{"id":5462,"date":"2017-01-24T08:25:29","date_gmt":"2017-01-24T07:25:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5462"},"modified":"2017-01-24T08:26:57","modified_gmt":"2017-01-24T07:26:57","slug":"gute-auslastung-und-gedaempfte-erwartungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/gute-auslastung-und-gedaempfte-erwartungen\/","title":{"rendered":"Gute Auslastung und ged\u00e4mpfte Erwartungen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eNach wie vor dominieren die Abw\u00e4rtsrisiken. Die geopolitischen Risiken und die politische Unsicherheit in Europa gef\u00e4hrden das erwartete, verhaltene Weltwirtschaftswachstum. Hinzu kommen protektionistische und isolationistische Tendenzen sowie der schwierige Markt in China, der sich in den schwachen deutschen Exporten dorthin widerspiegelt\u201c, so Siegfried Koepp, der Vorsitzende des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes f\u00fcr den Kreis Olpe e.V. \u00a0\u201eVor diesem Hintergrund erwarten wir nur eine moderate Zunahme der deutschen Exporte\u201c, so Koepp weiter.\u00a0Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Arndt G. Kirchhoff und dem Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stephan Stracke stellte er in einem Pressegespr\u00e4ch die Ergebnisse der regelm\u00e4\u00dfig zum Jahreswechsel stattfindenden Konjunkturumfrage vor. An der Umfrage beteiligten sich etwa 1\/3 der Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes. Die ausgewerteten Unternehmen\u00a0stellen insgesamt rund 6.000 Besch\u00e4ftigte, darunter 430 Auszubildende.<\/p>\n<div id=\"attachment_5464\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_0462.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5464\" class=\"size-medium wp-image-5464\" src=\"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_0462-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_0462-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_0462-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_0462.jpg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5464\" class=\"wp-caption-text\">Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stephan Stracke (links), Siegfried Koepp, Vorsitzender des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes f\u00fcr den Kreis Olpe e.V. (Mitte) und Arndt G. Kirchhoff (rechts), stellvertretender Vorsitzender des AGV Olpe und Vorsitzender der Fachgruppe Metall, stellten die Ergebnisse der j\u00e4hrlichen Konjunkturumfrage vor.<\/p><\/div>\n<p>\u201eDie Produktion bei der M+E-Industrie in Deutschland hat bis Oktober 2016 um etwa 1,4 Prozent (2015: etwa 0,8 Prozent) zulegen k\u00f6nnen. Damit erkl\u00e4rt sich ebenfalls der um 0,7 Prozent auf nunmehr 3,852 Mio. gestiegene Besch\u00e4ftigungsstand. In NRW sieht das Bild weitaus d\u00fcsterer aus. Hier sank im Vergleichszeitraum die Produktion um 1,18 Prozent, der Auftragseingang um 2,35 Prozent (Inland: -1,59 Prozent, Ausland: -2,97 Prozent) und die Besch\u00e4ftigung um 0,01 Prozent auf nun 693.000 Personen. \u00a0Der Vorkrisenstand wird damit um etwa 22.000 Besch\u00e4ftigte unterschritten. Nach der Auswertung unserer Mitgliederbefragung vom Dezember 2016 stellen sich die Prognosen f\u00fcr die M+E \u2013 Industrie unseres Verbandsgebietes im Vergleich zu NRW etwas optimistischer dar. 79 Prozent der befragten Unternehmen gehen von einem gleichbleibenden Besch\u00e4ftigtenstand aus. Entlassungen sind nicht geplant, jedoch sehen rd. 10 Prozent Kurzarbeit auf sich zukommen. Neueinstellungen planen dagegen 21 Prozent der Unternehmen\u201c, so Stephan Stracke.<\/p>\n<p>\u201eDie Gesch\u00e4ftserwartungen der heimischen Unternehmen sind gegen\u00fcber dem Vorjahr deutlich ged\u00e4mpfter. Etwa 58 Prozent (Vorjahr: 88 Prozent) der Unternehmen bewerten sie als besser oder gleich gut. Knapp 42 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent) geben das Votum \u201egleich schlecht\u201c oder \u201eschlechter\u201c ab. Diese Lageentwicklung spiegelt sich auch bei den Orders sowohl f\u00fcr das In- als auch f\u00fcr das Ausland wider. Hier sehen nur noch 58 Prozent der Unternehmen einen besseren oder gleich guten Verlauf. Eine Verschlechterung erwarten dagegen 21 Prozent der Befragten. Ebenfalls 21 Prozent bewerten die Auftragsentwicklung als gleich negativ. Diese Einsch\u00e4tzung trifft gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Inlands- als auch Auslandsorders zu. Im Jahr zuvor gab es hier noch eine deutliche Trennung der Erwartungen zugunsten der Inlandorders\u201c, so Stracke weiter.