{"id":5368,"date":"2017-01-10T10:45:54","date_gmt":"2017-01-10T09:45:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/?p=5368"},"modified":"2017-01-10T10:45:54","modified_gmt":"2017-01-10T09:45:54","slug":"neue-erkenntnisse-zum-hochwasserschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vdsm.net\/wronline\/neue-erkenntnisse-zum-hochwasserschutz\/","title":{"rendered":"Neue Erkenntnisse zum Hochwasserschutz"},"content":{"rendered":"<p>Das aktuelle Sturmhochwasser an der deutschen Ostseek\u00fcste belegt, wie verwundbar unsere Gesellschaft gegen\u00fcber extremen Naturereignissen ist. Deshalb ist es besonders wichtig, f\u00fcr k\u00fcstennahe Bereiche gegenw\u00e4rtige und zuk\u00fcnftige Sturmflut- und Wellenh\u00f6hen sicher zu ermitteln. Doch entlang der nordfriesischen K\u00fcste k\u00f6nnten in Zukunft h\u00f6here K\u00fcstenschutzbauwerke erforderlich werden als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des internationalen Forscherteams um Dr. Arne Arns vom Forschungsinstitut Wasser und Umwelt (fwu) an der Universit\u00e4t Siegen. Die aktuellen Ergebnisse sind in einem Artikel in der international renommierten Fachzeitschrift \u201eScientific Reports\u201c der \u201eNature Publishing Group\u201c ver\u00f6ffentlicht worden.<\/p>\n<p>Die Forschungsergebnisse machen deutlich, dass die erforderlichen Schutzh\u00f6hen k\u00fcnftig steigen. Und zwar um das 1,5- bis 2-fache des mittleren Meeresspiegelanstiegs, der bisher als Grundlage f\u00fcr die Schutzh\u00f6hen dient. Bisher sch\u00e4tzen ExpertInnen zuk\u00fcnftige Schutzh\u00f6hen von K\u00fcstenschutzbauwerken wie zum Beispiel von Deichen anhand von wissenschaftlich fundierten Prognosen des mittleren Meeresspiegels. In bisherigen Untersuchungen werden aber oftmals nicht die z.T. starken Ver\u00e4nderungen in Sturmflutwasserst\u00e4nden und in den auflaufenden Wellen ber\u00fccksichtigt. Doch wie die Untersuchungen der Wissenschaftler nun zeigen, beeinflusst deren Zusammenwirken die erforderlichen Schutzh\u00f6hen entlang der nordfriesischen K\u00fcste teils stark.<\/p>\n<p>Im aktuellen Beitrag haben die Wissenschaftler erstmals umfassende Analysen durchgef\u00fchrt, die den Einfluss des Meeresspiegels sowohl auf Sturmflutwasserst\u00e4nde als auch auf Wellen ber\u00fccksichtigen. \u201eDie Untersuchungen zeigen, dass insbesondere in den flachen Wattbereichen Nordfrieslands dynamische und komplexe Wechselwirkungen zwischen \u00c4nderungen des Meeresspiegels und extremen Wasserst\u00e4nden auftreten. Als Konsequenz werden die Sturmflutwasserst\u00e4nde etwas st\u00e4rker ansteigen als der Meeresspiegel. Auch auf die Wellen hat ein steigender Meeresspiegel eine erh\u00f6hende Wirkung. So werden diese in Zukunft weniger durch die Wattfl\u00e4chen beeinflusst, k\u00f6nnen einfacher bzw. weniger stark beeinflusst in Richtung K\u00fcste und Schutzbauwerke wandern und daher gr\u00f6\u00dfer ausfallen als bisher\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Arne Arns. Seine Empfehlung lautet: \u201eDiese Effekte sollten in zuk\u00fcnftigen Untersuchungen dringend ber\u00fccksichtigt werden. Wenn wir die f\u00fcr die Zukunft erforderlichen Schutzh\u00f6hen vereinfacht \u00fcber prognostizierte Meeresspiegel\u00e4nderungen absch\u00e4tzen, kann dies zu einer Untersch\u00e4tzung des erforderlichen Schutzniveaus f\u00fchren.\u201c Der Forscher weist jedoch gleichzeitig darauf hin, dass \u201edie zuk\u00fcnftige Entwicklung der Wattfl\u00e4chen bislang schwer absch\u00e4tzbar ist. Hierdurch k\u00f6nnten die genannten Effekte zumindest teilweise kompensiert werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das aktuelle Sturmhochwasser an der deutschen Ostseek\u00fcste belegt, wie verwundbar unsere Gesellschaft gegen\u00fcber extremen Naturereignissen ist. 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