{"id":5380,"date":"2017-01-11T10:31:06","date_gmt":"2017-01-11T09:31:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5380"},"modified":"2017-01-12T14:17:46","modified_gmt":"2017-01-12T13:17:46","slug":"schrauben-mit-koepfchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/schrauben-mit-koepfchen\/","title":{"rendered":"Schrauben mit K\u00f6pfchen"},"content":{"rendered":"<p>Die\u00a0EJOT GmbH &amp; Co. KG, Bad Berleburg, ist an einem Transferprojekt der Technischen Universit\u00e4t Chemnitz beteiligt. Dabei geht es vor allem um die Herstellung hochfester Aluminiumschrauben.<\/p>\n<p>Er z\u00e4hlt zu den gr\u00f6\u00dften Forschungsprojekten an der Technischen Universit\u00e4t Chemnitz: der Sonderforschungsbereich 692 &#8222;Hochfeste aluminiumbasierte Leichtbauwerkstoffe f\u00fcr Sicherheitsbauteile&#8220; (HALS), der seit 2005 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit etwa 30 Millionen Euro gef\u00f6rdert wird. Zu den besonderen Leistungen des SFBs z\u00e4hlt die Erforschung ultrafeink\u00f6rniger Gef\u00fcge, die bei massiver plastischer Verformung von Leichtmetallen entstehen und besonders interessante mechanische Eigenschaften wie hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Verformbarkeit aufweisen. Diese Werkstoffe sind gerade auch vor dem Hintergrund solcher Megathemen wie der Energiewende von gro\u00dfem praktischen Wert. Die Chemnitzer Grundlagenforschung stie\u00df auf gro\u00dfes Interesse in der Fachwelt, zum Beispiel in den Werkstoffwissenschaften.<\/p>\n<p>Damit die Forschungsergebnisse m\u00f6glichst schnell den Weg in die Praxis finden, f\u00f6rdert die DFG sogenannte Transferprojekte. Beim Chemnitzer SFB 692 geht nun bereits das siebente derartige Projekt an den Start. In den kommenden Jahren steht dabei die Integration effektiver W\u00e4rmebehandlungsstrategien in den Herstellungsprozess hochfester Aluminiumschrauben im Mittelpunkt. \u201eWir nutzen f\u00fcr die Optimierung des Schraubenherstellungsprozesses Erkenntnisse, die wir im Laufe der vergangenen zw\u00f6lf Jahre durch die Umformung und W\u00e4rmebehandlung ultrafeink\u00f6rniger Aluminiumlegierungen gewonnen haben\u201c, berichtet Projektleiter Prof. Dr. Thomas Lampke. \u201eDie im Rahmen der Forschung entwickelte Methode des Precipitation Engineering soll nun in eine Prozesskette der Industrie \u00fcbertragen werden\u201c, erg\u00e4nzt Dr. Kristin Hockauf, die zur Doppelspitze des Projektes geh\u00f6rt. Ziel sei es dabei, die positiven Effekte einer verk\u00fcrzten W\u00e4rmebehandlungsdauer und einer gesteigerten Festigkeit in einer neuartigen Prozesskette nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>Zusammen mit dem Praxispartner EJOT GmbH &amp; Co. KG, Bad Berleburg, wird die ver\u00e4nderte Ausscheidungskinetik der Aluminiumwerkstoffe nach einer inhomogenen und mit Richtungswechseln behafteten Umformung in Modell- und Prozesskettenversuchen erforscht. PD Dr. Ralph Hellmig, Leiter Forschung und Entwicklung im Bereich Schrauben bei EJOT, freut sich auf die weitere enge Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik der TU Chemnitz: \u201eBesonders wertvoll f\u00fcr unser Unternehmen und die Branche ist, dass die Chemnitzer Forscher auf viele Jahre grundlagenorientierte und anwendungsbezogene Forschung auf dem Gebiet der Umformung und W\u00e4rmebehandlung von Aluminiumlegierungen zur\u00fcckblicken.\u201c Von Vorteil sei es, dass die durch das \u201ePrecipitation Engineering\u201c angestrebten Eigenschafts- und Effizienzverbesserungen bereits wissenschaftlich bewiesen wurden. Bei der EJOT GmbH &amp; Co. KG handelt es sich um eine mittelst\u00e4ndische Firmengruppe mit dem Schwerpunkt Verbindungstechnik. 1922 gegr\u00fcndet, konnte die Firma im Laufe der vergangenen Jahrzehnte stark wachsen und ist heute mit \u00fcber 2.600 Mitarbeitern weltweit ein bedeutender Zulieferer der Automobilindustrie sowie der Baubranche.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Martin F-X. Wagner, Sprecher des SFBs, ist stolz, dass aus der Professur Werkstoff- und Oberfl\u00e4chentechnik der TU Chemnitz bereits das vierte Transferprojekt erfolgreich platziert wurde: \u201eDie Passf\u00e4higkeit zu unserem Sonderforschungsbereich ist auch hier wieder hervorragend. Mit der Integration des Precipitation Engineering in die Prozesskette zur Herstellung hochfester Aluminiumschrauben wird ein wichtiger Schritt getan, um einer neuen Generation hochfester Aluminiumwerkstoffe den Zugang in die breite industrielle Praxis zu erm\u00f6glichen.\u201c Die Relevanz der bisher im SFB untersuchten Werkstoffe werde damit weit \u00fcber die zw\u00f6lfj\u00e4hrige Laufzeit hinaus sichtbar. \u201eSo entstehen in der Tat Schrauben mit K\u00f6pfchen \u2013 versehen mit jeder Menge Chemnitzer Know-how\u201c, meint Wagner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die\u00a0EJOT GmbH &amp; Co. KG, Bad Berleburg, ist an einem Transferprojekt der Technischen Universit\u00e4t Chemnitz beteiligt. 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