<\/p>\n<p>Die aktuelle Ertragslage der Unternehmen werde nur noch von 79 Prozent (Vorjahr: 92 Prozent) der Unternehmen als befriedigend (74 Prozent) oder gut (5 Prozent) angesehen. Die Erwartungen f\u00fcr das Jahr 2017 seien zwar per Saldo \u00fcberwiegend positiv (79 Prozent), doch rechne jedes f\u00fcnfte Unternehmen (Vorjahr: jedes sechste) mit einer verschlechterten Ertragslage. Eine gleichbleibende oder sogar verbesserte Ertragslage erwarteten 78 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: etwa 84 Prozent), erg\u00e4nzt Stracke abschlie\u00dfend.<\/p>\n<p>\u201eBetont werden muss\u201c, so Siegfried Koepp, \u201edass sich die zugrundeliegende Auswertung der Konjunkturumfrage 2016 \/ 2017 auf Erwartungen der Unternehmen st\u00fctzt und die hier getroffenen Aussagen infolge dessen lediglich als Stimmungslage zu werten sind\u201c. \u00dcbereinstimmend mit den Wirtschaftsforschungsinstituten und den Wirtschaftsweisen rechne auch er f\u00fcr das laufende Jahr 2017 mit einem sich nur verhalten entwickelnden gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 1,3 bis 1,4 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eDie nordrhein-westf\u00e4lischen Unternehmen der M+E-Industrie sind insgesamt solide aufgestellt\u201c, so Arndt G. Kirchhoff, stellvertretender Vorsitzender des AGV Olpe und Vorsitzender der Fachgruppe Metall. Als Pr\u00e4sident von Metall NRW leitete Kirchhoff die letztj\u00e4hrige M+E-Tarifrunde in NRW. \u201eEin weiterer R\u00fcckgang der M+E-Besch\u00e4ftigung in Nordrhein-Westfalen (derzeit etwa 693.000 Besch\u00e4ftigte) konnte verhindert werden. Allerdings zeigt sich -differenziert nach Branchen- eine heterogene Lage. W\u00e4hrend wir in sechs Branchen -u.a. bei den DV-Ger\u00e4ten und im Fahrzeugbau- zulegen konnten, wurden in f\u00fcnf Branchen, wie beispielsweise bei den Gie\u00dfereien und dem Maschinenbau, Arbeitspl\u00e4tze abgebaut. Insgesamt ist die Tendenz der langj\u00e4hrigen Besch\u00e4ftigungsentwicklung kritisch zu sehen. Alleine der R\u00fcckgang der Besch\u00e4ftigung im Jahr 2015 hat den m\u00fchsamen Aufbau der Jahre 2013 und 2014 mehr als zunichte gemacht. Solange die Arbeitskosten st\u00e4rker steigen als der Produktivit\u00e4tsfortschritt, werden durch ansteigende Lohnst\u00fcckkosten auf Sicht Arbeitspl\u00e4tze wegfallen. Mit Blick auf unseren Sozialpartner, die IG Metall, ist auszuf\u00fchren, dass nur die R\u00fcckkehr zu einer produktivit\u00e4tsorientierten Tarifpolitik den Trend zum weiteren Arbeitsplatzabbau verhindern kann\u201c.<\/p>\n<p>\u201eMit ca. 2,5683 Mio. Arbeitslosen bundesweit wurde der Vorjahresstand im Dezember um etwa 113.000 (Arbeitslosenquote: 5,8 Prozent, Vorjahresmonat: 6,4 Prozent) unterschritten. Nicht ganz so stark hat die Zahl der Arbeitslosen in NRW abgenommen. Hier konnten die Arbeitslosenzahlen nur um etwa 3 Prozent auf zuletzt 696.000 abgesenkt werden (Arbeitslosenquote: 7,4 Prozent, Vorjahresmonat: 7,7 Prozent). Im Gesamtbezirk Siegen \/ Wittgenstein \/ Olpe stieg im Dezember 2016 die Zahl der Arbeitslosen um 355 Personen. Dies spiegeln auch die Arbeitslosenquoten wider, die f\u00fcr den Gesamtbezirk 4,9 Prozent (Vorjahresmonat: 4,8 Prozent) aller zivilen Erwerbspersonen und f\u00fcr die Teilregion Olpe 4,2 Prozent (Vorjahresmonat: 4,1 Prozent) ausweisen. Gleichzeitig wuchs im Agenturbezirk die Anzahl freier Stellen um etwa 29 Prozent auf nunmehr 2.999\u201c, so Kirchhoff weiter.<\/p>\n<p>Die Auswertung der Konjunkturumfrage zeige, dass 21 Prozent (Vorjahr: 36 Prozent) der Unternehmen steigende Investitionen planten. Mit einem unver\u00e4nderten Niveau rechneten fast 37 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: fast 60 Prozent). Immer noch jedes f\u00fcnfte Unternehmen erwarte sogar sinkende Investitionen (Vorjahr: jedes vierte). Per Saldo sei daher von keiner Steigerung der Investitionen auszugehen, weshalb auch keine positiven Effekte f\u00fcr den M+E-Arbeitsmarkt erwartet werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Ausbildungsplanungen im Kreis bef\u00e4nden sich weiterhin auf hohem Niveau. 79 Prozent der Unternehmen gingen von einer gleichbleibenden H\u00f6he des Ausbildungsplatzangebotes und 16 Prozent sogar von einem weiteren Aufbau aus. \u201eDieser stetige Anstieg der Ausbildungsquote zeigt neben dem hohen sozialen Engagement der Unternehmen auch die Notwendigkeit, angesichts der demographischen Entwicklung gen\u00fcgend Fachkr\u00e4fte f\u00fcr die Zukunft auszubilden\u201c. Wie sehr dieses Problem dr\u00e4nge, werde u.a. durch die steigende Zahl an offenen Stellen in Deutschland sichtbar. Diese seien im Jahresdurchschnitt um 87.000 auf nunmehr 655.000 angewachsen, so Kirchhoff abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eNach wie vor dominieren die Abw\u00e4rtsrisiken. 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