Firmen bei der Preissetzung einengt und so ihre Profitabilit\u00e4t negativ beeinflusst. Die durchschnittliche Umsatzrendite mittelst\u00e4ndischer Unternehmen mit E-Commerce liegt laut KfW-Erhebung bei 4 %, die der Mittelst\u00e4ndler ohne doppelt so hoch bei 8 %.<\/p>\n<p>&#8222;Der digitale Vertrieb steckt in weiten Teilen des Mittelstands nach wie vor in den Kinderschuhen. Das hei\u00dft leider auch: Die kleinen und mittleren Unternehmen nutzen die Chancen, die E-Commerce der Wirtschaft er\u00f6ffnet, bisher zu wenig&#8220;, sagt Dr. J\u00f6rg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. Auch wenn sich nicht jede Branche gleicherma\u00dfen f\u00fcr E-Commerce eigne, seien die Unternehmen doch auf breiter Front mit sich wandelnden Kundenbed\u00fcrfnissen konfrontiert. &#8222;St\u00e4ndige Erreichbarkeit, rasche Lieferzeiten, Echtzeitberatung, individuelle Angebote, Benutzerfreundlichkeit oder Mobilf\u00e4higkeit werden zunehmend nachgefragt &#8211; sowohl von Endverbrauchern als auch von Unternehmenskunden. Digitale Vertriebskan\u00e4le k\u00f6nnten hier f\u00fcr viele Mittelst\u00e4ndler die Antworten liefern.&#8220; Zudem k\u00f6nnten online Ums\u00e4tze generiert werden, die auf klassischem Vertriebsweg nicht zustande gekommen w\u00e4ren &#8211; etwa durch die Erschlie\u00dfung neuer, digital-affiner Kundengruppen oder eine regionale Verbreiterung des Absatzgebietes.<\/p>\n<p>Die aktuelle Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels zum Thema E-Commerce ist abrufbar unter: <a class=\"uri-ext outbound\" href=\"http:\/\/www.kfw.de\/fokus\" target=\"_blank\">www.kfw.de\/fokus<\/a>.<\/p>\n<p>Alle Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2015 &#8211; das sind die aktuellsten repr\u00e4sentativen Daten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>E-Commerce, sprich der Vertrieb \u00fcber Online-Kan\u00e4le, spielt im deutschen Mittelstand bisher nur eine untergeordnete Rolle. 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